OLG Naumburg urteilt erneut gegen türkischen Vater im sieben Jahre dauernden Sorgerechtsstreit

18. Dezember 2006 | Von E. S. | Kategorie: Leitartikel | 3 Kommentare | Artikel versenden

Ein neuer Senat des OLG soll nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung Görgülüs wiederholten Antrag abgewiesen haben. Begründung: Der Senat vermag “nicht zu erkennen, dass der leibliche Vater zurzeit schon in der Lage ist, das Sorgerecht zum Wohle Christofers auszuüben”. Eine Übertragung des Sorgerechts vom Amtsvormund (Jugendamt) auf den Vater “widerspräche dem Kindeswohl”. Die Verwurzelung des Kindes bei den Pflegeeltern müsse bedacht werden. Um sich gegen dieses Urteil zur Wehr zu setzen, muss Görgülü nun wieder in Revision gehen.

Christofer war kurz nach der Geburt ohne Görgülüs Wissen von seiner damaliger Lebensgefährtin zur Adoption freigegeben worden. Das Amtsgericht Wittenberg sprach Görgülü später das Sorgerecht zu. Dagegen zogen Jugendamt und Pflegeeltern vor das OLG und bekamen Recht. Seither läuft Görgülü seinem Recht hinterher.

Inzwischen haben bereits fünf Urteile des Bundesverfassungsgerichtes und ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte verlangt, Vater und Sohn zusammenzuführen. Weil das bisher nicht geschah, sind bereits drei OLG-Richter wegen Richterwillkür und Rechtsbeugung angeklagt.

Ekrem Senol - Köln, 18.12.2006

These icons link to social bookmarking sites where readers can share and discover new web pages.
  • Y!GG
  • MisterWong
  • Digg
  • Webnews
  • del.icio.us
  • Linkarena
  • Technorati
  • Google Bookmarks

3 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. [...] Gefunden bei: JurBlog und Obiter Dictum [...]

  2. Es ist anscheinend für einige Herrschaften völlig unmöglich, einem türkischen Vater sein Kind zu überlassen. Der Fall ist ein Skandal.

  3. Der skandal ist doch eigentlich der , das dieses Thema nicht in die öffentlichkeit getragen wird um es dort besser platziert gegen diese Richter zu nutzen.
    Am ende, so scheint es mir , wird der streit zwischen dem Europäischengerichtshof und der OLG Naumburg auf dem rücken des Kindes getragen , welches somit zu spät an seinen Leiblischen Vater zu geführt wird.
    Wo ist jetzt das wohl des Kindes geblieben.
    Deutsche logik.

 

WichtigeLinks

JurBlogEmpfehlungen

Blog'n'Roll