Elite statt Integration: Ekrem Senol über türkische Schulen in Deutschland

12. Februar 2008 | Von E. S. | Kategorie: Feuilleton | 5 Kommentare | Artikel versenden

… zu lesen bei jetzt.de, dem online Magazin der Süddetschen Zeitung für junge Leute.

Die Rede des türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan hat am Wochenende eine Debatte um den Integrationswillen der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Minderheit angestoßen. Erdogan trat am Samstag in der Köln Arena vor fast 20.000 Menschen auf und schlug unter anderem vor, in Deutschland türkische Schulen und Universitäten einzurichten. Außerdem forderte er seine ehemaligen Landsleute auf, sich zu integrieren, sich aber nicht zur Assimilierung zwingen zu lassen. Diese sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Ekrem Senol, 31 ist türkischstämmiger Jurist aus Köln und betreibt seit zweieinhalb Jahren den jurblog, den “Blog der dritten Generation”, der zum Thema doppelte Staatsbürgerschaft schon einmal vom Bundesverfassungsgericht zitiert wurde. Dort beschäftigt er sich mit politischen Themen im Allgemeinen und dem Thema Einwanderer in Deutschland im Speziellen.

Vielen Dank an Meredith für das nette und unterhaltsame Gespräch.

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5 Kommentare
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  1. Lieber Ekrem,

    ein schönes Interview. Interessant allen voran dieser Abschnitt:

    Wie würdest du das denn unterscheiden?
    Für mich ist Integration in erster Linie Anpassung an die Rechtsordnung. Erst in zweiter Linie kommt die Sprache. Schließlich kann man ja deutsch sprechen und trotzdem alle Gesetze missachten. [...]

    Hier zeigt sich, dass Integration ein alle Menschen umschließender Prozeß ist, gleich ob Türke, Deutscher oder sonst was. Schließlich gibt es auch unter “Deutschen ohne Migrationshintergrund” welche, “die trotzdem alle Gesetze missachten.”

    Selam.

  2. Interessantes Interview! Man sollte zur Abwechslung wirklich mehr junge Deutschtürken zu Wort kommen lassen, die die ganze diskussion etwas differenzierter sehen.

  3. @mikSes

    Sehe ich genauso! Leider werden wohl viel zu oft (auf beiden Seiten) nur die Schreihälse wargenommen und die haben nur selten wirklich was zu sagen.

  4. Erdogan ist wirklich der letzte, der in Bezug auf Deutschland von Assimilation als Verbrechen gegen die Menschlichkeit reden sollte. Die türkische Regierung betreibt bis heute die Assimilation der kurdischen Bevölkerung. Auch fährt Erdogan nicht nach Diarbarkir oder in die kurdischen Dörfer, wenn dort wieder einmal kurdische Zivilisten zu Tode gekommen sind. Mit dem Verständnis deutscher Politiker zur Integration bin ich auch nicht einverstanden. Von Erdogan will ich mir aber auch nicht erklären lassen, was ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist.

  5. @Sprinter
    Aha; Du wurdest ja bestimmt von den Kurden vollgelabert worden!!

 

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