Gastbeitrag: Ist das islamische Familienverständnis schuld an Gewalt und Auflehnung an Schulen?

1. April 2008 | Von E. S. | Kategorie: Gastbeiträge, Gesellschaft | 11 Kommentare | Artikel versenden

Aus der aktuellen Handreichung „Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen“ des NRW-Integrationsbeauftragten Thomas Kufen

Aus Gruppen können Banden oder ähnliche Zusammenschlüsse werden, die aus Elternhaus und religiöser Bindung nur geringe Gewalthemmung entwickelt haben. („Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen“ S. 15)

Das ewige Hintenanstellen der eigenen Interessen vor den Familieninteressen kann schon hier zu Frustration und Übersprunghandlungen führen. Während der Pubertät kann das Verhalten dann bei einigen in ersten Straftaten münden. (S. 19)

Tatsächlich ist es so, dass die Kinder zu Hause „brav“ sind. Doch die aufgestaute Wut darüber, dass man den Eltern nicht sagen kann, was einen stört, muss irgendwo und an irgendjemandem ausgelassen werden. Der beliebteste Tatort für Kinder ist die Schule. […] Das sich daraus ergebende machohafte Verhalten der Jungen wird von den Eltern sogar unterstützt, quasi als Rüstzeug für das künftige Leben. (S. 36)

Häufig hört man Bemerkungen wie: „Die dürfen ja alles.“ Aus solchen Sätzen kann man ein wenig Neid heraushören. Am liebsten wären die Mädchen genauso. Sie definieren dieses Leben mit Freiheit. Aus dieser Perspektive haben sie definitiv kaum Freiheit. Die einzigen Momente der Freiheit kennen sie nur, wenn sie sich mit ihren Freundinnen treffen oder in der Schule sind. Sobald sie aus dem Haus gehen, beginnt ihr eigenes Leben. (S. 43)

Handreichung: Herausforderung und Chancen in BildungseinrichtungenDiese Zitate stammen nicht etwa aus einer wissenschaftlichen Studie über Jugendliche, Gruppenbildung und soziale Probleme. Sie wurden der aktuellen Handreichung „Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen“ des Integrationsbeauftragten der Landesregierung NRW, Thomas Kufen, entnommen. Mit dieser Publikation sollen „Grundinformationen zum Islam und Anregungen zum Umgang mit muslimischen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern“ vermittelt werden. Gleich zwei Autoren haben an der Handreichung gearbeitet: Lamya Kaddor, Vertretung der Professur für Islamische Religionspädagogik am Centrum für Religiöse Studien (Universität Münster) und Lehrerin für Islamunterricht sowie Jörgen Nieland, Gymnasiallehrer und Lehrbeauftragter für Religionspädagogik (Universität Bonn).

Zuerst muss ein Lob ausgesprochen werden: Der Integrationsbeauftragte musste nämlich viel Kritik aus konservativen Kreisen, wo man nicht einsehen möchte, weshalb es überhaupt notwendig ist, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, einstecken. Dabei ist es doch eine Selbstverständlichkeit, wenn der Zuständige für Integration sich mit spezifischen Problemen der zu Integrierenden auseinander setzt. Denn die Schule ist nicht nur ein Ort, an dem das Zusammenleben und –arbeiten gelernt werden kann, sondern kann zugleich zum Ort diverser Probleme werden. Doch auch wenn die Absicht der Publikation zu begrüßen ist, kann von keinem zufriedenstellenden Ergebnis gesprochen werden.

An erster Stelle ist äußerst fragwürdig, inwieweit sich ein Muslim mit folgendem Gottesverständnis und der daraus gezogenen Schlussfolgerung einverstanden erklären kann.

Der unbedingte Monotheismus führt dazu, dass viele Muslime sich Gott mit einer solchen Angst nähern, dass sie sich bereits bei jeder kleinsten Handlung fragen, ob sie sündhaft war und dafür nun Strafe fällig sei. […] Genau dieses Bild eines richtenden Gottes entdecken wir häufig bei Kindern und Jugendlichen. Von solchen Annahmen meist unheimlich eingeschüchtert, lehnen sie es förmlich ab, über Ihn zu reden. (S. 6)

Ebenso fremd erscheint die theologische Begründung, ob und weshalb Muslime sich den Landesgesetzen unterzuordnen haben, wie in folgendem Abschnitt erörtert wird. Dabei werden nicht nur längst veraltete und für die Lebenswirklichkeit der Muslime unbrauchbare juristische Begriffe (dar al-islam, dar al-harb) verwendet, sondern auch unverständliche Folgerungen gezogen.

Im Hinblick auf den kleinen Dschihad ist die Welt nach islamischen Recht (fiqh) in zwei Gebiete eingeteilt: 1. dar al-islam (Gebiet des Islams) und 2. dar al-harb (Gebiet des Krieges). Zum einen gibt es ein Gebiet, in dem der Islam und damit nach islamischem Recht Frieden herrscht. Und zum anderen existiert ein Gebiet, in dem die sari‛a nicht vorherrscht. Demzufolge haben sich Muslime, die in einem Staat leben, in dem die sari‛a das Staatssystem bestimmt, den landesüblichen Vorschriften unterzuordnen. Dass heißt, dass die Muslime hier in Deutschland dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gegenüber verpflichtet sind, da sie in keinem Land leben, in der die sari‛a die Verfassung darstellt. Man kann sich gut vorstellen, dass dies im schulischen Bereich zu einem Dilemma führt, besonders wenn es beispielsweise um den koedukativen Schwimm- und Sportunterricht geht.

Neben den zahlreichen verwirrenden und aus theologischer Sicht fehlerhaften Stellen, erscheinen vor allem die den eingangs erwähnten Zitaten ähnelnde Aussagen anmaßend und aus muslimischer Perspektive völlig fremd.

Anmaßend ist es beispielsweise, wenn unterstellt wird, dass muslimische Mädchen in ihrer Freiheit eingeschränkt und Jungen bevorzugt (S. 44) werden. Für Mädchen stellte die Schule demnach einen Ort der Freiheit dar. Sie „erleben in der Schule vielleicht erstmals, was bei Anerkennung der Unterschiede beider Geschlechter Gleichberechtigung bedeutet.“, während es muslimischen Jungen schwer falle, Lehrerinnen zu akzeptieren und ihren Anweisungen Folge zu leisten, „da viele Jungen in der Familie die klare männliche Dominanz und die Entscheidungsmacht des Vaters erleben…“ (S. 38)

Als Beispiel für eine aus muslimischer Sicht sehr befremdlich erscheinende Passage der Arbeit sei folgendes Zitat genannt.

Da es jedoch zu einem islamischen Leben gehört, sich nicht gegen die Eltern aufzulehnen, muss ein anderer Weg gefunden werden, seine Emotionen abzureagieren. Bei vielen männlichen Jugendlichen kommt es zu Gewaltausbrüchen. Bei den Mädchen ist es weitaus komplizierter. Zwar findet man immer häufiger Mädchen, die sich ebenfalls mit anderen Mädchen prügeln und Aggressionen an anderen auslassen. Viel schlimmer ist allerdings, dass Mädchen zunehmend unter dem Schönheitswahn leiden und sich an anderen Mädchen messen. Im Aussehen ihre Frustrationen auszulassen birgt aber enorme Gefahren in sich: Bulimie und Magersucht gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft von Sozialpädagogen. Für beide Geschlechter wird in diesem Altersabschnitt schnell klar, dass sie nicht perfekt sein können, wie es ihre islamische Umwelt (Eltern, Großeltern, Moschee etc.) gerne hätte. Meist verschwindet das Interesse relativ schnell, streng islamisch zu leben. Wichtiger ist, wer mit wem in der Pause spricht, wer wem eine SMS schreibt oder wer mit wem zusammen ist. (S. 43)

Kann man hier eindeutig das verbreitete Vorurteil erkennen, Gewalt sei dem Islam inhärent, wenn man liest, dass die aufgestaute Wut in der Schule ausgelassen wird, da man sich nicht gegen die Eltern auflehnen darf? Wird hier nicht das „Islamische“ als Ursache für unterdrückte Emotionen, Gewaltausbrüche sowie indirekt Bulimie und Magersucht (?) hingestellt?

Es ist offensichtlich, dass die Reduzierung solcher Probleme, die – wie es im Vorwort der Handreichung heißt – „ihren Ursprung womöglich in der Religionszugehörigkeit haben“ (S. 3), auf den Islam oder das „Islamische“ nicht über eine bloße Unterstellung hinausreicht und niemandem weiterhilft. Vielmehr handelt es sich um gesamtgesellschaftliche Fragestellungen, die von allen – egal ob Muslim oder nicht – beantwortet werden.

Die Handreichung mag zwar etwaige Lösungsvorschläge anbieten, jedoch können diese nicht wirklich umgesetzt werden, da sie an der Realität vorbeigehen, also die Ausgangslage nicht richtig erfasst wird. Aus demselben Grund ist zu bezweifeln, inwieweit die Publikation eine echte Hilfe für Lehrerinnen und Lehrer sein kann. Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass die vorliegende Handreichung erheblichen Überarbeitungsbedarf aufweist. Vielleicht sollte man sich auch mal von islamischen Religionsgemeinschaften beraten lassen, um zu gewährleisten, dass man nicht an den Muslimen vorbeiredet. Denn um die geht es ja!

Ali Mete - Köln, 01.04.2008

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11 Kommentare
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  1. Die Zitate aus der Handreichung des Integrationsbeauftragten Kufen klingen reichlich merkwürdig, auch wenn sie vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen wurden.
    Es mag ja sein, dass u.a. auch einige islamische Jugendliche zur Gewaltbereitschaft neigen, was dann aber wohl kaum mit ihrer Religionszugehörigkeit in Verbindung zu bringen ist, mit dem Elternhaus oder den gesellschaftlichen Entwicklungen vielleicht schon eher.
    Gewalt an Schulen gab es auch schon früher, als noch keine oder nur wenige islamische Kinder die Schulen besucht haben. Sie gab es auch noch früher, nur ging die dann vorzugsweise von den Lehrern aus, die ihr sogenanntes Züchtigungsrecht wahrnahmen und Kinder etwa wegen fehlender Hausarbeiten mit dem Rohrstock traktierten.
    Das ewige Hintenanstellen der eigenen Interessen vor die Familieninteressen führt vielleicht mitunter zu Frustationen. Dass die aber dann in Straftaten münden, ist doch nichts weiter als Spekulation.
    Das machohafte Verhalten der Jungen kann sicher nicht auf die Religionszugehörigkeit zurückgeführt werden. Die fehlende Gleichberechtigung der Frauen ist vielmehr ein gesellschaftliches Phänomen, das in vielen Ländern insbesondere Arabiens und Afrikas zu beobachten ist, auch in solchen, die keine muslimische Mehrheitsbevölkerung aufweisen. Die Dominanz des Vaters und Ehemannes war auch in Deutschland weit verbreitet, ansonsten hätten die Frauen die Gleichberechtigung wohl nicht erst erkämpfen müssen. Ob sie in den Familien tatsächlich praktiziert wird, kann man mit recht bezweifeln. Das kann auch in deutschen Familien durchaus zu Frustationen führen.
    Das beschriebene Gottesverständnis ist in der Tat seltsam. Es passt übrigens auch auf Katholiken vor etwa 30 Jahren zu Zeiten der Teufelsaustreibungen.
    Die Verfasser schießen natürlich weit übers Ziel hinaus, wenn sie sogar Bulimie auf das islamische Elternhaus und unterdrückte Emotionen zurückführen. Schließlich gibt es diese Problematik schon länger, und es beschäftigt sich eine Vielzahl von Fachleuten mit den vielschichtigen Ursachen von Bulimie und Magersucht, die vorzugsweise bei deutschen Mädchen auftritt.
    Die Probleme in der Schule dürften kaum mit der Religionszugehörigkeit einzelner Schüler zu erklären sein, manche Probleme der Schüler aber damit, dass sie durch ihr Elternhaus nur unzureichend auf den Schulalltag und das gesellschaftliche Miteinander vorbereitet werden.

  2. Ich frage mich ob der jenige der diesen Quatsch geschrieben hat auch tatsächlich selber glaubt.
    Ich kenne niemanden der in seinem handel sich immer die Frage stellt ob das eine Sünde ist und ob diese bestraft wird bzw. in welcher form.
    Man sollte ernsthaft sich mal von der Religion als Ursache abwenden und die tatsächlichen Ursachen suchen .
    Arbeitslosigkeit , Persektivlosigkeit , fehlende/ unzureichende Bildung , ausgrenzug und Sozialerstatus.
    Da wäre es allen eher mit gedient wenn man dort die Fehlerquellen suchen würde.
    Nur zum hinweis am rande.
    In der Türkei , die ja Mehrheitlich Muslimisch ist , sind mehr Frauen in Führungspositionen als hier in Deutschland.
    In der Türkei durften Frauen früher Wählen gehen als hier in Deutschland.
    Also , wer unterdrückt hier bitte schön die Frauen ?
    Anhand dieser tatsachen paßt der Schuh eher den Deutschen als den Türken / Moslems.

  3. —”Man sollte ernsthaft sich mal von der Religion als Ursache abwenden und die tatsächlichen Ursachen suchen . Arbeitslosigkeit , Persektivlosigkeit , fehlende/ unzureichende Bildung , ausgrenzug und Sozialerstatus.”

    Das Märchen / der Mythos vom ungerecht behandelten Freiheitskämpfer …. ( rolleyes ).
    Meine Güte, habt ihr alle zu viel Rambo gesehen ?? Nur mal so zur Info : Es handelt sich um einen Film ! Nicht um die Wirklichkeit !

    Und dann noch zur Information für Dich. Nicht alle Migranten in Deutschland haben ihre ethnischen Hintergründe in einem islamischen Land. Neben Türken, Marokanern, Libanesen, Iranern … gibt es auch noch einige Migranten die ganz woanders herkommen !! Überrascht ? ;-)

    Fakt ist aber auch, das es in erster Linie mit den Migranten Probleme gibt, die aus muslimsichen Ländern stammen. Und jetzt ? Es stellen sich doch so ein paar Fragen :

    Warum fallen Menschen aus nicht muslimsichen Ländern weniger gewalttätig auf ?
    Werden Migranten aus Angola, Simbabwe, aus Vietnam … besser Behandelt, und haben deshalb weniger Probleme mit Arbeitslosigkeit, Perspektivenlosigkeit, Sprachproblemen ….. ???

    Die gleiche Argumentation die Du hier versuchst zu benutzten, wird auch oft und gerne genommen um Terror zu rechtfertigen - muslimsichen Terror. Die Fakten lehren etwas anderes ! Bin Laden - ein reicher, gebildeter Mann. Die Terrorpiloten von NY - immerhin Studenten von einer deutschen Uni, an der mangelnden Bildung kann es schon mal nicht gelegen haben.
    Die missglückten Anschläge von London - der Haupttäter war ein gut verdienender Arzt - also Geld und Bildung vorhanden.

    Heute ist z.B. der Jahrestag der Ermordung von Martin Luther King. Hat der seine Leute aufgefordert sich in Eisdielen der Weißen in die Luft zu sprengen ? Und die Afroamerikaner wurden ( werden ) nun wirklich benachteiligt ( um es mal nett auszudrücken ).
    Von wievielen Ureinwohnern der USA hast Du schon gehört, die ein Massaker einen Anschlag, einen Terroranschlag auf die Eurasischen Landräuber verübt hätte ? Und dann guck Dir mal an, wie die dort leben müssen !
    Oder schau nach Tibet. Ein besetztes Land, unterdrückte Bürger, verbotene Religion. Aber die Leute, die sich da zur Wehr setzen werden z.T. Märtyrer - nciht weil sie getötet haben, sondern weil sie getötet werden !

    Warum gibt es keinen muslimischen Martin Luther King, warum gibt es keinen muslimischen Dalai Lama ?
    Und warum werden Moscheen gerne nach Eroberern und Kriegfürsten benannt ?

    Grüße

    Kai

  4. @ Achim/ Kai
    Denn vergleich mit den Rambo filmen kann ich zwar nicht nachvollziehen , würde Ihnen aber Rambo 4 auch noch empfehlen.
    Da ist er ausser , wie üblich , der Kämpfer für die Unterdrückten auch noch der Retter.

    Aber zurück zum ernst.
    Warum kein Dr. Martin Luther King oder ein Dalai lama ?
    Nun der eine ist Afroamerikaner dessen Vorfahren als Sklaven , aus Ihrer Heimat entführt und in Amerika verkauft wurden .
    Der andere aus seiner Religion heraus an Wiedergerburt glaubt und somit immer wieder ins Leben zurück kehrt.
    Ich habe mich mit diesen sachen nie ernsthaft beschäftigt , wobei doch Interessant ist das die besetzung von Nepal durch die Chinesen seit den1960er Jahren vorhanden ist , aber bis dato nicht so richtig in den Fokus gestellt wurde.
    Ausserdem hat das die Europäischenstaaten nicht daran gehindert den Chinesen den hintern zu lecken um ja gute Geschäfte mit Ihnen zu machen.
    Nur jetzt kurz vor den Olympischenspielen , die eigentlich ja nichts mit Politik zu tuen haben , wird alles wieder aufgekocht.
    Das alles erscheint mir doch etwas seltsam.

    Nun , man kann über viele ungerechtigkeiten sich unterhaltenm , jedoch leben wir hier in Deutschland und es geht um diesen Bericht .
    Dieser versucht tatsächlich die Magersucht durch die Religion zu erklären.
    Wenn also demnächst Ihnen ein Stein auf den Kopf fällt ,ist also auch der Islam daran schuld oder was.
    Ich bitte Sie , son naiv kann man doch nicht sein , oder ?

    Achso , zu Ihrer Frage / Feststellung das es in Deutschlan mehr als nur Tüken als Ausländer gibt , ich wäre nie so vermessen mir das recht heraus zu nehmen , und im namen anderer Nationen zu sprechen.
    Andere länder andere sitten , ich kann als Türke nur über Türken und deren sitten sprechen.
    Nehmen Sie sich doch ein beispiel daran , oder versuchen doch zumindestens den größten anteil der Ausländer hier in Deutschland mal zu verstehen.

  5. Hallo Coskun,

    wieder mal nur eine ausweichende Antwort ! Ist das bei Dir jetzt eine Sache des Charakters, der Nationalität oder der Religion ?? ;-)

    Magst Du nicht, oder kannst Du nicht auf meine Punkte eingehen ?

    Grüße

    Achim :-)

  6. @ Achim
    Die Ursache hierfür würde eher in meiner Schugröße oder an der Marke meiner Zahnpaste liegen.

    Ich denke doch das ich Ihnen zu Ihren fragen geantwortet habe , jedoch verzerren Sie die ausgangslage.
    Sie haben mich über sache angesprochen die mit diesem Artikel nichts zu tuen haben.
    Dieser versucht uns weiß zu machen das die Ursachen einer Krankheit wie Magersucht in der Religion zu suche ist, und das kann es doch nun wirklich nicht sein.
    Das es noch eine menge von hindernissen gibt die zu bewältigen sind sehe ich ein , jedoch kann man nicht alles und jeden mit dem Islam erkären .
    Die Ureinwohner von Amerika , die Afroamerikaner und auch die Tibeter haben einfach andere Historiche entwicklungen hinter sich , und somit auch heute eine andere Ausgangssituation.
    Hat aber alles mit dem Islam nichts zu tuen.
    Ihre Eisdielen Bomber haben alle samt Politischehintergründe und sind über umwege ergebnisse von der Amerikanischen Politik.
    Osama Bin Laden und Sadam Hussein sind Produkte von den Amerkinaern und ein Idiot von Irans Ministerpresident ist der gegen teil der hervorgerufen wurde.
    Das der Islam hier mißbraucht wird ist doch allen klar , oder ?

    Also wollen Sie jetzt den Grund meiner art zu denken auch noch in der art meiner Kindheit oder in der Marke meines Fahrzeuges erklären , wobei mir doch dann gewisse Deutsche Tugenden einfallen die Ihre denke erklären könnten .

  7. Ist ja gut. Bei einigen Punkten stimme ich Dir ja voll zu !!! ( Ob Du es glaubst oder nicht )
    Und Du liegst auch vollkommen daneben, wenn Du davon ausgehst, das ich zu den Menschen gehöre, die “ALLES” dem Islam in die Schuhe schieben wollen. Ich denke schon das ich da recht diferenziert dran gehen - auch wenn das meine Beiträge nicht immer erkennen lassen ;-)

    Also halten wir doch schon mal fest : Magersucht ist eine “Gesellschaftskrankheit” die verschiedene Ursachen haben kann - die bzw eine Religion dürfte aber NICHT dazu gehören ! Tamam ?

    Aber auch wenn der Rest dann vieleicht “off topick” sein sollte ….

    Die historische Entwicklung mag ja durchaus ein Grund dafür sein, das es keinen muslimsichen Martin Luther King gab / gibt. Aber ist das eine gute Begründung ?? Eigentlich stärkst Du damit meine Position - nicht das ich da böse drum wäre - aber meinst Du das wirklich so ?

    Historisch gesehn hat sich der Islam seit der Vertreibung Mohammeds aus Mekka militärisch ausgebreitet ! Von daher unterscheidet sich das schon sehr deutlich von Afroamerikanern und Tibetern - zumal es sich bei denen um eine Volksgruppe oder ein Volk handelt und nicht um eine Religion.
    Und auch wenn ich mich zum zigsten Male wiederhole : DAS ist ein / das Problem des Islams ! Es gibt einfach Quransuren und Hadithen die Gewalt empfehlen / anordnen. Das es auch andere gibt bestreite ich ja gar nicht - nur kann es nicht meine Aufgabe sein, diesen Wiederspruch zu lösen !

    Zustimmen kann ich Dir dann allerdings wieder bei der Ansicht, das viele Probleme mit dem heutigen Terror “hausgemacht” sind. Soll heißen, die USA, die EU und auch Deutschland verfolgen ihre fragwürdigen Ziele mit noch fragwürdigeren Mitteln, und der Schuß geht halt im wahrsten Sinne des Wortes auch immer wieder nach hinten los. Das gejammer ist dann doch recht verlogen !

    Zu guter letzt wüßte ich ja noch geren, welche deutsche Tugend meine “denke” erklären könnte ?!! Ob ich da wohl überrascht werde ? Oder kenn ich schon die Antwort ? ;-)

    Grüße

    Achim

  8. @ Achim
    Es freut mich zu hören/ lesen , das wir doch in vielen Punkten gleich sind.
    Und das ist auch das was ich immer wieder versuch zu erklären.
    Wie sind alle, in gewissen punkten gleich , und werden nur von Medien oder Poltikern gegeneinander aufgehetzt.
    Das im Kuran einiger Suren sind die die Gewalt fordern oder deren Anwendung rechtfertigen bestreite ich auch garnicht , jedoch müßen Sie mir beipflichten das das nur einige Suren sind die im gewissen zusammenhang zu sehen sind.
    Also es ist nicht die praxis , des normalen Moslems, Morgens beim Frühstück zu seiner Familie zu sagen
    “Und der Kuran sagt uns in der Sure ………, geht raus und schlachtet alle anders Gläubigen ab”
    Diese denke ist aber auch nicht so sehr aus der luft gegriffen.
    Sieht man sich den Nahenosten an , dann ist dieser Schwachsinn dort an der Tagesordnung.
    Nur das sind andere Menschen , wie Ihre Tibeter , Afroamerikaner oder Ureinwohner Amerikas.
    Alle diese Menschen haben eine unterschiedliche Entwicklung und somit auch eine andere Sichtweise bzw. Lebenserwartung.
    Auch hier in Deutschland ist es nicht anders.
    Durch das Dritte Reich ist man nicht in der Lage die Restliche Deutschgeschichte auch nur mal in erwägung zu ziehen.
    Man könnte ja als Nazi verstanden werde.
    Auch das ist nicht erstrebenswert , oder ?

    Und zu letzt zu den Deutschen Tugenden , die Ihnen bestimmt allesamt bekannt sind.
    Zur einer möchte ich mal etwas näher eingehen.
    Der Deutsche ist wie ein Aufziehbares Spielzeug.
    Einmal aufgezogen geht er seinen weg ohne nach links oder rechts nur abzuweichen , oder gar nur mal in betracht zu ziehen.
    Immer in die eine Richtung, und diese ist die Richtige und alle anderen haben unrecht.
    Beispiel dafür gibt es so viele , aber schauen Sie sich nur den Strassenverkehr mal genauer an.
    Wehen wenn einem die Vorfahrt genommen wird, das kann es doch nicht geben, oder ?

    Mfg

  9. Die Ursache liegt auch doch Im politischen Islam!
    Diese Religion , die eigentlich sehr soziale Religion ist, wird leider von vielen Religionsbaronen für ihre Zwecke missbraucht! Ausserdem vieles veraltet , nicht mehr zeitgemäss im Islam. Man muss den reformieren. Was zur Zeit immer noch Tabu ist. Aber die Muslime werden dann immer Radikale, wenn sie und ihre Länder erniedrigt, ausgegrenzt und nicht ernstgenommen werden. Also Keine Ausgrenzung der anders denkender und gläubiger Menschen. Im Islam gibts auch verschiedene Strömungen. Z.B. Alewiten, die sind wieder toleranter und weltoffener wie demokratische, progressiver Teil der Sünniten. Für ein friedliches und konfliktfreies Miteinender in Deutschland muss auf beiden Seiten ein Umdenken in Köpfen stattfinden.
    Friedvolle und geschwisterliche Tage!

  10. Politischer Islam - das ist eine Dopplung. Der Islam ist auch eine politische Weltanschauung !
    Das sie sehr sozial sein soll, bezweifel ich sehr stark !
    Reformieren lässt sich der Islam nur schwierig - man müsst den Koran revidieren, und das geht wohl kaum.
    Die Geschichte lehrt doch eigendlich eher, das Muslime militant werden, wenn sie das gefühl haben, gewinnen zu können. Sind sie hingegen chanzenlos, fügen sie sich in ihr Schicksal ( Kismet ) und warten auf bessere Zeiten.
    Welches Umdenken muß denn in deutschen Köpfen statt finden ?

    Grüße

    Achim

  11. Zum Thema : sprinter hat schon alles gesagt, ich bitte nur, zusammenfassen zu dürfen, mit einem Zitat :

    Sokrates sprach vor 2300 Jahren :

    “Alle Korinther sind Lügner. Also stammen alle Lügner [der Welt] aus Korinth. Oder ?”

    alle die Sorgenkinder und Störenfriede sind Migranten aus Anatolien, Kurdistan, Weißrussland, der Ukraine, Serbien, albanien, Palästina, dem Iran. Und sie haben einen gemeinsamen Nenner, die islamische Kultur, deren fundament die islamische religion ist, aber nur das fundament und nur bindend einen gewissen Prozentsatz. Gleichzeitig aber haben sie andere Gemeinsamkeiten, sind Autofahrer, Fußballfans oder Briefmarkensammler, gehören also zu irgend einer community.

    Kennzeichnend für Menschen aus anatolien, Kurdistan, dem Iraq, Afghanistan ist der Patriarchalismus und der Machismus, die oben beschriebenen Verhaltensweisen und Familientraditionen stimmen schon, aber nicht weil es Muslime sind, sondern weil sie Kurden sind. Oder Afghanen.

    Die Störenfriede sind einfach Orientalen und pflegen orientalische sitten und Verhaltensweisen. Das Kopftuch zum Beispiel ist keine theologische angelegenheit, ist kein koranisches Postulat, es ist ein orientalisches Kleidungsstück,; auch in der Estremadura, im Alentejo und in Nordgriechenland tragen es die alten Weiber auf dem Land.
    Wenn junge Mädchen nicht mit halbnackten Jungen ins Schwimmbad wollen, so ist das kein religiöses Gebot, das Wort “schwimmen” kommt unter den 175.240 Wörtern des Korans nicht vor, so geht das auf ihre weibliche Schamhaftigkeit zurück, die in ihrer orientalischen Familientradition tief verwurzelt ist.
    Nicht alle Muslime sind von Natur aus Radaubrüder. Unser Welthistoriker und Islamexperte Achim irrt sich, wenn er mit einem blick über den ganzen globus schweift und Afrika einschließt, womit er wohl Schwarzafrika meint. Die fleißigen Malier, die Nigerer, die Burkinabé, die Nordkameruner und die Bamoun, die Senegalesen sind lebensfrohe Muslime und machen keinen Stunk und brauchen keine Integration, die können ja alle gut Französisch, in Frankreich sind die mehrheitlichen Malier eher die privilegierten Opfer von Polizeiterror. Nur in Norrdnigeria sind einige Bundesstaaten vom Wahabismus vergiftet, mit Hidjab und privaten, illegalen Scharia-”Gerichten”, die es bisweilen in den Fingern juckt, die gute alte jüdische Sitte der Steinigung zu praktizieren (s. AT, Leviticus, Buch 19).

    Was die Handreichung angeht, deuten schon die Ausdrücke Dar-al Harb und die mehrfache Nennung der Schariaeiner anachronistischen Kuriosität der Rechtsgeschichte des Orients auf das, was die christlichen Autoren als Islam verstehen : die sunnitische Orthodoxie, deren wesentlicher theologischer Inhalt im Hidjab und im Wegwerfen von Musik-CDs besteht.
    Ich kenne auch die Quelle unseres Islamkenners Achim, wenn er von Kismet spricht : das stammt von Karl May, einem evangelischen Autor, der für katholische Blätter schriebund wegen seines späteren Synkretismus auf den Index libroorum prohibitorum kommen sollte wie auch das berüchtigte Buch seines österreichischen Bewunderers. Karl May mochte die Osmanen nicht, er veräppelte sie, und die Neger auch nicht, edel waren die Araber und die Indianer. Ich wette, der Islamexperte Achim kann heute noch die ganze Genealogie des Hadj Halef Omar auswendig, das gehört zur Prüfung im Fach Islamkunde

    Wie Yussuf schrieb, wir hätten gerne befugte Stimmen gehört, die von Muslimen, die von aleviten, Ahmadis und Ismaéliten.
    Kleine Berichtigung, Coskun : Das erste Frauenwahlrecht gab es kurze Zeit 1776 in New Jersey,später in Wyoming, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Neuseeland und Australien. Das erste europäische Land war das russische Großfürstentum finnland 1906. Die deutschen Frauen bekamen es 1918 und übten es 1919 erstmals aus. Die türkischen Frauen bekamen das aktive Wahlrecht 1930, das passive 1934. Sie verwechseln die deutschen Frauen mit denen von Frankreich, die bekamen es bei der Befreiung von den Deutschen 1944, die Belgierinnenund Italienerinnen 1946. Übrigens entzogen die Nazis bei der Machtergreifung den Frauen das passive Wahlrecht, nun, der H. konnte es mit den Weibern nicht so recht…
    Ich habe selbst in der Schweiz 1973 erlebt, wie die letzten Frauen das Wahlrecht bekamen, das war in einem kleinen Graubündner Kanton. Die Verweigerung hatte einen materiellen Grund : zur Landgemeinde mussten sämtliche stimmberechtigten Männer auf dem mit Seilen abgeschlossenen Marktplatz anttreten, und zwar obligatorisch bewaffnet. Das war recht lustig, für den Außenstehenden, die modern gekleideten Bürger und Bauern mit umgeschnalltem Säbel, Degen, einem Spieß oder einem Karabiner. Frauen aber tragen Handtaschen, wie hättte das ausgesehen, Dirndl mit Säbel. 1984 bekamen dann die Frauen von Appenzell Innerrhoden das Wahlrecht, 1984 die von Liechtenstein.
    Sinken Sie nicht in den Boden , lieber Coskun, aus ehrfurcht vor soviel Gelehrtheit, ich hab nur eben mal in der Wikipedia nachgeguckt. Das von den türkischen und den französischen Frauen wusste ich gleichwohl auswendig.

    lG Francis Scchmit

 

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