Distanz zu Ausländern bei Unionswählern größer

30. April 2006 | Von E. S. | Kategorie: Leitartikel | Keine Kommentare | Artikel versenden

Die Distanz der Bundesbürger gegenüber ausländischen Mitbürgern ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen: Nach 33 Prozent vor knapp fünf Jahren sehen heute 54 Prozent der Deutschen in den hier lebenden Ausländern eine “Gefahr der Überfremdung”. Demnach sprechen nur noch 38 Prozent eher von einer “kulturellen Bereicherung” durch Ausländer. Bei Unionsanhängern konstatiert eine klare, bei den Linkspartei- und FDP-Anhängern eine leichte Mehrheit die “Überfremdungsgefahr”, für SPD- und insbesondere für Grünen-Anhänger überwiegt die “kulturelle Bereicherung”.

Da fallen mir sofort die Worte von Herrn Schäuble von vor ein Paar Tagen ein: “Das Zusammenleben mit Muslimen muss praktiziert und erwünscht sein”, sagte er. Die Deutschen müssten begreifen, dass hier lebende Ausländer keine Bedrohung seien. “Wenn wir ein Miteinander leben, sind Ausländer eine Bereicherung.”

Ihre Wähler sind anderer Meinung, Herr Schäuble, was wiederum allein auf Ihre Politik zurückzuführen ist. Wie kann ich, Bürger, Sie, Herr Innenminister, noch ernst nehmen?

Ekrem Senol - Köln, 30.04.2006

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