Viele Türken haben ein Problem mit Inländern

20. Februar 2008 | Von E. S. | Kategorie: Gesellschaft | 59 Kommentare | Artikel versenden

meint Hugo Müller-Vogg in einem Gastkommentar in der Bayernkurier. Er stellt sich vor, wie es wäre, wenn in Ludwigshafen bei einem Brand neun Italiener, neun Polen oder neun Amerikaner umgekommen wären. Seiner Meinung nach hätte Entsetzen und Trauer geherrscht. Aber das Unglück hätte keine Diskussionen über Ausländer und Integration ausgelöst. Daher zeige der Brandfall in Ludwigshafen vor allem eines: Wir (die Deutschen) hätten in diesem Land kein generelles Ausländerproblem. Viele Türken hätten vielmehr ein Problem mit den Inländern.

Viele von ihnen leben bewusst in einer Parallelgesellschaft, schotten sich ganz gezielt von den Deutschen ab, verweigern jede Form der Integration. Zur deutschen Außenwelt nehmen sie nur Kontakt auf, wenn dies unumgänglich ist: Arbeitsplatz, Schule, Sozialamt.

Arbeitsplatz, Schule, Sozialamt? Hat Herr Vogg nicht etwas vergessen? Das Finanzamt!

Die türkischen Selbständigen haben … hinsichtlich der primären wirtschaftlichen Indikatoren enorme Zuwächse zu verzeichnen. Die türkischen Selbständigen gaben für 2004 ein durchschnittliches jährliches Umsatzvolumen von 457.000 Euro an. … Der Gesamtumsatz aller türkischen Selbständigen erreichte 2005 die Größenordnung von 29,5 Mrd. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

Es geht aber weiter:

Die deutsche Diskussion dreht sich noch immer um die Frage, ob wir eine multikulturelle Gesellschaft sind oder eine christlich-abendländische, ob wir uns als Einwanderungsland verstehen oder als Integrationsland. Das alles lässt sich auf Akademie-Tagungen theoretisch erörtern. Die viel wichtigere Frage ist aber eine andere: Wie gehen wir mit den türkischen Zuwanderern um, die eine neue deutsche Teilung wollen - in einen deutschen und einen türkischen Teil?

Türken, die eine neue deutsche Teilungen wollen? Mal angenommen - Tagträume eben -, man könnte diese Unterstellung der Mehrheitsbevölkerung tatsächlich glaubhaft vermitteln, könnte man sicherlich noch so manches Aufenthaltsgesetz an der Verfassung vorbei begründen und verabschieden. Zum Glück sind das aber Phantastereien nur eines Herrn Vogg, wäre da nicht die CSU, die diesen Artikel durch die Veröffentlichung in Volltext auf der Homepage der CSU zu Eigen macht.

PS: Vielen Dank an JurBlog-Kommentator Tuotrams für den Hinweis!

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59 Kommentare
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  1. Aber das Unglück hätte keine Diskussionen über Ausländer und Integration ausgelöst.

    Tja, damit hat er eigentlich recht. Eine Diskussion über “Integration” ist natürlich vollkommener Mummpitz, wenn die zu integrierenden im Schlaf verbrannt werden.. Höchstens sollte es um die Integration der Brandleger gehen. “Türken” haben sich ja nicht zu integrieren, um nicht verbrannt zu werden, sondern dieses Recht sollten sie fordern können, auch WENN sie sich abschotten und Parallelgesellschaften bilden wollten! Dass aber Herr Müller-Vogg aus der Forderung der “Türken” (nicht verbrannt zu werden) eine Inländerfeindlichkeit strickt, ist so perfide, als hätte gesagt, die wären selbst daran schuld..

    Igitt!

  2. Einen dämlicheren aber auch gefährlichen Artikel wie diesen von Herrn Vogg habe ich selten gelesen.

    Teilung Deutschlands in einen deutschen und türkischen Teil?

    Der Tenor des Artikels von Herrn Vogg ist es einen Keil zwischen die Menschen zu treiben und Ängste zu schüren

    Möglicherweise schwebt Herrn Vogg indzident auch eine Ghettosierung von Migranten in Lager vor.

    Warum nur drängt sich mir bei dem Artikel von Herrn Vogg der Vergleich mit der Situation der Juden ab 1933 auf.

    Wurden diese nicht auch zunächst stigmatisiert.

    LI

  3. Wie weit soll das noch gehen?

    Ich bin nur gespannt was als Nächstes noch uns vorgehalten werden wird. “Die haben doch selber Schuld, wenn die auch in Deutschland leben wollen. Deutschland ist eben ein heißes Pflaster”, wird bestimmt noch kommen!

    Ees gibt eben auch geistige Brandstifter. Diese meisten Medien der BRD sind mittlerweile im Gleichklang, von linksbis rechts! Nur Wahrhaben wollen wir das immer noch nicht!

    Irgendwann gewinnt der Satz frei nach von Heinrich Heine wieder an Gewicht:

    “Denk ich an Deutschland, dann bin ich um meinen Schlaf gebracht.”

  4. Was mich bedenklich stimmt ist, dass die CSU so einen Artikel auf seine Homepage setzt und es verbreitet.

  5. Warum die Aufregung, “wie man in den Wald hineinruft…”

    Die extrem feindselige Haltung der türkischen Medien und eine immer offenere Ablehnung jeglicher Integration von Personen aus dem islamischen Kulturkreis werfen halt Fragen auf.

    Nicht nur bei Migranten aus der Türkei wird man in Zukunft eben etwas genauer hinsehen.

  6. @ Tuotrams

    Würdest Du bitte einmal begründen, woher Du die Erkenntnis hast, dass Integration von Personen aus dem islamischen Kulturkreis ablehnen.

    Hat sich in den letzten Wochen und Monaten irgendetwas vollzogen, was ich nicht mitbekommen habe? Hat sich überhaupt etwas verändert? Oder handelt es sich bei diesem von Politikern und Medien verbreiteten “Integrationsunwilligkeit” um einen neuen Zeigefinger, mit der man auf die anderen zeigen kann, um eigene Defizite zu verdecken?

    Woran machen sie die Integrationsunwilligkeit fest? Ich versuche nur zu verstehen. Es gelingt mir aber nicht. Um Hilfe wird gebeten.

  7. @E.S.

    z.B. sind Übergriffe auf Sanitäter, Feuerwehr und Polizei keine Seltenheit, das gesamte Ausmass wird hier von den Medien immer noch unter den Teppich gekehrt.

    Da fragt sich doch jeder normale Mensch, was ist da los, wie sehr muss man hassen und dieser Gesellschaft mistrauen.

    Jahrzehnte lang hat man sich von deutscher Seite nicht um die Lebenswirklichkeit der Migranten gekümmert/geschert. Jetzt schaut man genauer hin und stellt fest, überall wo man hinsieht nur triefender Hass.

    Hass auf Meinungsfreiheit, Hass auf den Rechtsstaat, Hass auf die Demokratie, Hass auf “Ungläubige”, Hass auf den Westen, Hass auf die USA, Hass auf Suniten, Hass auf Schiiten, Hass auf Kurden, Hass auf Juden, Hass auf Afrikaner, Hass, Hass, Hass,…

  8. @ Tuotrams

    Seien wir mal ehrlich. Angriffe dieser Art gab es immer. Nur schreiben es die Medien wohl auch deshalb nicht. Jeden Tag ein Vorfall dieser Art würde die Titelseite erheblich strapazieren. Diese sind aber sicher nicht nur auf Ausländer zu beschränken.

    Der Hass von der Du sprichst ist größtenteils projiziert aber nicht Existent. Weder gibt es Hass gegen die Meinungsfreiheit noch auf den Rechtsstaat oder auf die sonstigen Punkte. Im Gegenteil: Insbesondere Türken sind vom deutschen Rechtstaat mehr als überzeugt. Es gibt allenfalls unterschiedliche Verständnisse, die aber größtenteils unwesentlich sein dürften. Du würdest Dich wundern, wenn Du wüsstest, wie sehr sich die Ansichten mit der der Mehrheitsgesellschaft decken.

    Letztlich ist vielleicht noch erwähnenswert, dass viele Menschen lediglich das Produkt der täglichen Informationen sind, die ihnen serviert werden. Du bist das Beste Beispiel. Du siehst nur noch Hass, Hass, Hass nur weil seit einiger Zeit Medien genau das suggerieren.

    Ich jedenfalls erkenne in der Breiten Masse kein Hass. Ich sehe meist Menschen, die in Frieden und Harmonie ihr Leben leben wollen. Dazu gehört der Wunsch nach Arbeitsplatz, guter Nachbarschaft und eine gute und gesicherte Zukunft für ihre Kinder. Hass sehe ich jedenfalls nicht.

    Sehen wir in andere europäische Staaten, in denen ebenfalls viele Ausländer leben, erkennen wir ganz andere Probleme, die weit über dem liegen, als unsere, mit denen wir uns aber paranoid machen.

    Lesenswert: Deutschland ist Dank Türken eines der sichersten Länder der Welt.

  9. Dieser Juroblog ist eindeutig pro Türkisch gestimmt vor allem wird von dem Betreiber E.S. nur Positives über die Türken und die Türkei erzählt aber alles negative wird hier unter den Teppich gekehrt.

  10. @Daniel

    der CSU Blog ist pro CSU
    der SPD Blog ist pro SPD
    der Gewerkschaftsblog ist pro Gewerkschaft
    der CDU Blog ist pro CDU
    der italienische Blog ist pro Italien
    der griechische Blog ist pro Griechenland
    usw. usw. usw. usw.

    wo ist das Problem.

    was paßt Dir also nicht, etwa die Frechheit, daß auch Migranten eine Meinung haben

  11. bleib cool.
    ioch hebe nichts gegen die meinung einer anderen person egal mit welchem hintergrund.
    Aber hier wird vorgegeben, sonhabe ich zumindest das gefühl, das die Themen von allen seiten betrachtet werden sollen, aber hier wird vom Betreiber des Forums nur eine und zwar nur seine Seite Positiv dargestellt wird. Wenn das hier eine Seite für Türkische Werbung ist sollte das zuminestens erwähnt werden.

  12. Daniel, sehr richtig, ich habe den eindruck hier geht es nur um gute türken und böse deutsche. sicherlich wurden auf beiden seiten fehler gemacht, aber anstatt, dagegen was zu tun wird das misstrauen geschürt. manch spruch in kommentaren von türkischer (nationalismus-) seite (teils auch von deutscher), könnte umgemünzt auch von der NDP stammen.

  13. So sieht es aus. Woran man Integrationsunwillen festmachen kann? Was ist mit den jüngsten Vorschlägen, türkische Schulen und Universitäten in Deutschland zu errichten? Ich zitiere mal Erdogan: “Die Demokratie ist nur der Zug, der uns zu unserem Ziel bringt…” In der Tat wäre jetzt auch noch das obige Zitat von Heine angebracht. Wie ignorant kann man eingentlich sein?

  14. @ Daniel, jens & A.B.

    Ihr seid neu hier, oder?

  15. E.S. du bist Türke oder?!

  16. @ Daniel

    E.S. du bist Türke oder?!

    Das beantwortet meine Frage, ob Du neu hier bist, vortrefflich ;) Danke!

    Deine Frage kann ich leider nicht so präzise beantworten, da es auf den Betrachter und auf die Wissenschaft ankommt:

    Für einige Leser hier bin ich Türke, für andere Deutscher und für einige andere keines vom beidem.

    Für Juristen bin ich Deutscher, für Soziologen womöglich Türke und für Politiker sicherlich keines vom beidem oder in letzter Zeit doch beides.

    Das Nichtbeantwortenkönnen ist das Hauptproblem des Integrationsproblems. Hier wird versucht, die Themen mal juristisch, mal soziologisch und mal politisch zu erörtern. Manchmal auch humorvoll :) Beim letzteren spielt die Frage, ob ich Türke bin oder nicht, aber keine Rolle. Lachen tut jeder.

    Ob das alles hier einseitig ist, hängt dann wohl ganz vom Fach oder der Lesergruppe ab, dem Du angehörst. Betrachte das ganze aber mal Fach- oder Gruppenübergreifend - über den Tellerrand hinaus - dürfte die Einseitigkeit zunehmend schwinden.

  17. dann Präzisiere ich mal meine Frage^^. Haste Türkische Eltern, Vorfahren, etc. oder Deutsche.

  18. neu nur was kommentare angeht.

  19. @ Daniel

    Ausdrücklich: Ich bin türkischer Abstammung.

    @ jens

    Die Kommentare hier sind in der Tat teilweise nicht schön, sowohl von Türken als auch von Deutschen. Lässt sich leider aber auch nicht immer vermeiden. Alles in allem habe ich aber schon den Eindruck, dass man sich hier ordentlich austauschen kann, sofern man gewillt ist. Ist jedenfalls mein Eindruck.

  20. Hallo,

    die teilweise recht offene Feindseligkeit einiger hier schreibender gegen den Staat, in dem sie leben bzw. gegen die, die die diesen Staat regieren, ist schon erstaunlich. Für mich stellt sich die Frage nach dem “Warum”. Solche extrem tumben Ausfälle wie angestrebte “Ghettoisierung von Migranten” und der Vergleich mit 1933 verursachen bei mir einen heftigen Brechreiz. Schade, daß der Blogbetreiber diese Kommentare nicht kommentiert. Da gewinnt man schnell den Eindruck, dieser Blog ist nichts weiter als das andere Extrem von PI. Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt.

    Die armen, ghettoisierten, diskriminierten, nicht deutschstämmigen sollten einfach mal in Ruhe und ohne Hass darüber nachdenken, ob z.B. “Ghettos” wie Berlin/Kreuzberg wirklich von der bösen CDU/CSU angestrebt werden oder ob es die arme, geschundene und vom Finanzamt ausgepresste türkische/türkischstämmige Bevölkerung vielleicht selbst eingerichtet hat.

    Und wenn man dann schon bei der ganzen Diskriminierungsleier ist, kann man gleich noch weiterüberlegen, ob es einem nur deshalb so schlecht geht, weil man den eigenen Ar… nicht bewegt kriegt und lieber nur ‘rumjammert.

    Und bevor man so extrem dämliche Beispiele wie 1933 bringt, sollte man vorher vielleicht zu einem Arzt seines Vertrauens gehen und seinen allg. Gesundheitszustand untersuchen lassen. Kann ja sein, das da im Bereich über dem Hals einige Dinge bei der ganzen Diskriminierung durcheinandergeraten sind.

    Gruß

  21. PS: Viele Türken haben ein Problem mit Inländern

    Dieser Meinung bin ich auch.

    Gruß

  22. @ Boo

    Die armen, ghettoisierten, diskriminierten, nicht deutschstämmigen sollten einfach mal in Ruhe und ohne Hass darüber nachdenken, ob z.B. “Ghettos” wie Berlin/Kreuzberg wirklich von der bösen CDU/CSU angestrebt werden oder ob es die arme, geschundene und vom Finanzamt ausgepresste türkische/türkischstämmige Bevölkerung vielleicht selbst eingerichtet hat.

    Es geht nicht um die Union oder sonstwen. Mir ist die Union in vielen Punkten sympathischer als andere Parteien. Wenn eine CSU so ein Artikel aber sich zu Eigen machen kann, dann ist jede Kritik berechtigt.

    Ansonsten geht es geht ganz überwiegend um einzelne Punkte. Fakt ist, dass die CDU mit Helmut Kohl Deutschland lange genug regiert hat. Die heutigen Stadtteile, in denen überwiegend Ausländer leben wurden damals von der Regierung extra für Ausländer geschaffen.

    Gehen Sie in eines dieser Viertel und fragen Sie mal nach den (Ex)-Eigentümern der grauen Wohnblöcke. Meist gehörten sie produzierenden Unternehmen oder staatlichen Wohnungsbaugesellschaften. Dort sollten Migranten, nicht weit weg von der Arbeit unterkommen.

    Sowohl der Staat als auch die Migranten haben ihren Teil über Jahre hinweg beigetragen. Und wenn das hier erwähnt wird, streuben Sie sich sofort dagegen. Machen Sie sich mal auf die Suche und finden einen Zeitungsartikel, der über diese Hintergründe berichtet im Zusammenhang mit Ghettos.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Sie den Inhalt der Kommentare hier nicht mögen weil sie einseitig sind oder aber weil sie Sie mit einem anderen Blickwinkel konfrontieren, der Ihnen nicht schmeckt. Mainstream gibt es auf Google News genug. Hier wird berichtet, was Migranten bewegt.

  23. Hallo E.S.,

    Zitat: “Meist gehörten sie produzierenden Unternehmen oder staatlichen Wohnungsbaugesellschaften. Dort sollten Migranten, nicht weit weg von der Arbeit unterkommen.”

    Was, bitte schön, ist daran schlecht?!

    Erwartet ein Migrant gehobene Mittelklasse oder Villa?

    Genau das scheint mittlerweile ein gewaltiges Problem: weil dem Migranten nicht die Gastgeberwelt zu Füßen liegt, wird halt auf üble Weise auf den Gastgeber geschimpft.

    Ganz kurz zu meiner Vita: ich habe ein Abendstudium absolviert, d.h. tagsüber Maloche, abends lernen, 5 Jahre lang. Das Ganze auf 28 m² mit Frau und Kind im grauen Einheitsblock - schön nah an der Firma - und ich war froh drüber. Aber das scheint heute schon ein dicker Minuspunkt in gewissen Kreisen.

    Heute muß alles auf dem silbernen Tablett serviert werden, sonst fühlt man sich diskriminiert.

    Ich mag manche Kommentare hier wegen ihrem Inhalt nicht, wegen der Art und Weise, wegen der offensichtlichen Dummheit, die aus vielen spricht und den Schuldzuweisungen an andere. Wer in dieser Gesaellschaft etwas erreichen will, schafft das auch. Wer sich damit begnügt, ständig von Diskriminierung und vom 3. Reich zu schwafeln, wird es nie schaffen. Der ist/wird nicht mal drittklassig. Daran hat aber nicht dieser Staat schuld. Da sollte man sich an die eigene Nase fassen, falls die Hand den Weg dorthin findet.

    Ich kenne Russenghettos in Norddeutschland, die von denen geschaffen wurden, da kommt kein anderer ‘rein. Kreuzberg wurde nicht von Kohl geschaffen. In der Stadt, in der ich lebe, wurden von türkischstämmigen Einwohnern Gebiete geschaffen, in denen vorrangig sie leben. Das hat kein (CDU)-Burgermeister vorgegeben.

    Was einige Migranten hier in diesem Blog bewegt, habe ich auch in diesem Thread gelesen. Und ich frage mich jedes Mal, was die hier eigentlich wollen…

    Gruß

  24. @ Boo

    Lenken Sie nicht vom Thema ab. Es geht nicht um Ansprüche bezüglich der Wohnung. Es geht darum, dass ganze Wohnblocks und Straßen eigens für Migranten gebaut wurden und dies die Ghettoisierung gefördert hat.

    Ganz kurz zu meiner Vita: ich habe ein Abendstudium absolviert, d.h. tagsüber Maloche, abends lernen, 5 Jahre lang. Das Ganze auf 28 m² mit Frau und Kind im grauen Einheitsblock

    Gratuliere! Ich wünschte, jeder würde so viel Engangement zeigen.

    Heute muß alles auf dem silbernen Tablett serviert werden, sonst fühlt man sich diskriminiert.

    Auch darum geht es nicht. Es geht allenfalls um Chancengleichheit. Ist hier aber auch kein Thema.

    Ich mag manche Kommentare hier wegen ihrem Inhalt nicht, wegen der Art und Weise, wegen der offensichtlichen Dummheit, die aus vielen spricht und den Schuldzuweisungen an andere.

    Ich mag auch nicht alle Kommentare.

    Wer sich damit begnügt, ständig von Diskriminierung und vom 3. Reich zu schwafeln, wird es nie schaffen. Der ist/wird nicht mal drittklassig. Daran hat aber nicht dieser Staat schuld. Da sollte man sich an die eigene Nase fassen, falls die Hand den Weg dorthin findet.

    Auf Diskriminierung hinzuweisen ist nicht nur richtig sondern notwendig, damit diese erkannt und hoffentlich beseitigt werden. Der Hinweis auf Diskriminierung ist aber auch keine Aufforderung, nichts zu tun. Im Gegenteil. Gegen Diskriminierung muss man sich doppelt und dreifach anstrengen.

    Kreuzberg wurde nicht von Kohl geschaffen.

    Polemisieren Sie nicht! Das hat niemand behauptet. Was zutreffend ist, dass Kohl lange genug an der Spitze war und hätte etwas dagegen unternehmen können. Aber nein, Deutschland war ja nie ein Einwanderungsland und Gastarbeiter würden früher oder später sowieso zurückkehren. Das war ein schwerer Fehler über die gesamte Zeit seiner Kanzlerschaft.

    Und zum letzten Absatz: Ich frage mich auch manchmal, wieso sie alles in den falschen Hals bekommen. Ihre Kommentare sind dann auch entsprechend.

  25. Hallo E.S.,

    bitte entschuldigen Sie die späte Antwort, ich bin momentan etwas in Zeitnot.

    Zitat:
    “Lenken Sie nicht vom Thema ab. Es geht nicht um Ansprüche bezüglich der Wohnung. Es geht darum, dass ganze Wohnblocks und Straßen eigens für Migranten gebaut wurden und dies die Ghettoisierung gefördert hat.”

    Ich persönlich kenne keine Straßen oder Wohngegenden, die extra für Migranten geschaffen wurden. Ich kenne aber Gegenden, die von Migranten als bevorzugte Wohngegend übernommen wurde. Die Deutschen dort sind nach und nach weggezogen. Jetzt bin ich mal gespannt, ob Sie das den Deutschen auch zum Vorwurf machen.

    Mit meinem Beispiel wollte ich Ihnen lediglich klarmachen, daß man etwas erreichen kann, wenn man will. Und in meinem persönlichen Umfeld haben daß auch nicht deutschstämmige geschafft bzw. arbeiten daran. Von denen höre ich allerdings nicht dieses Blabla a là LI, die schämen sich eher für solches Geseire.

    Was meinen Sie mit Chancengleichheit? Sie erwarten, daß jeder in diesem Land die gleichen Chancen hat? Glauben Sie, jeder Deutsche hat die gleichen Chancen? Und jeder Migrant müsste demzufolge die gleichen Chancen haben wie ein Deutscher? Meinen Sie wie ein reicher Deutscher? Oder wie ein Hartz IV-Deutscher? Nein - bestimmt wie eine reicher Deutscher!!!

    Jeder in diesem Land hat die gleichen Chancen - er hat nämlich seine Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wenn er diese nicht nutzt, ist es völlig egal, ob er Ausländer oder Deutscher ist. Darum geht es, um nichts anderes. Wenn man noch nicht einmal die Sprache seines Gastlandes vernünftig lernen will, vergibt man sich von vornherein schon viele Möglichkeiten. Daran ist aber nicht der Staat oder das dritte Reich schuld. Es ist schlicht und ergreifend eigene Faulheit, Dummheit und Arroganz.

    In diesem Land habe ich noch keine Diskriminierung erlebt. Im Gegenteil, Einwanderen geht es hier, im Vergleich zu anderen Ländern, sehr gut. Vielleicht ist es zum Teil ein sehr hoher Anspruch der Einwanderer, der ihnen das Leben schwer macht. Ohne Sprachkenntnisse, mit Religionsvorstellungen, die mit hiesigen Demokratieverständnissen kollidieren und Lebensgewohnheiten, die nicht unbedingt denen deutscher entsprechen, in einem Land leben, von diesem Geld und Zuwendung erwarten und dann von Diskriminierung zu reden finde ich ziemlich dreist. Keine Pflichten, aber gleiche Rechte.
    Dies gilt natürlich nicht für alle Einwanderer. Mir persönlich ist es eigentlich recht wurscht, wo jemand herkommt. Mancher Bayer ist mir fremder als Göran, ein Meister in meiner Firma.

    Was Kohl und seine Truppen nicht geschafft haben, ist dann wahrscheinlich aus Ihrer Sicht Rot/Grün gelungen?

    Das Sie mir Polemisierung vorwerfen, finde ich echt witzig.

    Gruß,
    Boo

  26. Ändern und komplett anpassen an die traditionsreiche deutsche Kultur müssen sich die Ausländer und Eingebürgerten, nicht die seit mindestens fünf Generationen hier ansässigen Stamm-Deutschen. Da warten auf diese noch große Aufgaben!

  27. @ Boo

    Ich persönlich kenne keine Straßen oder Wohngegenden, die extra für Migranten geschaffen wurden

    Ich schon.

    Ich kenne aber Gegenden, die von Migranten als bevorzugte Wohngegend übernommen wurde.

    Ich auch! Dort, wo man es sich leisten konnte.

    Die Deutschen dort sind nach und nach weggezogen.

    Die Türken konnten nicht weg, weil sie keine Wohnung vermittelt bekommen haben.

    Mit meinem Beispiel wollte ich Ihnen lediglich klarmachen, daß man etwas erreichen kann, wenn man will.

    Stimmt. Jeder kann was erreichen, wenn er will und sich bewegt.

    Was meinen Sie mit Chancengleichheit? Sie erwarten, daß jeder in diesem Land die gleichen Chancen hat? Glauben Sie, jeder Deutsche hat die gleichen Chancen? Und jeder Migrant müsste demzufolge die gleichen Chancen haben wie ein Deutscher? Meinen Sie wie ein reicher Deutscher? Oder wie ein Hartz IV-Deutscher? Nein - bestimmt wie eine reicher Deutscher!!!

    Weder noch! Mit Chancengleichheit meine ich zumindest keine Benachteiligung aufgrund des Herkunfts, der Abstammung oder Religion.

    In diesem Land habe ich noch keine Diskriminierung erlebt.

    Das freut mich. Allerdings hat diese Erkenntnis kein Aussagekraft.

    Was Kohl und seine Truppen nicht geschafft haben, ist dann wahrscheinlich aus Ihrer Sicht Rot/Grün gelungen?

    Nö! Habe ich nie behauptet. Die waren Kohl aber um eines voraus: Die wussten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.

  28. Wir Exiltürken müssen uns in Deutschland schon der hier herrschenden Kultur anpassen und unsere ursprüngliche zunehmend, je länger wir hier leben, aufgeben. Das hat meine Familie getan, ebenso bin ich Christ und liebe diese Religion der Nächstenliebe und des Vergebens als wunderbare Grundlage des Zusammenlebens, daher bin ich auch sehr glücklich in Deutschland.

  29. @Hakan,

    ich freue mich ehrlich für Sie, daß Sie hier glücklich sind. Damit haben sie sogar vielen Deutschen etwas voraus, die nur meckern.

    Ich würde aber nie von einem Einwanderer verlangen, daß er seine Kultur aufgibt - solange sie im Einklang mit den hier geltenden Gesetzen steht. Im Gegenteil - die Kultur, und da klammere ich die Religion einmal aus, kann durchaus eine Bereicherung bedeuten.

    @E.S.
    ehrlich gesagt, mag ich solche Ping-Pong-Diskussionen nicht.

    Mal angenommen, es gibt Siedlungen, die extra für Migranten gebaut wurden - was ist daran schlecht? Wenn keine gebaut würden, wäre das Geschrei doch auch groß, oder? Sollen ein paar Deutsche ihre Wohnungen verlassen, damit Zuwanderer sie nutzen können?

    “Die Türken konnten nicht weg, weil sie keine Wohnung vermittelt bekommen haben.”
    Herrje, was ist das denn?

    In meiner Stadt gibt es eine Gegend mit kleinen Einfamilienhäusern (!), in denen Einwandererfamilien leben. Die Wohnungen rund um dieses Gebiet werden langsam leer bzw. von Mietsuchenden gemieden. Dreimal dürfen sie raten, warum.
    Ich helfe mal etwas: es ist nicht wegen des Aussehens der Einwanderer und auch nicht wegen der Namen… :-)

    “Die [Rot/Grün] waren Kohl aber um eines voraus: Die wussten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.”

    Und - was hat es gebracht?

    Gruß

  30. Zuwanderer haben sich vollkommen der Kultur ihres Ziellandes anzupassen, auch Türken in Deutschland, ansonsten müssen sie sich fragen, was sie in Deutschland wollen und können ja gleich zu Hause bleiben.

  31. @ Boo

    Mal angenommen, es gibt Siedlungen, die extra für Migranten gebaut wurden - was ist daran schlecht?

    Sie verstehen nicht. Es geht nicht um gut oder schlecht. Ich sagte bereits einmal, dass beide Teile etwas davon hatten. Das war damals eine win-win-Situation. Darum geht es aber nicht. Es geht vielmehr darum, dass Migranten Ghettoisierung vorgeworfen wird ohne einmal zu erwähnen, wer sie dorthin gesetzt hat.

    “Die Türken konnten nicht weg, weil sie keine Wohnung vermittelt bekommen haben.”
    Herrje, was ist das denn?

    Was das ist, können Sie hier nachlesen: Wohnungsgesellschaft vermietet Wohnblocks ethnisch getrennt in Zeiten des nationalen Integrationsplans und Türken am Wohnungsmarkt stark diskriminiert!

    Sicher, wer unbedingt weg will kommt auch weg. Allerdings sind das Faktoren, die ungemein frusten und zur Aufgabe führen können. Ich sage nur, dass man diese Faktoren immer mit berücksichtigen muss, wenn man Türken Ghettoisierung vorwirft.

    Dreimal dürfen sie raten, warum.
    Ich helfe mal etwas: es ist nicht wegen des Aussehens der Einwanderer und auch nicht wegen der Namen… :-)

    Ich kann Ihnen sagen warum. Weil es eine Gegend ist, in der wohl nur Ausländer wohnen. Niemand würde wegziehen, wenn der Anteil der Ausländer in der Gegend annähernd dem der Bevölkerung entsprechen würde, wie hoch auch immer. Das müsste der erstrebenswerte Zustand in den Städten werden ohne dass es einer besonderer Erwähnung bedarf weil es selbstverständlich ist.

    Was Rot/Grün angeht: Ich bin kein Verfechter dieser Parteien. Was diese beiden Parteien geleistet haben, kann man nicht in Zahlen beziffern. Sie waren über viele Jahre hinweg, ob nun wirklich oder scheinheilig, die einzigen Parteien in Deutschland, die Migranten das Gefühl vermittelt haben, dass es auch Politiker gibt, die sich für ihre Belange einsetzen auch wenn es mit mäßigem Erfolg gekrönt ist. Migranten wären heute beispielsweise noch ablehnender gegenüber der Politik und Gesellschaft, wenn es sie nicht gegeben hätte. Allein ein Cem Özdemir hat so vielen Migranten die Augen geöffnet. Sie können dem jetzt so vieles entgegenhalten. Bitte! Beweisen kann man meine Behauptung nicht.

    Was man aber beweisen kann ist die Tatsache, dass konkrete Integrationsfördernden Maßnahmen hätten schon viel früher begonnen werden müssen. Das reicht zurück bis in ersten Jahre Kohls als Kanzler. Damals fand der Wandel vom Gastarbeiter zum dauerhaft in Deutschland lebenden Ausländern statt. Erkennen wollte es Kohl und die Union leider nicht. Im Gegenteil wurde versucht den Türken die Rückkehr schmackhaft zu machen mit Einmalzahlungen aus der Rentenkasse etc. Ebenfalls mit mäßigem Erfolg.

  32. Die Integration müssen in erster Linie wir Zuwanderer leisten, diese mittlerweile schon unverschämten Forderungen vieler an den Staat sind falsch, es ist also unsere Bringschuld, das hat meine Familie verstanden,

  33. Schön, dass die meistens den Artikel gar nicht vollständig gelesen sowie anscheinend auch nicht korrekt erfasst haben:
    Er tätigte keine juristische Aussagen rep forderte er diese, sondern - ich gebe zu ein wenig trivial - einfach das Problem des Zusammenlebens mit den türkischen Mitbürgern dar. Zwar ohne empirischen Datenbefund, doch regt er eifnach zum Nachdenken an.
    Klar, die pseudo-alternativ-korrekten Geister hie runterstellen ihm sofort Rassismus etc, doch haltet ein wenig ein und analysiert objektiv bitte.
    Übrigens gleich mal vorab: Ich habe selbst Verwandte in der Türkei, also bin ich sicherlich kein “Teutscher”, welche man einschlägigen Gesinnung nun zeihen möchte; bin östt. Staatsbürger seit Geburt (Meine Mutter ist Wienerin,mein Vater nicht…und ich habe einen soziologischen beweisbaren Einblick in die türkische Kultur sowohl im Ausland als auch in Österreich und in Deutschland..nur zur Klarstellung, bevor jemand auf schräge Gedanken kommt.

  34. @ Özdemir

    Schön, dass du dich für Integration ausspirchts. Wenn ich dich richtig verstehe gehst du auch davon aus, dass du und deine Familie integriert seid. Zwischen den Zeilen denke ich auch gelesen zu haben, dass du der Auffassung bist, dass viele Ausländer in Deutschland bei der Integration nicht so erfolgreich sind wie du und deine Familie. Ich bitte um Richtigstellung, wenn ich mich in meiner Annahme irren sollte.

    Ich denke, dass du mit deiner privilegierten Stellung in der “Minderheitengesellschaf” einen wirklich äußerst wichtigen Beitrag für die Integration leisten könntest, indem du hier schilderst wieso du der Auffassung bist, dass du und deine Familie integriert seid und die Anderen nicht. Was ist in eurem Verständnis Integration? Ist es ausreichend die Sprache zu sprechen? In einem deiner Beiträge habe ich das Stichwort “Anpassung” gelesen. Wie weit reicht diese gewisse “Anpassung” eigentlich? Wo findet sie ihre Grenzen? Vielleicht etwa im Grundgesetz? Oder ist “Anpassung” mehr?

    Ich denke da beispielsweise an Hernn Beckstein aus Bayern. Integration sei Anpassung im höchsten Maße, habe er mal gesagt. Aber wohin denn? Ist Deutschland eine homogene Erscheinung? Ich höre und lese eigentlich viel über den Begriff “Pluralität”. Im Gegensatz zu totalitären Ideologien seien demnach die bestehenden unterschiedlichen Interessen und politischen Positionen und deren individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation vielmehr erwünscht. Gilt diese Regel für die Türken nicht?

    MfG

  35. Alle Einwanderer müssen sich aus eigener Anstrengung maximalst integrieren, das beginnt bei der Akzeptanz der herrschenden christlichen Religion und Kultur, dem Nichttragen radikaler islamischer Symbole wie dem Kopftuch in der Öffentlichkeit, der Betätigung in hier seit langem tätigen deutschen Sport- und Kultur-Vereinen, das Verstehen und Lieben der deutschen Mentalität und ihre eigene Annahme etc. Denn in den oftmals sehr nationalistischen islamischen Ländern wird wesentlich mehr verlangt, diese Mindestmaß können die Deutschen von uns erwarten.

  36. @ Fatih

    Woher leitest du das alles ab? Nicht aus dem Grundgesetz; soviel steht fest. Darüberhinaus frage ich mich ob du integriert bist? Gemessen am Grundgesetz sicherlich nicht!

    MfG

  37. Einwanderer müssen viel mehr für ihre Integration in Deutschland leisten, wollen sie akzeptiert werden. In der ziemlich nationalistischen Türkei gibt man auch nicht die Kultur, Religion und das gesellschaftliche Leitbild auf, nur weil evtl. Einwanderer ursprünglich andere Mentalitäten haben. Darum nicht immer nur klagen, denn den Eindruck bekommt man hier in diesem blog, dass alle immer nur fordern, selbst jedoch nicht bereit sein, erhebliche Eigenanstrengungen zu leisten, das muss sich beachtlich ändern.

  38. @ Can

    beantworte mir doch bitte die Fragen, die ich an Özdemir gestellt habe. Hier noch einmal:

    Schön, dass du dich für Integration ausspirchts. Wenn ich dich richtig verstehe gehst du auch davon aus, dass du und deine Familie integriert seid. Zwischen den Zeilen denke ich auch gelesen zu haben, dass du der Auffassung bist, dass viele Ausländer in Deutschland bei der Integration nicht so erfolgreich sind wie du und deine Familie. Ich bitte um Richtigstellung, wenn ich mich in meiner Annahme irren sollte.

    Ich denke, dass du mit deiner privilegierten Stellung in der “Minderheitengesellschaf” einen wirklich äußerst wichtigen Beitrag für die Integration leisten könntest, indem du hier schilderst wieso du der Auffassung bist, dass du und deine Familie integriert seid und die Anderen nicht. Was ist in eurem Verständnis Integration? Ist es ausreichend die Sprache zu sprechen? In einem deiner Beiträge habe ich das Stichwort “Anpassung” gelesen. Wie weit reicht diese gewisse “Anpassung” eigentlich? Wo findet sie ihre Grenzen? Vielleicht etwa im Grundgesetz? Oder ist “Anpassung” mehr?

    Ich denke da beispielsweise an Hernn Beckstein aus Bayern. Integration sei Anpassung im höchsten Maße, habe er mal gesagt. Aber wohin denn? Ist Deutschland eine homogene Erscheinung? Ich höre und lese eigentlich viel über den Begriff “Pluralität”. Im Gegensatz zu totalitären Ideologien seien demnach die bestehenden unterschiedlichen Interessen und politischen Positionen und deren individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation vielmehr erwünscht. Gilt diese Regel für die Türken nicht?

    Der Gedanke der Gegenseitigkeit ist hier an dieser Stelle fehl am Platz. Die Integration ist eine deutsche Angelegenheit. Übrigens, die tausenden deutschen Einwanderer in der Türkei haben in Alanya eine Parallelgesellschaft aufgebaut, die mit den Verhältnissen in Deutschland nicht annähernd vergleichbar ist.

    Die Frage, die sich hier vielmehr stellt, ist ob die Forderung nach Integration das Grundgesetz außer Kraft setzt. Das mag ich zu bezweifeln.

  39. @Can

    Korrekt, es ist lächerlich, dass Menschen, welche freiwillig in einen Staat kommen um dort zu leben auch noch von diesem ausschließlich ihre Integration fordern, das ist unlogisch und verrückt, sie müssen selbst beweisen, dass sie hier etwas sinnvolles beitragen und sich integrieren können.

  40. @ Samira

    Zunächst einmal möchte ich hier meine Zufriedenheit ausprechen, wo sich doch so viele Ausländer für die Integration ausprechen. Das bestätigt mich in meiner Annahme, dass die allermeisten Ausländer in Deutschland weitgehend integriert sind.

    Die Forderungen, die über die Integration hinausgehen kann ich jedoch nicht immer nachvollziehen. Deshalb möchte ich auch dich bitten meine Fragen an Can, Özdemir und Fatih zu beantworten. Hier nocheinmal die Fragen:

    Schön, dass du dich für Integration ausspirchts. Wenn ich dich richtig verstehe gehst du auch davon aus, dass du und deine Familie integriert seid. Zwischen den Zeilen denke ich auch gelesen zu haben, dass du der Auffassung bist, dass viele Ausländer in Deutschland bei der Integration nicht so erfolgreich sind wie du und deine Familie. Ich bitte um Richtigstellung, wenn ich mich in meiner Annahme irren sollte.

    Ich denke, dass du mit deiner privilegierten Stellung in der “Minderheitengesellschaf” einen wirklich äußerst wichtigen Beitrag für die Integration leisten könntest, indem du hier schilderst wieso du der Auffassung bist, dass du und deine Familie integriert seid und die Anderen nicht. Was ist in eurem Verständnis Integration? Ist es ausreichend die Sprache zu sprechen? In einem deiner Beiträge habe ich das Stichwort “Anpassung” gelesen. Wie weit reicht diese gewisse “Anpassung” eigentlich? Wo findet sie ihre Grenzen? Vielleicht etwa im Grundgesetz? Oder ist “Anpassung” mehr?

    Ich denke da beispielsweise an Hernn Beckstein aus Bayern. Integration sei Anpassung im höchsten Maße, habe er mal gesagt. Aber wohin denn? Ist Deutschland eine homogene Erscheinung? Ich höre und lese eigentlich viel über den Begriff “Pluralität”. Im Gegensatz zu totalitären Ideologien seien demnach die bestehenden unterschiedlichen Interessen und politischen Positionen und deren individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation vielmehr erwünscht. Gilt diese Regel für die Türken nicht?

    Übrigens bin ich der Meinung, dass nicht nur Ausländer sondern alle Individuen in einer Gesellschaft für das Gelingen des Zusammenlebens beitragen müssen. Insofern ist die Integration auch niemals eine Einbahnstraße. Ich möchte allen deshalb nahelegen die Definition der Integration aus soziologischer Sicht nachzulesen.

  41. Man kann nur hoffen, dass die Problem-Migranten irgendwann aufwachen und in diesem Staat ankommen, sich bilden und integrieren, denn der Staat kann das nicht leisten.

  42. Jana, Matthias, Özdemir, Christoph, Samira, Can, Fatih, Clarissa, Hakan, George, Beatrice, Sarah, Sabine, Pierre und Özcan stehen unter dem Verdacht, ein und dieselbe Person zu sein. Zumindest die IP-Adressen und ein Muster in der E-Mail Adresse legen das nahe. Eine WG mit fast ein Dutzend Leuten mit der selben eingeschränkten Meinung kann ich mir nicht vorstellen. Ich würde ja auf multiple Persönlichkeit schätzen. Aber auch die setzt eine Persönlichkeit voraus.

    Daran sieht man aber, zu was für Methoden einige greifen, wenn Sie mit Verstand nicht weiterkommen. Sie meinen dann, dass Quantität über Qualität steht. Insbesondere die Verwendung von türkischen Namen brachte mich zum lachen. Denn sie wissen nicht, was sie tun! Der trojanische Pferd war ja nur deshalb effektiv, weil niemand den Inhalt bemerkte. Aber hier … :) Auch noch so offensichtlich. Und jetzt kommen bestimmt Kommentare mit wir leben halt zu mindestens 14 in einer WG und lesen alle die gleichen Bücher und denken auch noch alle gleich. Ja, jaaa …

    Falls ich einen von den oben aufgeführten zu Unrecht aufgelistet haben sollte, so tut es mir leid.

  43. Na, ja, vielleicht ist der Absender die bayerische Staatskanzlei, da arbeiten mehr als 14 Personen.

    LI

  44. Wäre ja interessant, wenn die Person auf die Fragen eigehen würde/könnte. So hätte sich herausgestellt, ob er/sie durch die Verwendung von verschiedenen Namen auch unterschiedlich - zumindest bei der Wortwahl -argumentieren kann. Oder wie ist es bei schizophrenen Personen? Haben wir einen Psychologen unter uns?

  45. @Hakan
    „Wir Exiltürken müssen uns in Deutschland schon der hier herrschenden Kultur anpassen und unsere ursprüngliche zunehmend, je länger wir hier leben, aufgeben. Das hat meine Familie getan, ebenso bin ich Christ und liebe diese Religion der Nächstenliebe und des Vergebens als wunderbare Grundlage des Zusammenlebens, daher bin ich auch sehr glücklich in Deutschland.“

    dann von Boo
    @Hakan,
    „ich freue mich ehrlich für Sie, daß Sie hier glücklich sind. Damit haben sie sogar vielen Deutschen etwas voraus, die nur meckern. …“

    Mein Gott, ist wirklich zu verstehen!

    Eine Hilfe zu einer Integration hat für uns nie stattgefunden! Damit Basta! Heute noch haben, die Menschen, welcher zugehörig Nation auch immer aus so genannten „Drittstaaten“ (Nicht-EU-Ausländer!), mehr Angst vor den Eintritt in einem Zimmer der Ausländerbehörde, als vor kahlgeschorenen Köpfen!
    Bei der Frage der Gettoisierung, haben natürlich beide Schuld, denn vielen Ausländern kam es gelegen, dass sie meinten so wenig ausgeben zu müssen, wie es nur möglich ist. Dass dem natürlich so war, belegen ja viele kleine Skandale in den Regionalzeitungen, wenn z.B. darum ging über 15 Türken in eine kleine Garage unterzukriegen! Und, wenn man einmal eine freie Wohnung sich ergattern wollte, schon seit den 60er Jahren, wurde einem der Telefonhörer zugeschlagen, natürlich mit nicht wiedergebaren Kommentaren! Wer das oft genug durchgemacht hat, der weiß wie es einem geht! So waren sie nun mal gezwungen letztendlich irgendwann ab Ende der 90er eigene Wohnungen und Häuser zu kaufen. Sie waren aber gezwungen eine Eigeninitiative zu zeigen, die deutsche Arbeitslose so nie zeigen würden, und warum? Weil Sie nachdem man sie vor die Fabriktüre gesetzt hatte, keinen Job mehr finden konnten. Weiterbildungsmaßnahmen waren nur Deutschen Arbeitern vorbehalten! Alles schon mal selbst erlebt! Wegen mir hat man eine ganze Abteilung aufgelöst und Mitarbeiter gekündigt, nur damit ich keine soziale Frage aufwerfe! Ich weiß nicht wie man sich sonst fühlen kann, wenn man kurz zuvor auch noch ein Haus gekauft hatte? Ach ja, dabei ging es nicht um Geld und Einsparungen, es ging dann um Outsourcing, der es auch nicht billiger tat! Und nur, weil man eben mein Fürsprecher kurz zuvor auch geschasst hatte!!!!!
    Und Deutsch lernte ich nicht in der Schule, sondern selbst, also Autodidakt!
    Nochmals zur Verdeutlichung, wir müssen uns das alles immer Erkämpfen, anderen, sogar den Tod- und Klassenfeinden werden diese regelrecht in den A… geschoben. Deshalb bitte ich unsere Menschen entweder Jura oder Medizin zu studieren, dann habt ihre eure Ruhe!!!

    Zu @ Hakan
    Sorry, wenn ich das sagen muss, aber ich bedaure dich und deine Eltern zutiefst! Du hast im Grunde nichts Begriffen! Und das ist nun mal das Übel, was bei nicht wenigen grassiert! Natürlich werden dich Boo und andere Lieben, meinst Du vielleicht. Lies ruhig, meinen Kommentar! Vielleicht kommst du ja zu einer Erkenntnis. Denn dieses Spiel haben sie auch mit den Deutschen Juden auch gemacht, was kam dann heraus? Beantworte sie doch diese selbst. Du wirst nie in ihre Mitte aufgenommen. Du bist und bleibst immer das 5. Rad!!!

    Merke dir auch eins. Letztendlich gilt, wenn es hart auf hart kommt, der Rechtsstaat, selbst für dich als Konvertiten nicht!

  46. @delice

    Es grenzt schon nicht mehr an Unverschämtheit, was Sie in Bezug auf die Verbrechen der Nazis gegen die Juden auf das deutsche Volk projezieren, es ist unverschämt. Sie unterstellen uns, daß wir demnächst Türken in Lager sperren um sie zu vernichten. Vertehe ich Sie da richtig?
    Sind Sie wahnsinnig geworden? Danken Sie Gott dafür, daß Sie sich nicht wegen Volksverhetzung strafbar gemacht haben, da unser Gesetzgeber Volksverhetzung gegen das deutsche Volk leider noch nicht als Straftat sieht.
    Sie und Ihre Gesinnungsgenossen bleiben mit solch einer Einstellung immer das 5. Rad in unserer Gesellschaft. Sie sind noch lange nicht in unserer Gesellschaft angekommen. Sie befinden sich noch nicht einmal auf dem Weg. Sie und nicht Hakan sind wirklich bedauernswert. Hakan und seine Familie hat offensichtlich sehr wohl begriffen wie man sich erfolgreich integriert. Das sind Menschen, die Ihnen als gutes Vorbild dienen könnten. Aber die erfundene Opferrolle ist da ja anscheinend der einfachere Weg.
    Wenn Sie sich so gefährdet in unserer Gesellschaft sehen, dann haben Sie bitte auch genügend Stolz die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Das ist ja jämmerlich so ein Geheule mit anzusehen.
    Die Krönung ist Ihre realitätsferne Aussage, daß für gewisse Personen - und damit meinen Sie anscheinend die Bürger mit türkischem Migrationshintergrund - der Rechtsstaat nicht gilt. Diese Aussage ist wohl unhaltbar.

    Gruß,
    Volker

  47. M.E. zeigen die Aussagen von delice zum, wie weit außerhalb der Gesellschaft sich Menschen befinden können. Zum anderen - und das finde ich viel schlimmer - zeigen sie auch, dass es Menschen gibt, die außerhalb der Gesellschaft stehen wollen(!). Vor allem der unsägliche Vergleich mit der Judenverfolgung macht den Integrationsunwillen zumindest dieser Person deutlich. Sie hat offensichtlich nicht den Willen, sich zu gesellschaftspolitischen Fragen vertretbar zu äußern. Aber auch das ist kein türkisches Phänomen, sondern findet sich selbstverständlich auch bei deutschen Staatsbürgern. Das bedeutet aber nicht, dass die These von Herrn Vogg völlig unzutreffend ist. Sie beinhaltet, so denke ich, eine wahren Kern, wie im Zusammenhang mit den Demonstrationen nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen deutlich geworden ist. Auch dort gab es vereinzelte Hassreaktionen gezielt auf Deutsche. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist, weshalb man sich immer auch die sehr einfache Stoßrichtung und schwarz-weiß-Malereien beschränkt. Dass es Ausländer gibt, die ein Problem mit Inländern haben ist genauso klar wie das Gegenteil. Dass dies Grund sein muss, das Zusammenleben zu verbessern, das lassen solche Artikel wie der hier zitierte nicht erkennen.

  48. Wieso die Aufregung Jungs?
    Oben wird ja postuliert, dass nur der integriert ist der sich vollständig naturalisiert hat! Um am Beispiel von Hakan zu bleiben - Sorry Hakan! Es gibt im türkischen ein Sprichwort, das übersetzt so ungefähr so lautet: „Doruyu söyliyen dokus köyden kovulur!“ – „Der jenige, der die Wahrheit spricht fliegt aus neun Dörfern!“, und ein weiteres besagt: „Dost aci söyler!“ – „Dass was der Freund sagt ist (sehr) bitter!“

    Ich sehe und vergleiche gerne die Situation von uns ähnlich, wie von Juden bis Hitler in Deutschland und in Europa! Und da gibt es wirklich viel zu viele Parallelen!

    Fakt ist nun Mal, dass wirr Muslime mit den Juden vielmehr Gemeinsamkeiten haben, als die Christen sich mit Juden gerne vorstellen! Glauben Sie mir, so einseitig habe ich wirklich nicht gelesen, dass ich auch so schreibe. Eine kleine Aufreihung gefällig?! Nun es fängt damit an, dass wir auch geschächtetes Fleisch essen, also blutarmes Fleisch, dass wir auch kein Schweinefleisch essen dürfen und, dass wir keine Trinität haben, also keine Dreifaltigkeit! Wir sehen aber Jesus nur als einen normalen Menschen an, und nicht als Gott, Sohn und Heiliger Geist! Ich denke das bringt viele Christen eh in Denkschwierigkeiten! Die einzige Ausnahme ist die Anerkennung vom Propheten Jesus, was Juden völlig ablehnen, für sie ist er auch kein Messias! Obwohl Juden sehr wohl Messias-Gläubig sind, zuletzt der Fall Zewi (Sevi) aus Izmir bzw. Saloniki verdeutlicht, wo europäische Juden an dem von Zewi vorbestimmten Tag die Welt untergehen sollte, und si ihr Hab und Gut verscherbelten!

    Volksverhetzung hat eine ganz andere Beschreibung! Ich meine nur, dass was die Deutschen unter Integration meinen, nachdem sie über 40 Jahre über uns nicht einmal einen einzigen Gedanken versschwendet hatten. Nun, im Grunde bedeutet für die Deutschen dass eindeutig eine Assimilation! Und dazu gehört nun mal die Übernahme des Christentums! Weshalb heiraten urplötzlich vielmehr mit Muslimen? Die Iraner hat man schon ganz an sich gezogen! Die mit dem Islam im Grunde nie heimisch wurden, sie hängen ihrem Feuergott immer noch an. Mein letzter Deutschlehrer hat uns beigebracht eine Sache nie von zwei Seiten nur zu sehen, sondern auch die Vielschichtigkeit, Vermengung und das in sich Verwobene. Und nur aus dieser Erkenntnis und Quickessenz, schreibe ich.

    Was man auch erleben muss ist, dass sich Deutsche immer gerne selbst als Opfer stellen und nie an etwas schuldig sind! Wie leicht einfache oder auch hochgebildete Menschen zu wahren Monstern sich entwickeln können konnte ja als Letztes D. G. belegen, aber selbst heute noch konnten wir, also im 21. Jahrhundert erleben, welcher Hass Menschen mit einer anderen Religion entgegengebracht werden kann, siehe auch den Balkan! Ursächlich ist der Konflikt auch durch die EWG bzw. EU selbst entstanden, indem den einzelnen Jugoslawischen Republiken ein Zeitlimit gesetzt hat um sich von Belgrad loszusagen! Was alles überstürzen ließ usw.! Manche behaupten auch, dass der damalige Außenminister eine gewisse Mitverantwortung zu tragen habe!

    Wir müssen also nicht weitere Tausend Jahre hier leben, um manches zu erfahren. Die Literatur bietet hier eine unermessliche Fülle an historischen Dokumenten, man muss nur den Willen haben, diese lesen zu wollen! Leider wird nun mal der Mensch auch manchmal zu einem Tier! Davon ist niemand gefeit. Beängstigend ist bei den Deutschen die Systematik und die konsequente Durchführung eines Vorfalls. Nehmen das Beispiel „Inquisition“, seinen Ursprung nahm es in Spanien, nur gewütet hat es am meisten in Deutschen Landen. Nehmen wir den dreißigjährigen Krieg, der bekanntlich auch wieder hier am vehementesten auch wieder gewütet hat! Die Belege aus dem Vatikan belegen das sehr eindrucksvoll!

    Und zuletzt eben die „Shoa“, also den Holocaust, mit mehr als 6 Mio. Juden und insgesamt über 60 Mio. Toden insgesamt! Diese zu sagen wird doch einem erlaubt sein, oder leben wir schon soweit wie in der DDR. Apropos DDR, nirgendwo war der „stalinistische Sozialismus“ ausgeprägter als in Deutschland Ost! Und die Zukunft wird da auch bestimmt nicht besser!

    Einige Beispiel, will denn auch noch aufführen, z.B. die Bücher von Bernd Engelmann, J Schoeps, Heinrich Heine u.v.m. Zur Erquickung, nun denn auch gleich einige Zitate und Forderungen aus der Vergangenheit, z.B. die vom Publizisten Saul Ascher und Heinrich Heine:
    „… Ascher zitierte ein kurz zuvor erschienenes Pamphlet, mit dem Titel „Über die Ansprüche der Juden auf das deutsche Bürgerrecht“, in dem der Verfasser gegen Dohms Eintreten für ein größeres Maß an bürgerlichen Rechten für die Juden wandte und den Standpunkt vertrat, nur der Übertritt zum Christentum könne die Gewährung der Staatsbürgerschaft rechtfertigen. Ferner forderte er eine Beschränkung der Jüdischen Einwanderung nach Deutschland und schlug vor, man solle das Verhältnis zwischen Deutschen und Juden gesetzlich klarer definieren, was eine Verschärfung der Auflagen für nichtchristliche Bürger bedeutet hätte.

    Wenige Juden waren sich dieser verletzenden Pfeile nicht bewußt, deren Spitzen im Triumpf wie in der Niederlage gleichermaßen empfunden wurden und immer dann Augenblicke des Glücks unterbrachen, da man am wenigsten mit ihnen rechnete. „Es ist ein Wunder!“sagte Ludwig Börne einmal. „Tausend Male habe ich es erfahren, und doch bleibt es mir ewig neu. Die Einen werfen mir vor, daß ich ein Jude sei; die Anderen verzeihen es mir; der Dritte lobt mich gar dafür; aber alle denken daran. Sie sind wie gebannt in diesem magischen Judenkreise, es kann keiner daraus.“

    Endlich fanden sie es unerträglich, daß Heine immer wieder mit gutmütiger Geringschätzung die Deutschen als ein Volk von Philistern bezeichnete, als „ein sehr großer Narr“, der „sich deutsches Volk“ nennt,…und meinte, die Deutschen, ähnlich dem Tanzbären Atta Troll in seiner gleichnamigen poltischen Satire, hielten zwar gern Reden über Freiheit, liebten aber insgeheim ihre Ketten. “
    Quelle: Gordon A. Craig – „Über die Deutschen – Seite 149 bis 152“
    Das sollte zunächst fürs erste reichen! Oder nicht! Lernt zuerst eure Religion kennen und euer Deutschsein, und kommt und schreibt was Sinnvolles!

  49. PS
    Nun genauso könnte man behaupten, dass durch die extreme Lektüre von Pipi Langstrumpf und Karl May den Deutschen wohl auch völlig abgegangen ist! Was ja nicht stimmen kann. Es gibt sehr viele Deutsch, die Wissen, was damit gemeint ist. Aber es ist beängstigend, dass manche trotz ihrem akademischen Grad eine Denkstruktur haben, die dem Mittelalter sehr nahe kommt! Und heute gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass geradedieses Gefrierfach aufgetan wurde! Wo bleibt dann die Zeit der Aufklärung? Deshalb muss der, der bisher ausgeteilt hat, auch jetzt das Einstecken lernen.

  50. das beleidigte Getue von Gast und Volker ist für mich gleichmaßen völlig überzogen und der Vorwurf der Volksverhetzung blanker Blödsinn.

    Auffällig ist jedenfalls, daß die ansonsten weltmeisterlichen Verallgemeinerer,

    z. B: die Türken, die Ausländer,die Amis, die bösen Jugendlichen usw.

    bei der Aufarbeitung des Dritten Reiches immer von den Nazis sprechen, als seien diese Marsmännchen gewesen.

    LI

  51. @ LI

    Ich habe nicht beleidigt “getan”. Ich habe das, anders als sie es m.E. tun, sachlich analysiert. Ich bin zB nicht der Meinung, dass man solche Posts löschen sollte, weil diese die ganze Breite an Meinung zeigen, die es so gibt. Persönlich getroffen fühle ich mich weder von delice noch von Ihnen. Ich finde Ihre Beiträge ein nettes Gegengewicht zu vielen anderen Meinungen hier.

    Falls Sie mich auch als “Verallgemeinerer” sehen, so muss ich widersprechen. Das ich überhaupt von “Türken” spreche liegt nur an der Thematik des Beitrags. Es geht doch gerade darum zu diskutieren, ob “die xxxx” ein Problem mit “den xxx” haben.

  52. @ Gast

    Danke für die Lorbeeren.

    Meine Auffassung zu den angeblichen in epischer Breite von der Politk und den Medien behaupteten verzerrt dargestellten angeblichen Integrationsproblemen dürfte hinreichend bekant sein.

    Wenn also einige wenige von ca. 2.5 Millionen brav arbeitenden, steuerzahlenden und ehrenwerten Beufen nachgehenden türkischen Migranten aus der Art geschlagen sind, rechtfertigt dies in keiner Weise die derzeitige Hetzkampagne.

    Erst gestern sah ich im öffentlich rechtlichen Fernsehen einen Bericht über die enormen Proleme der Hamburger Polizei mit deutschen amüsierwütigen Jungendlichen auf der Reeperbahn.

    Körperverletzungen in jeder Form am Fließband, Beleidigungen gegenüber Passanten und der Polizei, volltrunkene Aggression.

    Käme doch keiner von den Migranten auf die Idee alle deutschen Jugendlichen über einen Kamm zu scheren und deren soziale Integrationsfähigkeit in Frage zu stellen.

    Deshalb muß man auch die Diskussion führen, welche Intention hinter dem Thema Integration steht und diese Diskussion ist sicherlich keine Einbahnstraße.

    LI

  53. Eine Meldung der Nürnberger Nachrichten von Gestern, 06.03.2008

    Papst verunsichert gläubige Juden
    Fürbitte-Text versetzt Rabbiner weltweit in Erstaunen – Aufforderung

    VON GERD KORINTHENBERG (dpa)

    Eine neue Karfreitagsfürbitte, von Papst Benedikt XVI. abgesegnet, sorgt für Aufregung: Demnach sollen
    die Katholiken dafür beten; dass die Juden Jesus Christus als Heiland anerkennen. Das reißt alte klerikale Wunden auf.

  54. Weil diese Internetseite mit einem Juristischen Hintergrund ist wäre es doch interessant auch mal vergangene Gesetze, mit Zeittafel, sich immer wieder zu erinnern. Vielleicht wäre einmal auch das Zuwanderungsrecht mit dem Staatsangehörigkeitsgesetz zu vergleichen, vielleicht sieht der Eine oder auch der Andere gewisse Wiederholung(en)?

    Quelle: Juden in Preußen – Ein Kapitel deutscher Geschichte – ISBN 3-88379-259-4

    Gesetze, Verordnungen, Aktionen des NS-Staates

    Durch Gesetz vom Jahre 1869 hatten Juden die rechtliche Gleichstel¬lung in Preußen und kurz darauf im ganzen Deutschen Reich erhalten. Durch Gesetze und Verordnungen der Nationalsozialisten ab 1933 wurden ihnen im ganzen Deutschen Reich nach und nach systema¬tisch alle Bürgerrechte wieder genommen.

    1933

    2. Februar Allgemeines Demonstrationsverbot.

    24. Februar SA, SS und Stahlhelm werden Hilfspolizei.

    27. Februar Reichstagsbrand. Erste große Verhaftungswelle politischer Gegner.

    28. Februar Verordnung zum Schutz von Volk und Staat, Aufhe¬bung der demokratischen Grundrechte.
    Laut § 1 «sind Beschränkungen der persönlichen Freiheit, des Rechts der freien Meinungsäußerung,
    einschließlich der Pressefreiheit, des Vereins- und Versammlungsrechts, Eingriffe in das Brief-, Post-,
    Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis, Anordnungen von Haussuchungen und von Beschmg¬nahmen
    sowie Beschränkungen des Eigentums auch außerhalb der sonst hierfür bestimmten ge¬setzlichen
    Grenzen zulässig».

    23. März Der Reichstag beschließt gegen die Stimmen der SPD das «Ermächtigungsgesetz».
    Errichtung der ersten Konzentrationslager für politi¬sche Gegner.

    1. April Beginn des Boykotts von Geschäften im Besitz deutscher Staatsbürger jüdischen
    Glaubens und jüdischer Abstammung.

    7. April Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamten¬tums:

    1933/1934

    § 3 “Beamte, die nicht arischer Abstammung sind, sind in den Ruhestand … zu
    versetzen … » Jüdische Frontkämpfer bleiben zunächst noch aus¬genommen.

    2. Mai Auflösung der freien Gewerkschaften.

    10. Mai Verbrennung von Büchern, deren Inhalt von den Nationalsozialisten für undeutsch erklärt worden war.

    22. Juni Verbot der SPD.

    14. Juli Gesetz gegen die Neubildung von Parteien:
    §1 In Deutschland besteht als einzige politische Partei die
    Nationalsozialistische Deutsche Ar¬beiter-Partei.

    22. September Gesetz über die Errichtung der Reichskulturkammer, die in Einzelkammern
    (Reichsschrifttums-, Reichstheater-, Reichsfilm-, Reichsmusik-,
    Reichs¬pressekammer u. a.) aufgegliedert wird. Juden sind von der für eine
    Berufstätigkeit in dem jeweiligen Bereich obligatorischen Mitgliedschaft in den
    Kam¬mern ausgeschlossen.

    1944

    24. Januar Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit:
    Nichtarische Arbeitnehmer dürfen nicht Vertrauens¬leute,
    Betriebsführer und Mitglieder der Arbeitsfront sein.

    5. Februar Prüfungsordnung für Ärzte und Zahnärzte:
    Nichtarier werden zu Prüfungen nicht mehr zuge¬lassen.

    22. Juli Ausbildungsordnung für Juristen:
    Die arische Abstammung wird Voraussetzung für die
    Zulassung zu den juristischen Prüfungen.

    1934/1935

    8. Dezember Prüfungsordnung für Apotheker:
    Nichtarier werden zu Prüfungen nicht mehr zuge¬lassen.

    13. Dezember Reichshabilitationsordnung:
    Die Habilitation wird von der arischen Abstammung abhängig gemacht.

    1935

    25. Juli Verordnung über die Zulassung von Nichtariern zum Wehrdienst:
    Nichtarier dürfen keinen aktiven Wehrdienst leisten.

    Im Sommer Die Schilder «Juden unerwünscht» an Ortseingängen, Geschäften und
    Restaurants nehmen zu.

    6. September Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer: Der Verkauf
    jüdischer Zeitungen im Straßen¬handel wird verboten.

    15. September Juristische Absicherung der antisemitischen Politik der NSDAP durch die
    “Nürnberger Gesetze», das Reichsbürgergesetz und das Gesetz zum
    Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre.
    Reichsbürgergesetz:
    § 1 ,,(1) Staatsangehöriger ist, wer dem Schutz¬verband des Deutschen Reiches
    angehört und ihm dafür besonders verpflichtet ist.
    (2) Die Staatsangehörigkeit wird nach den Vorschriften des Reichs- und
    Staatsangehörig¬keitsgesetzes erworben.
    § 2 (1) Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen oder artverwandten
    Blutes, der durch sein Verhalten beweist, daß er gewillt und geeignet ist, in
    Treue dem Deutschen Volk und Reich zu dienen.
    (2) Das Reichsbürgerrecht wird durch die Ver¬leihung des Reichsbürgerbriefes erworben.
    (3) Der Reichsbürger ist der alleinige Träger der vollen politischen Rechte nach
    Maßgabe der Gesetze.»

    Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre.

    «Durchdrungen von der Erkenntnis, daß die Rein¬heit des deutschen Blutes die
    Voraussetzung für den Fortbestand des Deutschen Volkes ist, und be¬seelt
    von dem unbeugsamen Willen, die Deutsche Nation für alle Zukunft zu sichern,
    hat der Reichs¬tag einstimmig das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

    § 1 (1) Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen
    oder artver¬wandten Blutes sind verboten. Trotzdem ge¬schlossene Ehen
    sind nichtig, auch wenn sie zur Umgehung dieses Gesetzes im Ausland geschlossen sind.
    . § 2 Außerehelicher Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder
    artver¬wandten Blutes ist verboten.
    § 3 Juden dürfen weibliche Staatsangehörige deutschen oder artverwandten
    Blutes unter 45 Jahren in ihrem Haushalt nicht beschäftigen.

    § 4 (1) Juden ist das Hissen der Reichs- und Na¬tionalflagge und das Zeigen
    der Reichsfarben verboten.
    (2) Dagegen ist ihnen das Zeigen der jüdi¬schen Farben gestattet.
    Die Ausübung dieser Befugnis steht unter staatlichem Schutz. »

    14. November Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz:
    § 4 «(1) Ein Jude kann nicht Reichsbürger sein.
    Ihm steht ein Stimmrecht in politischen Ange¬legenheiten
    nicht zu; er kann ein öffentliches Amt nicht bekleiden.
    (2) Jüdische Beamte treten mit Ablauf des 31. Dezember 1935
    in den Ruhestand … »

    Dies gilt jetzt auch für jüdische Frontkämpfer.

    1935/1937/1938

    13. Dezember Reichsärzteordnung :
    «Die Approbation von Ärzten ist zu versagen, wenn der
    Anwärter wegen seiner oder seines Ehegatten Abstammung nicht
    Beamter werden kann und der Anteil der nichtdeutschblütigen Ärzte
    an der Ge¬samtzahl der Ärzte den Anteil der Nichtdeutschblü¬tigen
    an der Bevölkerung des Reiches übersteigt.»

    1937

    15. April Staatsangehörige Juden dürfen nicht mehr promo¬vieren.

    1938

    28. März Gesetz über die Rechtsverhältnisse der jüdischen Kultusvereinigungen :
    § 1 « (2) Mit Ablauf des 31. März 1938 verlieren die jüdischen

    Kultusvereinigungen und ihre Verbände die Stellung von Körperschaften
    des öffentlichen Rechtes, soweit sie diese bisher besaßen. Sie sind von
    diesem Zeitpunkt an rechtsfähige Vereine bürgerlichen Rechts. Die Eintragung
    in das Vereinsregister ist nachzu¬holen.»

    26. April Vorbereitung der Ausschaltung von Juden aus der Wirtschaft durch die
    Verordnung über die Anmel¬dung des Vermögens:
    § 1 «(1) Jeder Jude … hat sein gesamtes in- ¬und ausländisches Vermögen
    nach dem Stan¬de vom Tage des Inkrafttretens dieser Verord¬nung gemäß
    den folgenden Bestimmungen anzumelden und zu bewerten. Juden fremder
    Staatsangehörigkeit haben nur ihr inländi¬sches Vermögen anzumelden und
    zu bewer¬ten.
    (2) Die Anmeldungs- und Bewertepflicht trifft auch den nicht jüdischen
    Ehegatten eines Ju¬den.
    (3) Für jede anmeldepflichtige Person ist das Vermögen getrennt anzugeben.»

    9. Juni Juden werden als Gasthörer an Universitäten nicht mehr zugelassen.

    15. Juni «Asozialen-Aktion»: Verhaftung aller vorbestraften Juden.

    20. Juni Juden werden vom Besuch der Börsen ausgeschlossen.

    25. Juli Jüdischen Ärzten wird die Zulassung entzogen.

    17. August Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes
    über die Änderung von Familien- und Vornamen:
    § 1 «Juden dürfen nur solche Vornamen beigelegt
    werden, die in den vom Reichsminister des In¬nern herausgegebenen
    Richtlinien über die Führung von Vornamen aufgeführt sind.
    § 2 Soweit Juden andere Vornamen führen als sie nach § 1 Juden
    beigelegt werden dürfen, müs¬sen sie vom 1. Januar 1939
    ab zusätzlich einen weiteren Vornamen annehmen und zwar
    männliche Personen den Vornamen Israel, weibliche Personen
    den Vornamen Sara.»

    27. September Jüdischen Rechtsanwälten wird die Zulassung entzogen.

    5. Oktober Kennzeichnung der jüdischen Reisepässe mit «J».

    27./28. Oktober «Polenaktion»: Verhaftung und Abschiebung von ca. 15 000
    früher in Polen beheimateter Juden.

    9./10. November Staatlich organisierter Pogrom, sogenannte Reichskristallnacht.
    Verhaftung und Ermordung von jüdi¬schen Bürgern. Fast alle
    Synagogen in ganz Deutschland verwüstet und niedergebrannt.
    Plün¬derung von Geschäften.

    12. November Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit:
    § 1 «Den Juden deutscher Staatsangehörigkeit in ihrer Gesamtheit wird die Zahlung
    einer Kontri¬bution von 1 000 000 000 Reichsmark an das Deutsche Reich auferlegt.»

    Einleitung der Zwangsarisierung durch die Verord¬nung zur Ausschaltung der
    Juden aus dem deut¬schen Wirtschaftsleben:

    § 1 «(1) Juden … ist vom 1. Januar 1939 ab der Betrieb von
    Einzelhandelsverkaufsstellen, Ver¬sandgeschäften oder Bestellkontoren
    sowie der selbständige Betrieb eines Handwerks untersagt. »

    15. November Jüdische Kinder werden vom Besuch öffentlicher Schulen ausgeschlossen.

    28. November Polizeiverordnung über das Auftreten der Juden in der Öffentlichkeit:
    § 1 «Die Regierungspräsidenten in Preußen, Bayern und in den
    sudetendeutschen Gebie¬ten … können Juden deutscher Staatsange¬hörigkeit
    und staatenlosen Juden räumliche und zeitliche Beschränkungen des Inhalts
    auf¬erlegen, daß sie bestimmte Bezirke nicht betre¬ten oder sich zu bestimmten
    Zeiten in der Öffentlichkeit nicht zeigen dürfen.»

    3. Dezember Führerscheine und Kraftwagen-Zulassungsbe¬scheinigungen der Juden
    werden für ungültig erklärt und ihre Ablieferung angeordnet.

    6. Dezember Juden wird der Besuch von Theatern, Kinos, Kaba¬retts, öffentlichen Konzerten,
    Lesehallen, Museen, Vergnügungsstätten, Ausstellungshallen, Sportplät¬zen,
    Eislaufplätzen, öffentlichen und privaten Ba¬deanstalten, Innenbädern, Freibädern
    verboten. Weiterhin wird Juden untersagt, in Berlin die Wil¬heimstraße von der
    Leipziger Straße bis zur Straße

    1938/ 1939

    Unter den Linden, den Wilhelmplatz, die Voßstraße bis zur
    Wilhelmstraße (vor der Reichskanzlei) und die nördliche Seite der
    Straße Unter den Linden von der Universität bis zum Zeughaus zu
    betreten. Hier¬für wird der Ausdruck Judenbann geprägt

    Einleitung der Zwangsverkäufe jüdischer Eigentü¬mer durch die
    Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens:

    § 1 «Dem Inhaber eines jüdischen Gewerbebetrie¬bes kann aufgegeben
    werden, den Betrieb binnen einer bestimmten Frist zu veräußern oder
    abzuwickeln. Mit der Anordnung können Auflagen verbunden werden.
    § 11 Juden haben binnen einer Woche nach In¬krafttreten dieser Verordnung
    ihre gesamten Aktien, Kuxe, festverzinslichen Werte und ähn¬lichen
    Wertpapiere in ein Depot bei einer Devi¬senbank einzulegen …
    § 14 Juden ist es verboten, Gegenstände aus Gold, Platin oder Silber
    sowie Edelsteine und Perlen zu erwerben, zu verpfänden oder
    freihändig zu veräußern … »

    8. Dezember Juden werden vom Besuch der Universitäten aus¬geschlossen.

    1939

    21. Februar Weitere Zwangsverkäufe:
    Juden deutscher Staatsangehörigkeit müssen alle Gegenstände
    aus Gold, Silber, Platin sowie Edel¬steine und Perlen innerhalb
    von zwei Wochen an öffentlichen Ankaufstellen abliefern. Von dieser
    Vorschrift sind nur Eheringe ausgenommen.

    4. Juli 1 O. Verordnung zum Reichsbürgergesetz:
    § 1 «(1) Die Juden werden in einer Reichsvereini¬gung
    zusammengeschlossen.

    1939/1940

    (2) Die Reichsvereinigung ist ein rechtsfähiger Verein. Sie führt den
    Namen Reichsvereini¬gung der Juden in Deutschland und hat ihren
    Sitz in Berlin.

    § 2 (1) Die Reichsvereinigung hat den Zweck, die Auswanderung der
    (2) Die Reichsvereinigung ist außerdem
    1. Träger des jüdischen Schulwesens,
    2. Träger der freien jüdischen Wohlfahrts¬pflege.»

    23. September Anordnung der örtlichen Polizeistellen über die Ab¬lieferung der Rundfunkgeräte
    durch Juden.

    20. Oktober Erlaß des Reichsministers für Erziehung und Unter¬richt: In Doktor-Dissertationen
    dürfen jüdische Ver¬fasser nur zitiert werden, wenn dies aus wissen¬schaftlichen Gründen
    unbedingt nötig ist. Sie müs¬sen dann als Juden besonders gekennzeichnet werden.

    1940

    12. Februar Erste Deportationen aus den Bezirken Stettin, Stral¬sund und Schneidemühl nach Polen

    4. Juli Der Einkauf von Lebensmitteln für Juden wird in Berlin auf die Stunde von 16 bis 17 Uhr be¬schränkt.

    29. Juli Die von Juden benutzten Fernsprechanschlüsse werden zum 30. September 1940 gekündigt;
    Aus¬nahmen gelten für “Kranken- und Zahnbehandler, Konsulenten» und jüdische Organisationen.

    21. September Anordnung des Polizeipräsidenten in Berlin über Luftschutzräume:
    «Wenn Juden mit anderen Personen in einem Hause zusammenleben, so sind besondere
    Luftschutzräume für Juden einzurichten, in denen diese von den übrigen Bewohnern
    getrennt unter¬zubringen sind.»

    1941

    Im Juli Heydrich wird von Göring beauftragt, alle erforderli¬chen Vorbereitungen
    in “sachlicher und materieller Art zu treffen für eine Gesamtlösung der Judenfra¬ge
    im deutschen Einflußgebiet in Europa».

    1. September Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden:
    § 1 « (1) Juden, die das sechste Lebensjahr voll¬endet haben, ist es verboten, sich
    in der Öf¬fentlichkeit ohne einen Judenstern zu zeigen. (2) Der Judenstern besteht
    aus einem hand¬teIlergroßen, schwarz ausgezogenen Sechs¬stern aus gelbem
    Stoff mit der schwarzen Auf¬schrift “Jude». Er ist sichtbar auf der linken Brustseite
    des Kleidungsstücks fest angenäht zu tragen.»

    10. Oktober Juden wird das Verlassen der Wohngemeinde ohne polizeiliche Erlaubnis untersagt.

    18. Oktober Die letzten jüdischen Emigranten verlassen Berlin.

    23. Oktober Die legale Emigration wird verboten. Beginn der Deportationen nach Riga.

    26. Dezember Juden, die den Stern tragen müssen, wird die Be¬nutzung öffentlicher Fernsprechstellen verboten.

    1942

    10. Januar Die Ablieferung aller im Besitz von Juden befindli¬chen Pelz- und Wollsachen wird angeordnet.

    20. Januar Auszug aus dem Protokoll der Wannseekonferenz über die “Endlösung der Judenfrage»:
    “Unter entsprechender Leitung sollen im Zuge der Endlösung die Juden in geeigneter Weise im Osten

    1942/1943

    zum Arbeitseinsatz kommen. In großen Arbeitsko¬lonnen, unter Trennung
    der Geschlechter, werden die arbeitsfähigen Juden straßenbauend in diese
    Gebiete geführt, wobei zweifellos ein Großteil durch natürliche Verminderung
    ausfallen wird … »

    Ende Januar Beginn der Deportation nach Theresienstadt.

    15. Mai Juden wird das Halten von Haustieren verboten

    7. Juli Die Benutzung von Warteräumen, Gaststätten und sonstigen
    Einrichtungen der Verkehrsbetriebe wird Juden verboten.

    18. September Der Bezug von Lebensmitteln wird für Juden einge¬schränkt:
    Sie erhalten keine Fleischkarten, Kleider¬karten, Milchkarten,
    Raucherkarten, kein Weißbrot, keine Mangelwaren.

    1943

    27. Februar Deportation jüdischer Rüstungsarbeiter aus Berlin nach Auschwitz.

    11. März Anordnung des Reichssicherheitshauptamts:
    “Juden sind nach Verbüßung einer Strafe auf Le¬benszeit dem
    Konzentrationslager Auschwitz oder Lublin zuzuführen.
    Auf die Höhe der verbüßten Strafe kommt es bei den Juden nicht an.»

    10. Juni Auflösung der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland.

    1. Juli Juden wird jeder richterliche Schutz entzogen. Sie fallen unter die
    ausschließliche Zuständigkeit der Polizei

    Deportation der führenden Mitglieder der Reichs¬vereinigung.

    Zahl der jüdischen Bürger in Berlin:

    1933 160 0574

    1339 82 788

    1942 Januar 55000

    1943 April 18315

    1933 500 000

    1939 215 000

    1941 164 000

    Insgesamt wurden den Nationalsozialisten 123 000 deutsche Juden ermordet.
    Dem Nationalsozialistischen Terror fielen in Europa sechs Millionen Juden Opfer.

  55. Warum sind Sie hier in Deutschland?
    Um mir das vorzuwerfen?

    Sorry, da sind Sie bei mir falsch. Es gibt sicher viele, die sie damit mundtot machen können - ebenso mit Ihren weinerlichen Tiraden. Sie scheinen eine Menge Komplexe mit sich ‘rumzutragen. Ich schlage Ihnen vor, sich möglichst schnell aus diesem fürchterlichen Land zu verabschieden. Sie tun damit sich und uns einen riesengroßen Gefallen.

    Vielen Dank.

  56. Da ein Ändern nicht möglich, ist noch ein Zusatz:

    es sind Menschen wie Sie, mit einer Unverschämtheit ohnegleichen, die die Gräben nie verschwinden lassen werden. Es sei denn, die Menschen verschwinden…

  57. Ich fordere Gleichheit.
    Ich fordere Recht.
    Ich fordere Freiheit.
    Ich fordere Religionsfreiheit
    , zu glauben oder nicht zu glauben, zu praktizieren oder nicht zu praktizieren.
    Ich fordere Meinungsfreiheit, zu sagen und zu denken was ich glaube was gesagt und gedacht werden muß, ohne anderen meine Meinungen und Gedanken aufzuzwingen oder deren Gedanken und Meinungen zu schmälern oder zu verspotten.
    Ich fordere Frieden.
    Ich fordere Umweltschutz.

    Was widerspricht Ihnen oder den Deutschen allgemein an diesen Forderungen?

    Ich bin Türke und Moslem und das ist gut so.

    Falls das letzte, nämlich mein Wesen, die Ursache für das Wohlbefinden ist, dann muß sich die Deutsche Politik und die Deutsche Gesellschaft die Frage stellen lassen:

    Wie sehr sind Sie integrationsfähig?
    Sind Sie in der Lage auf Ausländer einzugehen?
    Sind Ihre Meinungen und Entscheidungen vorurteilsfrei?

    Denn nicht nur die Ausländer sondern auch die Deutschen sind ein Teil dieses Problems.

    Nur ein offener vorurteilsfreier Umgang miteinander wird zur Lösung beitragen, zur Lösung des Misstrauen, der Angst und der Fremdenfeindlichkeit.

  58. Was an dieser pathetischen Reihung von Forderungen zum Widerspruch reizt und was bei vielen Deutschen zu einer Distanzierung (um nicht das das Wort “Befremden” zu verwenden) Anlass gibt, das hat ein Nicht-Deutscher mal formuliert:

    “Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst.” (John F. Kennedy)

    Solange immer nur gefordert wird - schon vom Stil her, unabhängig von inhaltlichen Fragen - und womöglich jede eigene staatsbürgerliche Leistung noch durch Zurückziehen auf die Ausländerstellung (”Türke”) verbal abgewiesen wird, solange bleibt einer schaler Eindruck.

    Dies gilt auch für die offenkundigen Schwierigkeiten, die mit der Forderung nach Integration bestehen. Den “Spieß umzudrehen” heißt wieder nur fordern und nicht leisten wollen. Fordern auch noch von etwas Absurdem: Die Frage nach Integrationsfähigkeit stellt sich mir genausowenig wie irgend einem anderen Autochtonen auf dieser Welt. Ich habe alle Möglichkeiten, in diesem Land und für dieses Land zu arbeiten, die ich mir nur wünschen kann. Ich habe aber keinen Anlass, mein Leben in meinem Land danach einzurichten, dass Einwanderer ihre Kulturen mitbringen und damit auf Schwierigkeiten stoßen. Wer hier etwas werden will, der muss natürlich eine Vorleistung erbringen, die letztlich die eigene Identität einem Wandel unterwirft - auch zum eigenen Vorteil.

    In ein fremdes Land einzuwandern bedeutet ganz selbstverständlich, dass man es als Einwanderer zunächst schwerer hat, dass man auf Ablehnung stößt, dass man sich im positiven Sinne durchkämpfen muss. Erfolgreiche Einwanderer haben darauf immer reagiert durch stille, aber um so wirkungsvollere eigenen Anstrengungen reagiert, etwa im Bildungsbereich. Bestes Beispiel sind weltweit wohl die Chinesen, Koreaner usw., die besonders in Amerika die “Weißen” in ihren akademischen Leistungen schon überflügeln (und auch hierzulande abends am längsten in den Universitätsinstituten und -bibliotheken sitzen). Nie hat dagegen Klagen und Fordern etwas gebracht.

    Der Staat hat zwar gewisse Aufgaben im Bereich der Integration - aber vor allem aus der Not heraus, um zum einen Kriminalität und zum anderen Sozialausgaben nicht zu sehr ansteigen zu lassen. Davon abgesehen steht Deutschland als ganzes heute vor wichtigeren und reizvolleren Herausforderungen als dem Thema Integration, das auch wichtig ist - und mich durchaus auch interessiert -, aber doch ins Verhältnis gesetzt werden muss. Solche anderen Herausforderungen haben auch Bezug zu anderen Kulturen, aber da geht es vor allem um Konkurrenz und wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Amerika, China, Indien usw.

  59. Nun um Bezug auf Ihren, Uticensus, Kommentar zu nehmen. Sie nehmen apriori an, ich würde mit meinen Forderung einfach eine kontraproduktive Trotzhaltung einnehmen. Weitgefehlt. Forderung nach Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz sind universelle Werte aller Menschen dieser Welt. Gemeinsamkeiten auf die sich aufbauen lassen, doch stattdessen wollen Sie nur wahr haben, was Sie für wahr erachten. Auch die polemische Behauptung Türken wären nicht so fleißig wie Ausländer aus dem Fernen Osten ist der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Türken sind als Arbeiter eingewandert und hatten eine entsprechende Ausbildung, wobei viele Koreaner und Chinesen Flüchtlinge von einem inhumanem Staatssystem sind und teilweise eine akademische Ausbildung in Ihrem Heimatland genossen haben.
    Auch ob EINHEIMISCHE (Autochtonen) sich mit der Frage der Integration oder Integrationsfähigkeit in anderen Staaten beschäftigen müssen oder nicht ist doch unsinnig, zur Lösung von Problemen und Schwierigkeiten in Deutschland ist eine offene, ehrliche und lösungsorientierte Diskussion in Deutschland der erste und wichtigste Schritt.
    Nebenbei bemerkt ist die pauschale Annahme Ausländer sind alle die keine deutschen Gene haben doch ziemlich veraltet. So nehme ich Bezug auf Türken in Deutschland die hier geboren wurden, den Kindergarten, die Grundschule, das Gymnasium (oder Ahnliches) besuchten und ein Studium oder eine Berufsausbildung absolvierten…im Grunde die gesamte Palette deutscher Ausbildung genossen, doch Deutsche (bis auf Ihren Paß, den Genen und größtenteils anderer Religion) oder nicht?
    Ohne die Nazi-Karte ziehen zu wollen, ohne auf die Greueltaten, Morde und Verbrechen dieser Epoche hinzuweisen. Denn mittlerweile muß man sich ja als Ausländer dafür entschuldigen, wenn man Vergleiche zu Entwicklungen und Gefahren dieser Zeit zieht. Doch ist es das Mindeste was wir Menschen tun können, um die Toten zu ehren, indem wir uns Ihrem Schicksal und die Entwicklungen die zu Hitler und den KZ’s geführt haben bewußt werden/sind und daraus Lehren ziehen. Um beim Thema zu bleiben, wir Menschen müssen Gemeinsamkeiten suchen und finden. Deshalb sind Forderungen nach Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz der Anfang einer Entwicklung die über Jahrzehnte vernachlässigt, verdrängt und ignoriert wurden.

 

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