FAZ über die Haftstrafe der Münchener U-Bahn-Schläger: Politiker dürfen sich wieder gefahrlos empören

9. Juli 2008 | Von E. S. | Kategorie: Feuilleton, Leitartikel | 14 Kommentare | Artikel versenden

Berthold Kohler kommentiert in der FAZ das Urteil von München über die U-Bahn-Schläger, die im Vorfeld der hessischen Landtagswahl zum Wahlkampfthema Nr. 1 wurden. Die beiden jugendlichen Täter erhielten zwölf bzw. acht Jahre Haftstrafe! Ob nun gerechtfertigt, zu Recht oder übertriebenes Exemple, lassen wir mal offen. Interessant ist das Fazit Berthold Kohlers:

Jetzt, da ein Richter die Verwerflichkeit der Tat festgestellt hat, können auch Politiker wieder gefahrlos empört sein.

Selbstverständlich darf und muss man bei solchen Vorfällen empört sein. Dieselbe Empörung würde ich allerdings auch gerne hören, wenn es um rechtsextreme Täter geht.

In dem Prozess um eine tödliche Schlägerei war am 19. Juni 2008 ein 27 Jahre alter Mann zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Januar 2003 einen 48-jährigen Mann niedergeschlagen und auf ihn eingetreten hat. Das Opfer erlag zwei Tage später seinen schweren Kopfverletzungen. Die Kammer ging von einer Körperverletzung mit Todesfolge aus. Ein Tötungsvorsatz habe nicht vorgelegen. Das Gericht entsprach mit seinem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. (Quelle: NPD-Blog & Tagesspiegel) [Hervorhebungen von mir]

Der Täter im geschilderten Fall gehörte der rechtsextremen Szene in Thüringen an. Nach dem Richterspruch waren einige Politiker bestürzt über die lasche Strafe; nur wenige überregionale Zeitungen berichteten darüber. Die Empörung war aber weder nach der Tat noch nach dem Richterspruch so groß, als das man es heute noch in Erinnerung hat. Die Empörung Roland Kochs dagegen wird noch viele Jahre nachschallen. Auch kann ich mich an kein Kommentar Berthold Kohlers erinnern, in der er sich über den Richterspruch empört hätte. Die ungleiche Empörung hat daher nicht nur einen faden, sondern auch einen verlogenen Nachgeschmack. Der FAZ war der Thüringer Justizskandal nicht einmal eine kurze Meldung wert.

Wenigstens wird sich in Deutschland niemand mehr über über zu lasche Strafen im Jugendstrafrecht empören. Die Akte “Verschärfung des Jugendstrafrechts” dürfte ein Ende gefunden haben.

12 bzw. 8 Jahre Haftstrafe für die Münchener U-Bahn-Schläger
    wäre ohne Medienrummel nicht zustande gekommen. (48.0%, 27 Stimmen)
    ist zu mild. (30.0%, 17 Stimmen)
    ist zu hart. (25.0%, 14 Stimmen)

    Hinweis: Bis zu zwei Nennungen sind möglich.

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    14 Kommentare
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    1. Ich kann der Argumentation heir nicht so ganz folgen ! Wer kann mir dass erklären ?

      Wenn man doch ( zurecht ) der Meinung ist, dass der deutsche Täter zu lasch “bestraft” worden sind ( wenn man hier von einer Strafe sprechen kann ) - warum ist man dann gleichzeitig der Meinung, dass das Urteil gegen die “U Bahn Schläger” zu hart ist ??? Entweder fordert man für alle vergleichbar harte Strafen, oder man beklagt die harten Strafen und freut sich über die laschen !

      Wenn man sich dann auf dem NPD Blog einliest, dann stellt man darüber hinaus auch fest, das es sehrwohl Protest gegen das Urteil gibt - bis hin zum Bundestagspräsidenten …..

      Dann fällt auch noch auf, das die Tathergänge doch recht unterschiedlich gewesen sein müssen. In Thüringen handelt es sich um eine Schlägerei zwischen zwei Männern … keine Ahung ich war nicht dabei. In Münschen habe zwei junge Männer einen Rentner überfallen und gemeinschaftlich fast zu Tode geprügelt.
      Man verstehe mich bitte nicht falsch : Ich nehme gewiss nicht den Thüringer in Schutz ! Aber ich kann keine härtere Strafe für ihn fordern und gleichzeitig die Urteile in München als zu hart kritisieren !

      Grüße

      Achim

    2. @Achim:

      warum ist man dann gleichzeitig der Meinung, dass das Urteil gegen die “U Bahn Schläger” zu hart ist ???

      Ich schrieb: Die beiden jugendlichen Täter erhielten zwölf bzw. acht Jahre Haftstrafe! Ob nun gerechtfertigt, zu Recht oder übertriebener Exemple, lassen wir mal offen. Ich habe doch nicht behauptet, dass die Strafe zu hart ist.

      Entweder fordert man für alle vergleichbar harte Strafen, oder man beklagt die harten Strafen und freut sich über die laschen !

      Richtig.

      Wenn man sich dann auf dem NPD Blog einliest, dann stellt man darüber hinaus auch fest, das es sehrwohl Protest gegen das Urteil gibt - bis hin zum Bundestagspräsidenten …..

      Habe ich auch nicht verschwiegen. Ich schrieb: Nach dem Richterspruch waren einige Politiker bestürzt über die lasche Strafe. Meine Kritik ging dahin, dass vor allem Medien nicht viel darüber geschrieben haben und dass insbesondere der Autor in der FAZ nichts dazu geschrieben hat. Zwischen den Zeilen können Sie lesen - sofern Sie es lesen wollen - dass sich auch Roland Koch nicht sonderlich empört hat.

      Im Grunde ist eine Bewertung über beide Fälle aus der Entfernung nicht möglich. Man müsste die Einzelheiten kennen. Allerdings brauchen Populisten keine Einzelheiten, um sich empören zu dürfen. Ich bemängele lediglich, dass mit zweierlei Maßstäben Empörung geäußert wird, sei es einige Politiker, seien es die Medien.

    3. Zunächst kann ich dem Richterspruch aus München nur beipflichten.
      Ich finde es gut das zwei Idioten die Gesamte Härte der Justitz zu spüren bekommen.
      Für mich hatte nur die Bericherstattung einen faden beigeschmack.
      Wenn ich lese das das Opfer mit sprüchen um sich wirft wie , “Nicht einmal Jesus Christus würde denen Verzeihen ” oder ” Diese sollte hart aber gerecht bestaft werden und dann in Ihre Heimatländer zurück geschickt werden” heizt das die Thematik unnötig auf.
      Wobei die Frage , was hat Jeus Christus hier etwas damit zu tuen oder was ist die Heimat der zwei Täter sich schon einem aufdrängt.
      Ich denke das es hier nicht um das Urteil des Richters sonder eher darum geht, das tagtäglich in Deutschland mehr als genug Straftaten von Deutschen Ausländern gegenüber verübt werden , aber diese nicht in Zeitungen oder Fersehdiskussionen platz finden.
      Also gleichesrecht für alle aber für die Deutschen Opfer mehr , oder wie soll ich das jetzt verstehen ?

    4. Vorgestern, den 08. Juli 2008, gab es hohe Urteile gegen die „U-Bahn-Täter“. Serkan A. (Türke), erhielt 12 Jahre und sein Mittäter, Spyridon L. (Grieche), erhielt 8 Jahre Haft.

      Die Höhe des Urteils kann schon zu kritisieren. Denn dieses Urteil sollte eine Signalwirkung ausstrahlen. Nur fragt sich für wen, wenn Deutsche Täter sogar jemanden zu Tode prügeln, dann bekommen sie also, wie im obigen Fall geschildert wurde, eine „zweijährigen Bewährungsstrafe“! Das natürlich, ist dann eine Frage der Wahrnehmung, die wir Menschen mit einem Emigrationsgrund hier in Deutschland so nie wahrnehmen können, wir besitzen ja nicht die besondere Art der Realitätsauffassung, wir sind ja, kurz gesagt, wieder einmal zu doof dafür!

      Das mit der Abschiebung kann man hier gleich vergessen! Der eine ist EU-Ausländer und der andere hat ähnlich bis gleiche Rechte, als türkischer Staatsbürger!

      Derlei traurige Ereignisse sind ja auch letztendlich einer völlig verfehlten Ausländerpolitik zu schulden, die Menschen trotz Geburt in Deutschland oder trotz ihrem jahrzehntelangen Aufenthalt hier nicht als gleichberechtigte Mitbürger ansieht. Keine Frage auch wir, die Ausländer, haben viele Fehler gemacht, aber die deutschen Politiker haben umso mehr von diesen Fehlern zu tragen. Wegen einigen Wählerstimmen mehr, haben diese geistigen Brandstifter immer eine Politik gegen die Ausländer betrieben, dabei mussten die Türken immer den Kopf herhalten! Statt die Menschen näher zu bringen haben sie die Vorbehalte gegen Ausländer, sprich gegen die Türken, verstärkt und unterstützt, und diese Gefühle und Abneigungenbis zum Hass getrieben. Sie sind die eigentlichen Täter in jeder Beziehung!

      Natürlich ist eine derartige Handlung nicht hinzunehmen, aber es ist auch das Resultat und ein Produkt dieser deutschen Gesellschaft und seiner Saubermänner aus der Politik. Es herrscht eine gewisse Apartheid hier in Deutschland! Das aber wird partout und brüsk immer wieder abgelehnt. Solange aber das nicht akzeptiert wird, kann es auch keinen Ausweg geben. Dieses trotzige Ignorieren wird in Zukunft noch ganz bestimmt eskalieren, dann aber könnte es auch schon zu spät sein!

      In allem, was diesen Fall ausmacht, schwebt eine gewisse Vermutung, die man nicht von der Hand weisen sollte, dass nämlich die Täter zum einen das Ganze wohl bewusst in Kauf genommen haben müssen, ohne viel sich dabei zu denken, sich dabei auch gezielt filmen zu lassen ist schon herb. Es steckt schon wohl eine gewisse Provokation an die deutsche Mehrheitsgesellschaft, und zum anderen hofften die beiden wohl auch damit belangt zu werden. So makaber es auch klingen mag, das war wohl dann Imagepflege und Frustrationsabbau zugleich, und ein Appel „uns“ nicht mehr belehren zu wollen!

      Ich denke auch, dass jetzt von nun an „Oberlehrer“ sich zweimal überlegen werden, wenn sie darauf bestehen sollten, dass derlei und andere Aufforderungen nach Einhaltung bestimmter deutscher Gebote und Verbote in/an U-Bahnhöfen. Wenn man die große Passivität von Passanden immer wieder zur Sprache bringt, ist doch die „Zivilcourage“ des Opfers in München recht beeindruckend! Was hat diesen Mann eigentlich bewogen den Ordnungshüter unbedingt spielen zu müssen? War es sein drang, dass man die Hausordnung einzuhalten habe, insbesondere ausländische Mitbürger daran explizit darauf hinzuweisen, dass hier deutsches Recht gilt? Schließlich haben diese Jugendlichen nicht irgendeinen auserwählt, sondern einen, der ihnen wohl besonders rechthaberisch vorkam. Denn der Erwachsene hatte sie angesprochen, und nicht sie ihn! Da ist etwas explodiert! Hier ist wohl ein Fundamentalist, der für das strikte Einhalten des Rauchverbots in öffentlichen Einrichtungen eintrat mit einem anderen Raucher völlig in die Haare gekommen. Offen gesagt, wurde auch nie die politische Gesinnung dieses Mannes hinterfragt? Weil es für diesen Fall nicht wesentlich war. Warum aber konnte er nicht hinwegsehen? Welchen Frust hatte dieser in sich getragen?

      Werfen wir doch auch einmal einen Blick in die Veränderungen von türkischen Familien:

      Das Umfeld in denen sie wohl ihren Alltag verbrachten, braucht nun auch diese mal „Helden“. Wenn man die Schlägereien, von oftmals betrunkenen Jugendlichen und auch Erwachsenen sieht, dann gehören Zuschauer nun mal dazu. Sie feuern parteiisch die Kampfhähne immerzu an. Und wer einmal eine Massenschlägerei z.B. von Russen gesehen hat, will dann lieber ein zweites Mal erst gar nicht vorbeischauen, und nur dann eintreffen, wenn schon fast alle am Boden liegen. Selbst ein verstellter Kiefer macht einen Russen nicht kampfuntüchtig! Und so kommen denn auch das Sanitätsauto und die Einsatzwagen der Polizei im Schneckentempo oder auch nur zeitversetzt mit einer gewissen Schonfrist an den Ort des Geschehens.

      Zumal die Schlägereien in der Regel mit total unwichtigem anfangen, wie z.B. einem falschen Blick zu einem Mädchen oder das eigene Mädchen hat einen anderen Schönling zu tief in die Augen geguckt, das alles und noch unwichtigeres zählen schon zu einer Initialzündung. Ja, die „Weiber“ geben im Allgemeinen überhaupt und in den meisten Fällen den Grund oder auch den Vorwand dazu ab, natürlich gepaart mit nicht wenig Alkohol. Komisch nur, dass niemand das so richtig registrieren will. Verhaltensforscher registrieren diese Posen und Rivalitätskämpfe sehr emsig bei Tieren, aber der Mensch bleibt doch meist Außen vor. Der Alkohol senkt natürlich erst recht diese Hemmschwelle und die Bereitschaft jemanden körperlich wirklich - sehr - weh zutun.

      Erinnern wir uns doch auch an die Aufnahmen mittels einer Videokamera der Handys von Jugendlichen, die Gewalt, Erniedrigung, Vergewaltigung und Pornographie gespeichert hatten und sogar in die Schulen mitbrachten. Erschreckend war natürlich mit welcher Selbstverständlichkeit sie damit umgingen. Dafür gibt es sogar einen großen Markt! Und eine öffentliche Kamera in der U-Bahn fördert ihren Bekanntheitsgrad umso wirksamer auch in ihren Kreisen. Für uns wirkt das wie ein Schock, aber für sie ist es vielleicht ein ganz normaler Alltag, dass einer mal am Boden liegt. Einen Ehrenkodex kann es nicht geben, dass man ältere Menschen und Frauen nicht schlagen sollte. Aber auch als gesellschaftliche Verlierer, wollen auch sie etwas gelten, und Gewalt gehört nun mal zu allererst zum Ritual dazu. Und nur so werden sie in deren Kreisen respektiert. Ob wir das nun mal wahrhaben wollen oder auch nicht.

      Dieses, sicherlich auch politisch, gewollte Urteil, kommt aber zu spät. Längst ist vieles schon aus dem Ruder gekommen. Versuchen sie einmal selbst von einem Kindergartenkind Respekt einzufordern. In die Grundschulen kommen immer mehr Kinder, die schon längst erwachsen sind. Sie begegnen dann meist Lehrerinnen, also guterzogenen Mädchen aus gutem Hause, die sie nicht verstehen und auch nicht verstehen wollen. Diese Kinder haben auch wirklich keine Erziehung genossen. Wie denn auch. Die Eltern haben sich von ihrer Verpflichtung zur Erziehung schon längst verabschiedet.

      Alleinerziehende Mütter und Väter sind völlig am Rande mit allem! Das trifft mittlerweile auch auf angeblich völlig intakte Familienverhältnisse und Schulen in ganz normalen Vierteln und Stadtteilen. Denn auch die Kinder von gutverdienenden Ehepartnern haben das gleiche Problem: Sie sind alleine!
      Die fixe Idee von 3 Jahren Erziehungsurlaub ist auch nur ein Unding. Kinder brauchen Mütter bis 16 und 18 Jahren. Am besten wäre es, wenn man überhaupt keine Kinder hat, vor allem wenn man eine gute Ausbildung und einen guten Job als Frau hat. Denn, was für eine Mutter/Kind Beziehung soll es denn sein, wenn das Kind nur in einem Zeitfenster von 16.30 bis 19.00 zu Hause gesehen wird. Später kommen noch größere Sorgen dazu, weil die Erziehung und Lenkung der eigenen Kinder andere übernommen haben.

      Und, wenn halbwegs intakte Familien vorhanden sind, sind vor allem türkische Väter viel vorsichtiger bei ihrer Erziehung geworden. Zumal sie gerne auch von deutschen Behörden zur Rechenschaft herangezogen werden, wenn sie ihre Kinder, vornehmlich ihre Töchter, nicht nach deutschem Erziehungsmuster erziehen sollten. Nur frage ich mich nur was das sein soll. Zwei wesentliche Wörter spielen hier eine Rolle: ungezügelte Freiheit, auch in der Fluktuation der Partnerwahl und die Vereinsamung.

      Jedes Kind soll seine Erfahrung selbst durchleben und möglichst viel Verantwortung bereits im Kindergarten übernehmen. Von daher wäre es gegen diese Doktrin seinem Kind zu sagen, dass man mit dem Messer sich schneiden kann und es dann ziemlich wehtun könnte, und du auch durch Blutverlust sterben könntest. Nein, das muss das Kind dann selbst erfahren. Vielleicht springen auch hier besonders viele von Brücken und Kräne ab, trotz Bindung? Verantwortung soll schon bereits ein vierjähriges Kind übernehmen, nur für was und für wen? Obwohl das BGB immer noch die gesetzlichen Vertreter, sprich die Eltern für das handeln ihrer Kinder verantwortlich macht! Das ganze kann aber auch als Verantwortungslosigkeit der Eltern gelten, weil sie z.B. zu Faul sind ihre Kinder zur Schule zu bringen. Dass dann Tote Kinder im Straßenverkehr zu beklagen sind man pädophilen Geistern die Kinder damit aufs Tablett präsentiert ist dann eine andere Geschichte. Zumal sie im Besonderen alleinerziehende Mütter im besonderen Blickfeld haben. Man muss nur die Berichte von Betroffenen lesen. Aber da ergeht es den Rauchern ähnlich, trotz der intensiven und immensen Aufklärungsmaßnahmen, dass Rauchen einem das Leben kosten können, ist der harte Kern nicht gewillt das Rauchen einzustellen, so ist nun mal der Mensch, trotzig bis es ihn selbst trifft.

      Und so haben deutsche Jugend- und Ausländerbehörden, ein besonderes Augenmerk auf türkische Väter gerichtet. Zum einen können gefestigte türkische Familienstrukturen zerschlagen werden und ein Türke mehr abgeschoben werden. Das klappt so nicht mehr so gut wie früher, aber immerhin.

      Die Diskussion über eine wirkliche oder auch nur über eine angebliche „Zwangsverheiratung“, sowie die medialen Aufmacher von „Ehrenmord-Geschichten“ haben vornehmlich türkische Väter sehr stark verunsichert. Stellenweise haben auch sie sich von der Erziehung ihrer Kinder nunmehr auch verabschiedet. Ihre pauschale Vorverurteilung, dass nur sie ihre Frauen schlagen würden war und ist ein großes Unrecht an sich, zumal die deutschen Frauenhäuser ja nicht wegen dem Gewaltpotential von türkischen Ehemännern begründet wurden, sondern weil zunächst der deutsche Arbeiter und der deutsche Professor seine Frau windelweich schlug!

      Die deutschen Medien hatten aber immer ihre Schlagzeilen und die deutschen Politiker hatten ihre sich selbst vorher schon gegebene Marschroute, in Richtung von noch mehr - einer Politik gegen Ausländer - sprich gegen Türken, so auch viel leichter legitimiert. Ein Genuss für jeden deutschen Politiker der Türken eh nur als Monstrum beim deutschen Wählervolk aufgebaut hat. Damit hat aber auch die deutsche Mehrheitsgesellschaft sich selbst keinen guten Dienst erwiesen. Sie hat so auch mit verursacht, dass die starken türkischen Familienbanden, die vieles zusammenhielt und so manches schon im Vorhinein verhindert hatte und auch vielleicht hier verhindert hätte, natürlich zerrstört wurden. Denn es ging um die wirkliche Macht in den Familien, er deutsche Staat wollte siegen.

      Den türkischen Vätern von heute ist zum Teil auch mittlerweile und oft genug völlig egal, ob man ihre Töchter mit einem deutschen händchenhaltend sieht oder gar in einem Pornoschuppen sich den Freiern hingibt, wenn ihre Töchter nun mal die angeblich „große deutsche Freiheit“ auch für sich reklamieren wollen. Heute geht keiner mehr gerne für die „türkische oder kurdische Ehre“ in ein deutsches Gefängnis. Nur, was haben die Töchter eigentlich wirklich damit erreicht? Denn Hinterlassen haben diese freiheitsliebenden Mädchen dennoch ein verbranntes Herz eines Vaters und einer Mutter, haben sie doch auch einen gebrochenen Vater innerlich zerstört und nicht nur ihre eigene „Ehre“ besudelt. Ich denke nicht, dass der Beruf einer Hure von keiner Frau auf der Erde bewusst angestrebt wird. Wer will schon zeitlebens und zeitlich begrenzt für unzählige Freier eine Sexsklavin eines X-beliebigen sein. Den Ekel können die wenigsten so leicht überwinden, dazu brauchen sie auch viele Drogen, um das alles aushalten zu können - auch nicht für viel Geld. Viele Prostituierte leiden darunter sehr stark, viele überspielen es mit teuren Kaufrauschattacken und brauchen kleine Hunde zum schmusen und zum Ausgleich von fehlender Wärme, natürlich neben Drogen. Die Beschaffungskriminalität fördert ebenfalls dieses Gewerbe. Mittlerweile sind nicht wenige Studentinnen und HARTZ IV Empfängerinnen ebenfalls in diesem Dunstkreis gelandet!

      Und natürlich verkaufen sich auch türkische und andere ausländische Jungen an deutsche Freier, das ist dann noch einmal eine weitere Eskalationsstufe mehr - gegen das Verständnis von Begriff einer türkischen Familie.

      Die Werbung suggeriert die große Freiheit beim Rauchen und bei der freien Liebe. In beiden Fällen wird sie nur zur Falle!

      Das aber können die meisten gar nicht verstehen und nachvollziehen, weil sie derlei, für sie doch recht altertümliche Gedanken- und Verhaltensmuster völlig ablehnen.

      Zu welchen Resultaten derlei extreme Ansichten von einer falschverstandener Freiheit auch führen kann, verdeutlicht ein Rekord der in Großbritannien neuerdings gebrochen wurde und das sogar im Wiederholungsfall:

      „EU-Rekord: Nirgends sonst soviel Minderjährige schwanger wie in GB
      Die Zahlen sind zwar grob geschätzt: Aber zwischen 100.000 und 200.000 nicht gewollte Schwangerschaften im Jahr, das schafft innerhalb der Europäischen Union lediglich Großbritannien - Rekord.
      Was besonders bei diesem Thema auffällt, ist der Termin für einen ausgeprägten Zeugungszeitpunkt in GB: Anscheinend ist die Weihnachtszeit prädestiniert für eine gegenseitige Beschenkung besonderer Art: Ein neues Erdenwesen nämlich.
      Das Fest der Liebe wird anscheinend in England unter Minderjährigen wortwörtlich genommen, denn der Höhepunkt der Entbindungen im Jahr ist genau neun Monate später - im September.“
      Quelle: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=427830

      Der Fall von Serkan und seinem griechischen Freund verdeutlicht uns doch vor allem eines, wir müssen uns um unsere Kinder viel stärker bemühen. Unsere persönlichen Wünsche und Träume müssen wir zum Wohle unserer Kinder manchmal auch völlig zurückstellen, denn die Quittung kommt später über uns umso schlimmer herein, und ist dann auch mit nichts mehr zu entschuldigen!

      Der Staat sollte Perspektiven allen Kindern und Jugendlichen eröffnen, und sollte sie nicht gleich als Verlierer aufgeben, nur weil sie nicht die gleichen Chancen bei der Geburt hatten! Und die Gerichte sollten bei der Verurteilung nach rechtsstaatlich vorgegebenen Mitteln greifen und nicht Urteile fällen, die von Beobachtern nur als politisch opportun gewertet werden können!

    5. @ E.S. & Coskun

      schön das wir uns einig sind, das die Strafe für die U Bahnschläger durchaus gerechtfertigt ist.

      Auch in anderen Punkten sind wir gar nicht weit auseinader. Ich habe mal einen statistischen Überblick über Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund gesehen : Anzahl der Taten, Anzahl der Anklageerhebungen und Anzahl der Verurteilungen …. da wurde einem schlecht !

      Es gibt allerdings auch immer wieder Straftaten von deutschen Rechtsradikalen die sehrwohl viel Medien - und Öffentlichkeitsinteresse erregen. Und es hat sich ja fast soetwas wie ein neuer Wirtschaftszweig entwickelt : Courage, Rock gegen Rechts, Fußballer gegen Rechts, Sportler gegen Rechts, bla bla gegen Rechts. Und überall werden Sozialarbeit u-ä. beschäftig, werden Aufkleber gedruckt, Konzerte veranstalltet, Reportagen gedreht, Theaterstücke aufgeführt, Stadtfeste veranstalltet …
      Und alle Menschen die sich mit den etablieten Parteien anlegen und Wörter wie “Recht und Ordnung” nur andeuten werden gleich als “Rechtspopulistisch” abgesempelt und diffamiert !

      Und das über die U Bahnschläger so ausführlich berichtet wurde muß einen ja auch schon fast wundern - man denke nur an den deutschen Pressekodex, der “oft genug” greift.
      Und Projekte gegen rechtsradikale Ausländer gibt es mal gar nicht …. mein türksicher Nachbar beschwerte sich ma lsehr abfällig bei mir über die vielen Asylanten in Deutschland, die sollte man alle wieder wegschicken ….. ICH war ECHT sprachlos - und das passiert mir nicht oft ! Ich gehe jetzt auch mal nicht davon aus, das mein Nachbar direkt “rechtsradikal” ist ( aber wer weiß ), aber eine latente Fremdenfeindlichkeit findet man wohl in jeder Nationalität !
      Wurde in Deutschland schon mal ein türkischer Journalist getötet, weil er sich kritisch über die deutsche Politik geäußert hat ???? Also mal immer auch darauf achten, das man die Moschee im Dorf lässt ;-)

      Grüße

      Achim

    6. Hallo E.S.

      ich hätte mal noch einen Vorschlag für Deine Umfrage : Da fehlt “Urteil gerechtfertigt”, so ist man fast gezwungen “zu mild” anzukreuzen ….

      Grüße

      Achim

    7. @Achim:

      Stimmt. Habe nicht daran gedacht. Ist jetzt aber auch leider schon zu spät. Die Umfrage läuft schon. Aber ist auch nicht so schlimm. Die Chance, dass jemand - ohne das Urteil vorher zu kennen - gerade 8 und 12 Jahre für gerecht empfunden hätte, wäre eh sehr gering gewesen. Danke dennoch für den Hinweis.

    8. Hallo Ekrem!

      Ich bin zufällig über die Suche zur Jugendkriminalität auf deine Seite gekommen. Die Beiträge sind ok. Dein Foto ist mir aber noch mehr aufgefallen. Du siehst sehr ansprechend und gut aus. Wie alt bist du eigentlich.Wie kann man dich näher kennenlernen?!?!?

    9. @Juliet

      Wie jeder sieht ist der Mann ordentlich verheiratet.

    10. @Juliet:

      Danke für die Blumen! Lassen Sie sich aber nicht so sehr vom Photo beeindrucken. Das ist mehr Herr Photoshop als Herr Senol. :)

      @Tuotrams:

      Ich bin zwar glücklich verheiratet aber woran sieht man das?

    11. Dass du verheiratet bist, sieht man vor allem an den vielen weissen Haaren ))

    12. @@alina:

      :) oder an den Themen, mit denen ich mich hier beschäftige :)


    13. Diskussion über verschärfte Ausweisung
      “Politiker machen sich Illusionen”
      Die Ausweisung straffälliger Ausländer ist oft schwieriger als gedacht, meint Rechtsanwalt Rolf Gutmann. Das liegt am Europarecht. …!

      https://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/politiker-machen-sich-illusionen/

    14. @ ES

      wenn nur lange genug auf der Gutmütigkeit und dem Verständnis der einfachen Bevölkerung herumgetreten wird ergeben sich früher oder später Reaktionen die den Weg in eine andere Richtung weisen.

      Merke …Rentner zusammenzutreten ist in einer rasch “alternden” Gesellschaft ein Fehler den keiner je vergisst.

      Die Mehrheiten ändern sich nicht nur in Richtung höherer Anteil mit Migrationshintergrund “3.Generation..usw..usw..” sondern in viel stärkeren Maße in Richtung “älterer” Bundesbürger mit “deutschstämmigen” Hintergrund.

      Und was noch viel besser ist ..die Verteilung der finanziellen Möglichkeiten…betrifft das was am Ende immer den Ausschlag gibt….Geld hat noch immer bestimmt wer “Recht bekommt ” .

      Geld ist in der neuen Mehrheitsschicht ” alt” noch mehr als genügend vereint.

      Und sich jetzt über die FAZ und andere “Jurnalien” zu beklagen ist schon gelinde gesagt…einfältig.

      Der FAZ war der Thüringer Justizskandal nicht einmal eine kurze Meldung wert.

      wie auch wenn im gleichen Zeitraum Dinge wie eben der hier besprochene Fall die Mehrzahl der Bevölkerung wesentlich stärker betreffen.

      Das nennt sich kollektives Empfinden und das gab es und wird es immer geben auf dieser Welt…schlecht für alle jene die sich nicht an die bestehenden Regeln halten wollen.

      MfG Tobi

     

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