Eine tiefe Interessenkluft zwischen einheimischen Medien und Türken

12. März 2009 | Von E. S. | Kategorie: Feuilleton, Leitartikel | 58 Kommentare | Artikel versenden

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 19.02.2009 („Soysal“ Rs. C-228/06) berichten die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen täglich über die Auswirkungen der Rechtsprechung. Kurz: Türkische Staatsangehörige dürfen wegen Stand-Still-Klausel im Assoziierungsabkommen EWG-Türkei unter Berücksichtigung der Rechtslage am 1.1.1973 ohne Visum nach Deutschland einreisen.

Foto: flickr.com/photos/manimmac (ManImMac)

Foto: flickr.com/photos/manimmac (ManImMac)

Über diese für Türken äußerst wichtige Entscheidung des EuGH wurde mit allen Facetten berichtet. Experten, Betroffene wie offizielle Stellungnahmen aus Regierungskreisen wurden gehört und zitiert. Die gesamte deutsche Presselandschaft ließ die Entscheidung – trotz weitreichender Folgen - jedoch unbeachtet – von juristischen Fachzeitschriften mal abgesehen.

Knapp zweieinhalb Wochen nach der Verkündung scheint die Entscheidung doch noch populär zu werden, wenn auch aus einem ganz anderen Grund. Einer Meldung der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zufolge hat die Bundespolizei die Internet-Seiten der bei den Beamten der Bundespolizei als “die Ausländergurus” bekannten Volker Westphal und Edgar Stoppa gesperrt. Für aktuelle Fragen, etwa bei der Einreise an Flughäfen, habe das Intranet bisher direkten Zugang zur Homepage der beiden Lübecker Polizeirechtler geboten. Laut Frankfurter Rundschau erscheine dort nun der Hinweis: „Zugriff auf die genannte Webseite auf Anweisung BPOLP Ref 52 gesperrt“.

Hintergrund

Die Autoren der Seite, die Polizeihauptkommissare Volker Westphal und Edgar Stoppa, sind angesehene Experten, haben ein Standardwerk zum Ausländerrecht geschrieben und unterrichten sogar an der Bundespolizeiakademie in Lübeck.

Laut Süddeutsche und Frankfurter Rundschau seien die Experten nach dem eingangs erwähnten EuGH-Urteil allerdings zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Türken demnach visumfrei nach Deutschland einreisen dürften. Ihre Interpretation sorge nun bis hinauf zum Bundesinnenministerium für Aufregung. Der EuGH habe lediglich über einen Einzelfall entschieden, soll ein Ministeriumssprecher gesagt haben. Das ändere nichts an der grundsätzlichen Visumpflicht für türkische Staatsangehörige.

Für Edgar Stoppa ist die Rechtslage laut Frankfurter Rundschau allerdings klar: “Laut dem Urteil darf die Masse der Türken visumfrei nach Deutschland kommen”. Das bedeute, dass türkische Touristen, Besuchsreisende, Sprachlernende und Personen, die sich medizinisch behandeln lassen wollen, bis zu drei Monate lang ohne Visum in Deutschland aufhalten dürften. Ebenso türkische Dienstleister wie Lkw-Fahrer oder Geschäftsleute. Das Urteil betreffe generell das Verhältnis von Dienstleistungsfreiheit und Visumpflicht und stelle klar, dass türkische Staatsangehörige ab sofort frei nach Deutschland einreisen könnten. Dies sähen auch andere Fachautoren so, habe Stoppa gesagt.

Laut Süddeutsche Zeitung hat Bundespolizei-Fahnder und IT-Spezialist der Kripogewerkschaft BdK so etwas in seiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt. Am Sonntag (08.03.2009) habe das Bundesinnenministerium die Sperrung bestätigt: “Der Zugriff von den Dienstrechnern auf diese Homepage ist geblockt.” Es habe die Gefahr bestanden, “dass die 40 000 Mitarbeiter der Bundespolizei dadurch irregeleitet werden”. Die Behörde müsse “eine einheitliche Linie vertreten”.

Welche Linie gemeint ist, dürfte jedem, der sich auch nur oberflächlich mit dem Zuwanderungsgesetz beschäftigt und die Gesetzgebung der letzten Jahre verfolgt hat, klar sein. Die geplante Visa-Warndatei und die Einführung der Spracherfordernisse bei Ehegattennachzug vor der Einreise drohen – aus Sicht der Bundesregierung - ins Leere zu laufen. Der politischen Linie der großen Koalition, die das Aufenthaltsgesetz immer mehr zu einem Fernhaltegesetz umformuliert, hat das EuGH-Urteil ein Strich durch die Rechnung gemacht. Regierungskreise sind daher bemüht, die EuGH Entscheidung möglichst kleinzureden.

Sie bedienen sich dabei einem Argument, dass dünner als ein Strohhalm sein dürfte: Das EuGH-Urteil – so Verlautbarungen aus Regierungskreisen – sei eine Einzelfallentscheidung und entfalte keine Allgemeinverbindlichkeit. Um die Stärke des Strohhalms zu veranschaulichen – an der sich die Bundesregierung nun klammert, dürfte Folgende vergleichbare Aussage ausreichen: Die Kopftuchentscheidung des Bundesverfassungsgerichts für Lehrerinnen ist eine Einzelfallentscheidung und entfaltet keine Allgemeingültigkeit.

Die tiefe Interessenkluft

Bemerkenswert an dieser Geschichte ist aber ein anderer Aspekt. Der Europäische Gerichtshof legt das Assoziierungsabkommen EWG-Türkei zu Gunsten von zweieinhalb Millionen in Deutschland lebenden türkischstämmigen Menschen aus und entscheidet so, dass Juristen daraus die Visumsfreiheit für Türken folgern. Ein Politikum. Eine bahnbrechende Entwicklung.

Der deutschen Medienlandschaft war aber die Sperrung dieser Informationen eher eine Meldung wert als das Urteil mit seinen weitreichenden Folgen für Millionen Türken. Zwangsläufig fallen da einem Vorwürfe ein, wonach Türken in Parallelwelten leben weil sie keine deutschen Zeitungen lesen und ständig türkisches Satellitenfernsehen schauen.

Schaut man sich aber das Desinteresse der deutschen Medienlandschaft an, ist man beinahe genötigt zu sagen, dass Türken zu Recht eher türkische Medien verfolgen als deutsche. Wenn keine einzige Tageszeitung, kein Fernseh- oder Radiosender eine für Türken höchst interessante und bedeutsame Meldung als Nachricht bringt, stellt sich die Frage nach der angeblichen Konsumierungspflicht der Türken von einheimischen Medien, um integriert zu sein.

Jeder türkischstämmige hat ein berechtigtes Interesse zu erfahren, ob er seine Verwandten, Freunde oder Geschäftspartner aus der Türkei künftig ohne Visum einladen darf oder er weiterhin ein äußerst mühseliges Antragsverfahren durchlaufen muss. Er möchte über die Folgen und Auswirkungen solcher Entscheidungen informiert werden, Expertenmeinungen dazu lesen oder in einer Talkshow ein Streitgespräch mit unterschiedlichen Standpunkten verfolgen. Ein Recht auf solche Informationen hat er insbesondere dann, wenn er dafür GEZahlt hat.

So lange einheimische Medien sich den Interessen türkischstämmiger Menschen derart verschließen und durch die Einstellung von Quotenjournalisten, die ab und an mal von der kleinen Veranstaltung um die Ecke berichten dürfen oder den Lesern mit Halbwahrheiten in Sachen Integration an die Pelle rücken – die mehr Schaden als Nutzen, darf man sich nicht wundern, wenn türkischstämmige weiterhin türkische Zeitungen aufschlagen und türkisches Satellitenfernsehen schauen.

Ein Blick in die Europaausgaben der türkischen Tageszeitungen sowie der deutschen Presse der letzten Wochen zeigt, wie tief die Interessenkluft zwischen den einheimischen und türkischen Medien ist und auch, in welche Richtung Kritik angebracht ist.

Übrigens: Webseite Westphal/Stoppa wieder erreichbar

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58 Kommentare
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  1. Tja wenns um die Türken geht…. ja da hört man auch nicht mal mehr auf die eigenen “Experten” :)
    Is ja nur für max. 3 Monate… keine Angst ;) Außerdem wär die Zeit optimal, um Deutschland mal richtig kennenzulernen…
    Danach werden die Visa nämlich enorm zurückgehen, wetten?
    Allein schon wegen dem SONNENENTZUUGGG :)
    Hier arbeitet man doch nur den ganzen Tag und ist noch halbwegs froh, dass man seinen schlecht bezahlten Job noch ausführen kann/darf. Wir hier in Deutschland sind warscheinlich die unglücklichste Konsumgesellschaft, die es gibt…. :( überall nur trostlose Gesichter…!

  2. JurBlog.de
    12. März 2009 09:10
    —————————————————————————————————————
    Eine tiefe Interessenkluft zwischen einheimischen Medien und Türken
    12. März 2009 | Von E. S.
    Zu diesem Beitrag von E. S. möchte ich auszugsweise einige Passagen unter Bezug auf meine gesetzlich garantierte Meinungsfreiheit kommentieren.
    Vorab einige Anmerkungen: Ich bin Jahrgang 1936 und habe nach meinem Selbstverständnis genügend Lebenserfahrung und vor allem Menschenkenntnis, um zwischen “gut und böse” unterscheiden zu können. Insbesondere habe ich gelernt, in der Medienlandschaft sowie im Bildungsbereich in Beiträgen aller Art zwischen Schwachsinn und sachverständiger Kompetenz bezüglich der jeweiligen Autoren zu unterscheiden.
    Z:
    Die Autoren der Seite, die Polizeihauptkommissare Volker Westphal und Edgar Stoppa, sind angesehene Experten, haben ein Standardwerk zum Ausländerrecht geschrieben und unterrichten sogar an der Bundespolizeiakademie in Lübeck.
    K:
    Entscheidend ist für mich vielmehr die Frage, ob die beiden “Experten” im Kommentar zu ihrem “Standardwerk” bzw. in ihrem Unterricht vor den Polizeischülern auch das fehlende Demokratie- und Rechtsbewußtsein vieler Türken schlechthin herausgestellt haben. Ich nenne nur zwei Beispiele: den Sürücü-Mord und den kurdisch-türkischen Konflikt ! Das dürfte wohl reichen !
    Zu den Kurden ist ergänzend die Tatsache festzustellen, daß nicht alle Kurden Terroristen oder dergleichen sind !
    Z:
    Laut Süddeutsche und Frankfurter Rundschau seien die Experten nach dem eingangs erwähnten EuGH-Urteil allerdings zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Türken demnach visumfrei nach Deutschland einreisen dürften.
    Ihre Interpretation sorge nun bis hinauf zum Bundesinnenministerium für Aufregung. Der EuGH habe lediglich über einen Einzelfall entschieden, soll ein Ministeriumssprecher gesagt haben. Das ändere nichts an der grundsätzlichen Visumspflicht für türkische Staatsangehörige.
    K:
    Die “Experten” kennen die gesetzliche Visumspflicht für türkische Staatsangehörige
    offenbar nicht - zumindest stellen sie mit ihrer Auffassung hierzu erkennbar die Rechtsordnung der BRD in Frage. Im übrigen müssen wir Deutschen gerade bei Urteilen bzw. Gesetzen/Rechtsverordnungen des EuGH etc. sehr wachsam sein, damit die deutschen Gesetze/Rechtsverordnungen nicht eines Tages völlig ausgehebelt werden !
    Z:
    Für Edgar Stoppa ist die Rechtslage laut Frankfurter Rundschau allerdings klar:
    “Laut dem Urteil darf die Masse der Türken visumfrei nach Deutschland kommen”. Das bedeute, dass türkische Touristen, Besuchsreisende, Sprachlernende und Personen, die sich medizinisch behandeln lassen wollen, bis zu drei Monate lang ohne Visum in Deutschland aufhalten dürften. Ebenso türkische Dienstleister wie Lkw-Fahrer oder Geschäftsleute. Das Urteil betreffe generell das Verhältnis von Dienstleistungsfreiheit und Visumpflicht und stelle klar, dass türkische Staatsangehörige ab sofort frei nach Deutschland einreisen könnten. Dies sähen auch andere Fachautoren so, habe Stoppa gesagt.
    K:
    Das Rechtsverständnis des Herrn Stoppa und der erwähnten “andernen Fachautoren” stellt jedenfalls eine Mißachtung der Rechtsordnung der BRD dar. Solche Ansichten sind (nicht nur) aus meiner Sicht äußerst bedenklich. Ich frage mich auch, ob die Herren Westphal und Stoppa tatsächlich glauben, daß ihre Polizeischüler insgesamt derartig fragwürdige Rechtsansichten ernsthaft teilen ?
    Z:
    Am Sonntag (08.03.2009) habe das Bundesinnenministerium die Sperrung bestätigt: “Der Zugriff von den Dienstrechnern auf diese Homepage ist geblockt.” Es habe die Gefahr bestanden, “dass die 40 000 Mitarbeiter der Bundespolizei dadurch irregeleitet werden”. Die Behörde müsse “eine einheitliche Linie vertreten”.
    K:
    Selbstverständlich ist das Bundesinnenministerium mit seinen diesbezüglichen Maßnahmen völlig im Recht ! Es ist nur richtig, wenn die privaten WEB-Seiten von Beamten bzw. Bediensteten (aller Art) wegen Verbreitung unsinniger Rechtsauslegungen gesperrt werden !
    Z:
    Die geplante Visa-Warndatei und die Einführung der Spracherfordernisse bei Ehegattennachzug vor der Einreise drohen – aus Sicht der Bundesregierung - ins Leere zu laufen.
    K:
    Dies beruht offensichtlich auf einem Wunschdenken des Autors E. S. - auch diese gesetzlichen Regelungen brauchen ihre Zeit, um nachhaltig zu wirken. Dies dürfte bei der türkischen Gesetzgebung in der Praxis kaum anders sein.
    Z:
    Der deutschen Medienlandschaft war aber die Sperrung dieser Informationen eher eine Meldung wert als das Urteil mit seinen weitreichenden Folgen für Millionen Türken. Zwangsläufig fallen da einem Vorwürfe ein, wonach Türken in Parallelwelten leben weil sie keine deutschen Zeitungen lesen und ständig türkisches Satellitenfernsehen schauen.
    K:
    Ich habe im Laufe der Jahrzehnte sehr viele Türken persönlich kennengelernt (teils beruflich, teils privat) und konnte bisher folgendes feststellen, daß
    a) ca. 80 % ausgesprochen positive Menschen sind
    b) ca. 50 % ohne Probleme deutsche Zeitungen lesen (können) und auch deutsch-
    sprachiges Fernsehen schauen
    c) ca. 70 % der türkischen Männer sich nach relativ kurzer Zeit gute deutsche
    Sprachkenntnisse freiwillig angeeignet haben !
    d) die Mehrheit der türkischen Frauen hier im Lande offensichtlich zu faul ist, die
    deutsche Sprache lernen zu wollen (!) - allerdings scheinen viele dieser Frauen
    unsereinen gut zu verstehen ! Nur, das lassen sie uns nicht wissen… Das nenne ich
    Schitzohrigkeit ! —
    Das soll’s für diesmal gewesen sein…
    Beste Grüße USKO

  3. @ USKO:

    die Mehrheit der türkischen Frauen hier im Lande offensichtlich zu faul ist, die
    deutsche Sprache lernen zu wollen (!) - allerdings scheinen viele dieser Frauen
    unsereinen gut zu verstehen ! Nur, das lassen sie uns nicht wissen… Das nenne ich
    Schitzohrigkeit ! —

    heheheheeh… :) daran hatte ich noch nicht gedacht! Aber es stimmt zum Teil :)
    Guter Blick Herr USKO

  4. Ach ja, die Kurdenfrage, die hat ja nicht wenige deutsche Gemüter immer schon sehr bewegt - und auch belastet. Und damit die Aufnahme der Türkei zur EU erst recht als Vorwand behindernd gedient! Nur fragen sich die Kläger schon, warum gerade diese Gruppe, dann hier, vor allem in Deutschland, irgendwie auch nicht so sehr gemocht werden, und auch nicht gerade besser behandelt werden, diesmal sogar mit den Anderen als eine Einheit zusammen. Die Fuchtel und die Knute des deutschen Asyl- und Ausländerrechts, gerade gegenüber ihnen, ist auch nicht von schlechten Eltern! Eigentlich verheerender, als in ihrem Status, als in der Türkei selber, weil sie dort eben auch keine Ausländer wären, sondern türkische Staatsbürger, mit den gleichen Rechten und Pflichten versehen!

    Und was ist mit euren Schülern los? Die schießen ja auf alles was sich in den Schulen bewegt! der letzte Ehren-Mörder, sprich Amokläufer, hat mit sich selbst 16 Leben in den Tod geschickt! Dann gibt es das Gutenberg-Gymnasium u.s.w. ….?

    Was sagt du mit deiner angeblichen Meinungsfreiheit, die du ganz schön missbrauchst und den entsprechenden Artikel im Grundgesetz falsch und vor allem nicht zu Ende liest! Da steht nämlich auch was von Ehre u.a.

    Artikel 5
    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
    (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

    Es gilt der weiße Spruch: „Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen!“

  5. @ USKO
    Man kann natürlich versuchen sich die sachen schön zu reden oder so darzustellen wie man es am besten braucht.
    Das in unseren reihen noch eine menge von Problemen sind die noch aufgearbeitet werden müssen ist klar , jedoch nicht auf diese art.

    Beispiel :
    Sie leben in Afrika , wo auch immer , und man berichtet über Ihre Landsleute und Ihre Heimat immer wieder im Negativen.
    Man will sich mit Ihnen unterhalten und fängt die Diskussion mit “Ihr Deutschen seid Scheiße ” an.
    Frage , in wie weit wären Sie persönlich dann noch bereit sich mit diesen Menschen und dieser Medienlandschaft aussernander zu setzten.
    Alleine das man Ihnen immer und immer wieder die Negativseiten vor augen führt , würde Sie doch irgenwann mal ankotzen , oder ?

    Genau das passiert hier in Deutschland.
    Man zeigt tagtäglich immer wieder Negativbeispiele und läßt die Positiven ausser acht.
    Ein generalverdacht , das alle Türkischenfrauen zu faul sind , ist leider auch nicht sehr konstruktiv !

    Und bevor Sie mir mit den Kurden anfangen , waren es nicht die Deutschen bzw die Deutschenpolitiker mit samt der dazu gehörenden Medienlandschaft , die sich darüber empört haben als Frau Merkel nach ihrer Gastfreundschaft dem Dalai Lama gegenüber ,die verhältnisse zu China verschlechtert haben.
    Man hat Sie kritisiert ob Sie sich nicht darüber im klaren war das China so darauf reagieren würde.
    Aber egal , man muß den Chinesen oder Russen oder auch den Amerikanern tief in den Arsch krieschen ,
    auch wenn Mao bei seinem Großensprung ca 65 Millionen Menschen getötet hat.
    Man muß den Russen lieben auch wenn Stalin mit seinen Gulaks mehrer Millionen Menschen umgeracht hat.
    Über den Amerikaner brauche ich wohl nichts zu sagen , da weiß jeder was gemeint ist , ausserdem sind es zuviele geschehnisse um diese auf zu listen.
    Aber , yes we can !

    Es ist nicht hilfreich seine eigenen Versäumnisse ausser acht zu lassen und den Türken immer wieder vor zu führen was man falsch macht.

    PS:
    Als in der Türkei die Vogelgrippe ausgebrochen war , hat man täglich darüber berichtet.
    Man hat die Kontrollen an den Flughäfen verstärkt obwohl allen klar war das diese Vogelgrippe über die Zugvögel aus dem Norden sowieso nach Deutschland kommen wirt.
    Gestern wurde im Radio ganz nebenbei erwähnt das in Süddeutschland ein Tier mit dem Virus HN51 gefunden wurden.
    Das wäre das erstemal seit zwei Jahren.
    Wieviele Menschen wissen heute noch was HN51 ist ?
    Die geschnisse in der Türkei werden aufgebauscht und die in Deutschland werden heruntergespielt.
    Und das nennen Sie frei Demokratische Berichterstattung ?
    Da kann ich nur lachen.

  6. Ich würde es noch um einige weitere Punkte das Ganze ergänzen wollen, mag sein, dass es auch in diese Richtung pauschaliert zugeht, aber auch dies muss man vortragen dürfen, damit sich hier auch etwas ändert, auch bei dies wahrgenommen wird, damit auch bei uns ein großes Umdenken stattfindet!

    Es ist auch gewisse kleine Selbstkritik, die sich ein jeder, für sich einmal in Ruhe überlegen sollte, und schon gar nicht brüsk ablehnen dürfte. Denn auch das muss man einmal sich anhören, weil es eben auch dazu beigetragen hat, dass es erst recht zu dieser - für uns - beängstigenden Situation beigetragen hat. Wir haben in vielen Dingen, durch deren Verhalten nun diese Malaise.

    Unser Gesamtbild in der deutschen Öffentlichkeit ist verheerend, dass man uns immer noch als so genannte „Schmuddelkinder“ der hiesigen Gesellschaft betrachtet, wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, dass uns somit nichts freiwillig zufallen will und man uns auch nicht freiwillig zugebilligen will, wirkt dann da ganz normal!

    Und so haben all diese Persönlichkeiten, sich auf deren Seite geschlagen, die schon immer ein besonders negativ Bild für uns übrig hatten, und nur, um des eigenen kurzfristigen Erfolges willen, fleißig mit Öl hineingeben.

    Das fing mit der vermeintlichen „Kurdenfrage“ an und wird sich wohl zukünftig noch durch viele Lebensthemen fortsetzen, z.Zt. werden Themen um die so genannte „Zwangsverheiratung“ und „Ehrenmord“ Geschichten den wissensbegierigen aufgetischt.

    Die Medien und auch die deutschen Politiker verschärfen dann noch diese - durch die große eigene Halb- und völlige Unwissenheit, natürlich auch im Vertrauen darauf, dass sie damit vielleicht auch die eine oder die andere reaktionäre Wahlstimme ergattern könnten. Nur lässt sie aber dann wiederum - unverständlich genug - das dann völlig kalt, wenn die Bürger, dann doch nicht zur Wahl gehen, und so doch nicht diese „wichtige Stimme“ verloren geht.

    Ich denke, dass dies auch nur vorgeschoben wird, für das eigene Selbstwertgefühl und für seine eigene immer zu pflegende Feindschaft - mit uns. Dass das deutsche Bildungsbürgertum durch den allgemeinen Schulunterricht auch so erhält. Einem Herrn Beckstein z.B. hat es überhaupt nicht interessiert, dass er Gesetze initiiert und verabschiedet hat, die uns in erheblichem Maße in unseren Rechten benachteiligt und beschränkt hat. Jetzt wird er vergeblich versähnlicher, nachdem er uns diese Schei… eingebrockt hat! Und was nützt das uns, dass er ein Türkeiliebhaber schon immer sei?! Nichts, ganz im Gegenteil, auch damals haben unsere Leute ihn hofiert, so wie man eben auch einen Sultan hofiert!

    Diese Demut ist schon mehr als beachtenswert! Leute, die den Kontakt mit deutschen Politikern hätten, verwänden aber nicht diese Möglichkeit, unser Anliegen, bei denen direkt und richtig zur Aussprache zu bringen. Sie arbeiten mit vielen Konjunktiven und ehrfürchtigen, wie auch demutsvollen Fragen, so wie eben auch man einen Papst ansprechen könnte.

    Dann haben auch eigene Leute die in Zeitungen und in ihren Büchern über uns eine Hatz und Lügen verbreiten, dass man regelrecht ohnmächtig wird, und die nächsten Zeilen nicht mehr lesen kann. Hauptsache ich werde berühmt!

    In den Niederlanden gab es eine farbige Sudanesin, die zunächst über Deutschland nach Kanada fliegen sollte, um dort verheiratet zu werden. Sie stieg aber vom Flugzeug ab, und reiste in die Niederlande. Dort verbreitet sie ihre sehr leidvolle Geschichte, dass sie in Kanada „Zwangsverheiratet“ werden sollte, dass sie gerade noch sich retten konnte, um nicht weiblich beschnitten zu werden und und und. Sie wurde berühmt und auch eine Abgeordnete einer rechtslastigen Partei.

    Jahre später, nach dem sie ordentlich die Menschen und ihre Ansichten aufgewirbelt hatte, und einen berühmten Spross einer Maler-Ikone, sogar zu Filmen verführt hatte, die nie so stimmten, und er schließlich einem Attentat zum Opfer fiel, bekannte sie sich dazu, dass sie alles erlogen hätte. Aber nachdem schon alles zu spät wurde. Nachdem viele Schulen und Häuser abbrannten, Menschen Opfer von weiteren Attentaten wurden, diesmal von der anderen Seite, und dabei auch zu Tode kamen und die Gesellschaft eine völlig andere wurde!

    Sie bekannte, dass das alles nicht stimmte, und ihre niederländische Staatsangehörigkeit sie dennoch beibehalten wolle, obwohl sie unberechtigter Weise kein Asylberechtigter gewesen wäre, weil sie über eine sicheres Drittland nach den Niederlanden angereist sei, nämlich Deutschland. Heute ist sie wohl nach den USA abgeschoben worden, nach dem sie einen zweiten Goebbels abgegeben hatte, voll mit Lug und Trug, und Demagogie, und vielen Opfer auf dem Gewissen!

    Nun auch in Deutschland, findet derlei Unverschämtes und Beschämendes für die Mehrheitsgesellschaft immer noch statt! In ihren Büchern finden sich dann wohlwollende Zusprüche und Vorworte deutscher Politiker - einen großen Raum ein. Ein ehemaliger Innenminister schreibt zu derlei Mist, auch noch wohlwollende und salbungsvollere Rezensionen, in namhaften Zeitungen und Zeitschriften, dazu.

    Dass die große Koalition z.B. auch eine Zwangsheirat ist sei nur am Rande erzählt, aber Spaß mal zur Seite, dass diese sogenannten „Zwangsverheiratung“ in ihrer überwiegenden Mehrheit nur arrangierte Ehen sein könnte, fällt den Wort- und Rädelsführern nie im Träume ein, denn dann müssten sie sogar den Hochadel strafrechtlich verfolgen!

    Es passieren gerade mal eins oder zwei so genannte „Ehrenmorde“ in Deutschland, was natürlich auch unhaltbar ist! Aber daraus gleich ein extrem verschärftes Gesetzeswerk draus zu machen, ist schon noch bemerkenswerter! Aber es verdeutlicht eben doch den großen Hass auf uns. Dieser Hass ist aber dennoch unberechtigt, auch wenn sie von einer großen Angst besetzt ist!

    Warum hat man aber dennoch so viel Angst vor uns?

    Wir wollen das mal auch am aktuellen Thema festmachen:

    Dass die Visumfreiheit kommen würde war schon absehbar und im Internet bereits ausführlich erläutert worden. Diese Meinung vertreten jetzt nun, aber auch führende Rechtsexperten auf diesem Gebiet - des Ausländerrechts.

    Da genügen alleine die Verweise auf die bisherigen Urteilen des EuGH und auf den EG-Vertrag, der Vollmitgliedschaft zur Zollunion der EWG/EU, wie den ARB 1/80 Beschluss und andere gemeinschaftsrechtlichen und völkerrechtlichen Vereinbarungen und damit auch bindende Verträge mit der Republik Türkei und der EWG/EU bzw. der BRD, wie auch des Deutschen Reiches; und damit einhergehend wird unweigerlich, neben der Visumfreiheit, auch die Niederlassungsfreiheit für alle türkischen Staatsbürger im EU-Raum kommen! Das steht mit dem vorliegenden Urteil von nun an fest!

    Die Verweigerungshaltung des deutschen Gesetzgebers gegenüber türkischen Staatsbürgern, gerade sie aus dem § 12 StAG auszunehmen, ist z.B. mit rechtlichem und menschlichem Verständnis auch nicht mehr zu begreifen, und auch nicht mehr zu halten und schon gar nicht mehr zu begründen.

    Wie lässt sich aber eine derartige krude Denkvorstellung eigentlich noch begründen?! Vielleicht, nur noch mit einem offenen Ressentiment gegenüber muslimischen türkischen Staatsbürgern, eigentlich kann man dies nur noch mit einem glasklaren Ethnozentrismus, also einem offenen Rassismus, aber auch auf einem feinsten subtilen Rassismus und dem Willen zu einer gewissen Apartheid - nur noch begründen. Die Religion ist zwar mit im Spiel, aber nicht unbedingt ausschlaggebend für diese unerträgliche geistige Haltung! Denn sonst wären z.B. die schon oft genannten Staatsbürger aus muslimischen Staaten, wie z.B. aus Afghanistan, Iran, Syrien, Tunesien u.a. extrem Staaten in Bezug auf den Islam - nicht vom § 12 Abs. 1 StAG so sehr begünstigt.

    Wir wollen mal die Iraner stellvertretend hier erläutern, die, mit wenigen Anteilen des Gegenteils, in ihrer großen Mehrheit vom § 12 Abs. 1 StAG vorzüglich profitieren:

    Das begründet sich z.B., natürlich auch darin, dass der erste Schub der Iraner, mehrheitlich männliche Studenten waren, die vom persischen Schah, in den 60er Jahren, in den „Westen“ ausgesendet wurden, um dort alles zu lernen und dieses dann später dem Land wiederzugeben, es mit - nach westlichem Vorbild - aufzubauen.

    Mit der ersten islamischen Revolution, unter Ayatollah Khomeini (ÄyÄtullah ‘al-khumayniyy), flohen dann im Jahre 1979 plötzlich und alleine, damals schon über 60.000 deutsche Ehefrauen von ehemaligen iranischen Studenten aus „Terhan“ - direkt nach Deutschland zurück!

    Im Übrigen sind iranische Frauen sich auch nicht zu schade, eine Ehe mit einem bekannten Spross bzw. Erben eines Deutschen Industriellen (wie z.B. mit dem Sohn von „Sexy Sachs“ bzw. „Foto-Sachs“ u.a.) und einem Freiherrn oder dem deutschen gehobenen Bildungsbürgertum sich hinein zu verheiraten – das Manko einer vermeintlichen „strengen Muslima“ mal weggeschoben.

    Dieses falsche Bild kann auch vor amerikanischen Vertretungen in Europa massenweise gesehen, wenn sich in Sicherheit befindlichen Iraner nicht nur politisches Asyl suchen, sondern auch eine Apostasie begehen wollen, also zum Christentum konvertieren wollen! Soweit also das „ehrliche Bekenntnis“ zum Islam!

    Die Resultate sind denn auch trotzdem mehr als, sehr bemerkenswert, und auch beachtenswert, dass dann auch nicht nur in einem § 12 Abs. 1 StAG eingeflossen ist, sondern auch in der Begeisterung z.B. eines Herrn Schily über die völlige Naturalisierung, also des völligen Untergehens der eigenen persönlichen Herkunft, z.B. in die deutsche Gesellschaft und auch der Verlautbarungen anderer so angenehm berührter deutscher Politiker. Könnte es ein „Domestos“ für die Haut geben, wäre auch das kleine Problem, mit dem etwas dunkleren Teint ja völlig gelöst. Tja nicht jeder hat das Klein-Geld eines M. Jackson, um sich zu erhellen!

    Beachtenswert genug auch deshalb, weil die jahrzehntelange Angstmache-Rhetorik gen „Westen“ gerichtet und besonders da gen „Israel“ aus dem Iran, keine Konsequenzen auf die hiesige iranische Diaspora haben konnte, denn all das konnte und kann bei ihnen einfach nur noch so abperlen! Obwohl es doch zu Deutschlands Staatsräson gehöre dem Staate Israel immer beizustehen, so viel zur ernst gemeinten unzerrbrechlichen Freundschaft, so jedenfalls der O-Ton, der ersten Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel!

    Wäre es hier die Türkei, an Stelle des Iran, der Ersten Islamischen Republik auf Erden, bis sich die Balken biegen, dass so sich in der Welt zeigen würde, dann wäre es sicher, dass wir es hier erst recht nicht auszuhalten könnten, man würde wohl, als türkischer Staatsbürger jeden Tag von den Deutschen dafür gesteinigt werden. Bei den Persern geht das alles ab! Ist ja auch klar bei der bedeutenden Vermengung mit der deutschen Ober- und Aller-Höchstliga!

    Komisch auch, dass hier die alte Rivalität der „Alten Griechen“ und Persern nicht zum tragen kommt, beim deutschen humanistisch vorgeprägten BILDUNGSBÜRGERTUM! Während aber die Tat des Halbgriechen Fatih, dem „Eroberer von Konstantinopel“ sehr zur Last gelegt wird!

    Aber die Türkei hat dennoch ein weitaus negativeres Bild in Europa und auch in Deutschland zu vertreten! Da hilft es ihr auch überhaupt nicht, dass sie in fast allen europäischen Organisationen Mitglied ist, selbst nicht als Verteidigungs-Partner in der NATO!

    Es ist wohl das Pech, der hier lebenden Menschen aus der Türkei, dass ihnen wohl gar nichts zugute kommt, weder die Waffenbrüderschaft aus dem „Ersten Weltkrieg“ mit dem Deutschen Reich den Österreichern und den Bulgaren zur so genannten „Achsenmacht“, noch das unbedingte Festhalten der Neutralität mit Hitler-Deutschland, dass sie fast bis zum Ende des „Zweiten Weltkrieges“ durchgehalten hatte(n)!

    Aber auch nicht bei der späteren Beteiligung des Aufbaus, des Deutschlands nach 1949, und damit auch ihren großen Beitrag zum Wohlstand der BRD, also der Wirtschaftswunderjahre, mit seinen Staatsbürgern geleistet hatten! Sind sie dennoch die Schmuddel-Kinder der deutschen Nation geblieben! Bei weiteren Ausführungen wollen wir es lieber dann auch belassen.

    Ist es also nicht an der Zeit die Dinge auch von der anderen Seite und einer anderen Perspektive zu benennen?!

    Ich denke schon!

  7. Delice

    Nur ein kurzer Kommentar, weil ich es nicht hören kann. Die Türken waren am Aufbau Deutschlands nach 1949 nicht beteiligt. Als die ersten Türken nach Deutschland kamen, war der Aufbau abgeschlossen und auch das Wirtschaftswunder neigte sich seinem Ende zu. Vielmehr rutsche Deutschland 1967 in die erste Rezession nach dem Krieg. Ohne Zweifel haben die türkischen Gastarbeiter hart gearbeitet. Aber an den besonderen Härten des Wiederaufbaus nach dem Krieg hatten Sie keinen Anteil. Die Aufnahme der Gastarbeiter war im nachhinein ein Fehler. Man hätte besser Fabriken rationalisieren bzw. Arbeitsplätze ins Ausland verlagern sollen, wie es in den 70iger Jahre geschah.

    Ein bulgarischer Freund sagte mir einmal, die Türken in Bulgarien stehlen Geschichte. Bei den Türken in Deutschland habe ich manchmal auch den Eindruck.

  8. @krause

    Du hast natürlich recht. Die Gastarbeitergeschichte der Menschen aus der Türkei fängt natürlich erst Ende der 50er Jahre an!

    Nur vergisst man dabei allzu recht und allzu gern, dass gerade diese, jetzt Neudeutsch verächtlich bezeichneten „bildungsfernen Schichten“, diese BRD trotzdem mit aufgebaut haben. Man sollte auch dabei nicht vergessen, dass sich andere Gastarbeitergruppen sich relativ frühzeitig vom Fließband oder der glühend heißen Magma-Straße oder den Bergmannsarbeit unter Tage vom Ruhrpott, schnell verabschiedet hatten.

    Für derlei Tätigkeiten waren die Männer und Frauen des Südens auch einfach nicht geboren. Und traf sich etwas anderes für sie zusammen. Schnell erkannten sie eine neue Marktlücke! Schließlich wollten, auch die wieder nach Hause gekommenen deutschen Touristen, aus „Bella Italia“ oder der „Akropolis“, aus der Zeit der Wirtschaftswunderjahre der BRD, ihren so schönen Italien- oder Griechenlandurlaub irgendwie und irgendwo in ihrer Stadt versüßt und verlängert haben/wissen.

    Wie Pilze schossen damals diese Restaurants aus dem Nichts, und alle Neu-Unternehmer beschäftigten natürlich zunächst einmal - nur - ihre eigenen Familienmitglieder in Deutschland, was den „deutschen Michel“ und der blonden Helga noch mehr begeisterte, denn alles war so billiger. Die Menschen immer noch so freundlich, wie am Strand, eben anders als beim widerborstigen deutschen Gastwirt, mit seinem noch grimmigen Kellner, zumal er auch noch so viele Ruhetage hatte, und zu viel verlangte für die einfache Hausmannskost!

    Es war aber auch eine Selbstausbeutung des „kleinen Italieners“ und des „Alexis“, die diesen Menschen auch sehr half, schneller fußzufassen. Natürlich auch der gemeinsame christliche Glaube, was man nicht unterschätzen sollte. Denn schließlich hatten ihre Ämter Rom zu verdanken, deswegen war der Einsatz dieser Glaubensmänner auch nicht zu verachten! Man aß aber auch gerne Pasta, Pizza und Gelatine-Eis des Italieners „á la Roma“ um die Ecke, und man aß große günstige Fleischstücke aus Schweinefleisch und Lamm am Spieß natürlich nur nach „griechischem Rezept“, und besang den „Griechischen Wein“ mit Costa und die „Amoré“ mit Eros gemeinsam in deutschen Hitparaten von ZDF.

    Irgendwie überwunden diese „kleinen Südländer“, die nie vorhandene Integrationspolitik in Deutschalnd. Auch hatten diese - von Anfang an - weitaus weniger rigide gesetzliche Restriktionen zu befürchten, von der wie geschmiert laufenden deutschen Ausländerpolizei und -behörde. Es gab ja auch noch ganz zu Anfang der 50er Jahre - die römischen Verträge, die zur politischen EWG führte, die Ihnen noch zusätzlich einen rechtlichen Halt gaben. Bei den Griechen drückte man beide Augen zu! Der Aufenthalt war also einfach und ohne Beschränkungen! Es wurden auch griechische Schulen gegründet, damit war für die Kinder die Sonderschule ins ferne gerückt!

    Während türkischen Staatsbürgern behördlicher Seite, noch bis weit in die 90er Jahren hinein, sogar die einfache Tätigkeit als Geschäftsführer in Gaststätten untersagt wurde. So stand es auf jeder vom Sachbearbeiter, gnädig erteilten Aufenthaltserlaubnis! Sie konnten ihre Ehegatten nicht einmal gleich nach „Alamanya“ bringen, denn der bzw. sie musste mindestens 3 Jahre lang erst einmal in der Türkei von ihm oder ihr getrennt leben. Geborene Kinder sahen ihren Vater erst mit 2 bis 3 Jahren oder auch noch später, wenn die behördlich geforderten 12 qm nicht ausreichten! Damit verstieß diese unmenschliche Regelung nicht nur gegen § 1565 Abs. 2 S. 1 1. HS BGB:

    „Leben die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden
    werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der
    Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde.“ ,

    und auch gegen § 1566 Abs. 1 BGB:

    „Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten
    seit drei Jahren getrennt leben.“,

    wie auch gegen Art. 6 Abs. 1 GG:
    „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. …“!
    Aber so etwas hat weder die deutsche Mehrheitsgesellschaft noch die Konstrukteure dieser kruden Gesetze und Verordnungen je interessiert! Ganz im Gegenteil, je verschlimmerte die rechtlich Lage der Türken, desto besser sah man es!

    Obwohl diese Politiker, damit nicht nur gegen nationale Gesetze und das Deutsche Grundgesetz eindeutig verstießen, nebenbei auch noch gegen das Gemeinschaftsrecht, hat es wenige so recht interessiert, auch nicht die Gewerkschaften oder gar die Kirchen! Noch heute scheren sie sich einen Deut um diese und zustehenden Rechte!

    Denn, wenn es um türkische Staatsbürger geht gibt es in Deutschland keine Rechtsstaatlichkeit, dass ist nun mal Fakt! Alles muss eben bis vor dem EuGH von jeden einzelnen Klägern jahrelang durch deutsche Instanzen durchgefochten werden, was natürlich sehr viel Zeit, ungeheuer viel Geduld und auch noch mehr Geld kostet!

    Und genau da wird von der deutschen Seite es angelegt, es wird spekuliert, dass wir entnervt aufgeben, darauf legen es eben deutsche Politiker wirklich darauf an! Die Menschen sollen einfach den Mut verlieren, sich ihre schon Jahrzehntelang währenden Rechten auch nur einzufordern! Sie sollen in gewisser Weise und Form dumm und rechtlos gestellt und auch gehalten werden! Aber nicht alle der fast 3 Millionen Menschen aus der Türkei wollen mehr Lämmer sein und auch bleiben!!!!

    Sie konnten also sich nie so selbständig machen! Es sind Jahrzehnte die einfach unwiederbringlich einfach verloren sind! „Einmal Arbeiter immer Arbeiter!“ – eine elegante Fessel für sich.

    Erst durch höchste Urteile und Entscheidungen, vornehmlich vor dem EuGH wurden ihnen diese ihnen wirklich zustehenden Rechte zähneknirschend zugebilligt! Und das auch noch jedesmal mit einer enormen zeitlichen Verzögerung. Ihnen wurden diese Rechte nur schrittweise gegeben! Dabei erfindet nicht einmal das Gericht in Luxemburg keine neuen Rechte, sondern setzt nur gültige Verträge um, und nicht anderes!

    Wohl gemerkt diese unsere Rechte erhalten wir nicht einmal vor und von deutschen Gerichten! Rechtsbrüche, werden in unserer Angelegenheit nicht einmal von Bundesgerichten hingenommen, und nur erst nach dem Umweg vor dem EuGH, wegen dem Normsetzungscharakter der Urteile des EuGH, als die höchste Institution der Gemeinschafts-Organe, geben deutsche Gerichte in diesem engen Kordon, diese an uns weiter, und nichts mehr!

    Einzigartig ist es auch dann, dass Schadensersatzansprüche, beim Verletzen von Gemeinschaftsrechten, folgenreich auch für deutsche Richter sein könnten, denn das „Richterprivileg“, was sie bei der nationalen Rechtssprechung davor bewahrt, wirkt nämlich nicht in Belangen des Gemeinschaftsrechts, das wird wohl vielen Richter bisher gar nicht bewusst sein!

    Dazu auch ein Auszug aus dem Kommentar (Seite 318, Rn. 30) von „Sodan – Grundgesetz“ zu Art. 34 GG - Ausgabe 2009, ISBN 978 3 4 406 58070 3:

    „… Für richterliche Entscheidungstätigkeit gilt eine Haftungseinschränkung (§ 839 30 III [ BGB). Amtshaftung greift gegenüber richterlicher Entscheidung nur bei einer Rechtsbeugung (§ 336 StGB) oder Richterbestechlichkeit (§ 332 II StGB) - Richterprivileg. Dies bezieht sich auf alle richterlichen Amtswalter bei Ihrer Tätigkeit zur Vorbereitung und/oder Erlass von Entscheidungen, die Rechtskraft entfalten(können); denn diese soll damit gegen erneute Aufrollung der Frage Im Amtshaftungsprozess gesichert werden (BGHZ 64,347,349 - st. Rspr} Daher genießen das Verhalten der Justizverwaltung der Freiwilligen Gerichtsbarkelt und der Staatsanwaltschaft kein Richterprivileg (zu Näherem vgl. von Danwitz In MKS, Art. 34 Rn. 109; Bonk in Sachs, Art. 34 Rn. 94) - für offensichtliche Verstöße höchster nationaler ‘Gerichte gegen Gemeinschaftsrecht gilt jedoch das Richterprivileg nicht (EuGH NVwZ 2004,79).“

    Auch müssen eigentlich deutsche Gerichte, gemäß Art. 234 EG Teil 3 bei „Vorabfragen“, derlei Fragen eines betroffenen Klägers eigentlich direkt an das EuGH richten, was sie aber natürlich trotzdem selten tun, was den Instanzenweg so natürlich immer noch so erheblich lange hält! So sollten vielleicht Rechtsanwälte einmal damit anfangen, schon mal etwaige Schadensersatzansprüche zu formulieren, um es vor einem deutschen Landgericht dann einzuklagen! Denn es heißt nämlich im EG-Vertag folgendes:

    „Wird eine derartige Frage in einem schwebenden Verfahren bei einem einzelstaatlichen Gericht gestellt, dessen Entscheidungen selbst nicht mehr mit Rechtsmitteln des innerstaatlichen Rechts angefochten werden können, so ist dieses Gericht zur Anrufung des Gerichtshofes verpflichtet. …

    Aber noch heute will man uns vieles an unseren Rechten einfach nicht freiwillig geben, man will es einfach nicht wahrhaben, wie auch das neuste Urteil des EuGH, vom 19. Februar 2009, in der Rechtssache „Soysal C-228/06“, über die Visa-Freiheit von türkischen Staatsbürgern, eindrucksvoll stattfindet!

    Natürlich ist es ein völlig anderes Gefühl, wenn man mit der Knute des Ausländerrechts aufwächst, als wenn man sorglos in den Tag hinein leben kann. Noch heute würde die deutsche Wirtschaft im Übrigen völlig zusammenbrechen und auch das Bankenwesen in Deutschland, wenn sich türkische Staatsbürger entschließen würden ihre Zelte wirklich abzubrechen, und damit ihre Konten von geschätzten über 150 Mrd. EURO auflösen würden, dabei sind andere Kapitalanlagen und -verträge nicht einmal mitberücksichtigt!

    Nun stellt sich schon die Frage, wie dankbar Deutschland und die Deutschen nun sind?

  9. @USKO

    Warum lernt ihr nicht mal Türkisch.

    Schließlich ist das türkische die zweitgrößte Sprachfamilie von Muttersprachlern – hier in Deutschland! Türkisch wird nämlich nicht nur von Menschen aus der Türkei gesprochen!

    Es gibt sogar über 120.000 bis 150.000 Deutsche die dauerhaft in der Türkei leben, und trotzdem lernen auch dort sehr wenige der Deutschen die türkische Sprache.

    Und warum nicht?!

    Weil wir es Ihnen zu einfach machen und mit ihnen natürlich in Deutsch oder Englisch reden!

    Deutsche Nachrichtensprecher und Reporter, verrenken dann aber wiederum ihre Zunge, um in der korrekten Aussprache die Namen von spanischen Würdenträgern wieder zu geben, wie z.B. den komplizierten Namen der Ehefrau des spanischen Kronprinzen! Den Namen Erdogan hat man bis jetzt nie richtig wiedergeben können, was nicht Unwissenheit ist, sondern einfach nur eine große Unverschämtheit!

    Während man aber hierzulande auch nicht einmal den Namen des türkischen Nachbarn wiedergeben kann, auch nicht will, obwohl man es doch schon so oft beigebracht bekommen hat.

    Wer also sich nicht für uns interessiert, für den sollten wir uns schließlich auch nicht so recht interessieren wollen, wo doch ohnehin die englische Sprache von Deutschen lieber gesprochen wird, als ihre eigene Sprache selbst, sollen auch wir das Deutsche getrost überspringen!

  10. @ delice
    Ich bin der Ansicht, dass türkisch viel schwerer zu lernen und auch auszusprechen ist als beispielsweise spanisch. Dass Deutsche, die in der Türkei leben, nicht türkisch lernen, finde ich genauso schade, wie dass türkische Frauen 30 Jahre hier leben und immer noch nicht in der Lage sind, ohne ihre Tochter als “Dolmetscherin” zum Arzt zu gehen. Dass die Namen der Nachbarn nicht richtig ausgesprochen werden können, find ich auch nicht richtig, aber können wirklich alle Türken die Namen ihrer deutschen Nachbarn richtig aussprechen?
    Außerdem bin ich der Ansicht, dass man die Lage der Iraner und der Türken nicht vergleichen kann. Viele Iraner sind aus politischen Gründen geflohen oder ins Exil gegangen, darunter auch viele Bahai, die Angst um ihr Leben haben müssen, wenn sie in den Iran zurückkehren. Ist das auch mit den Türken der Fall? Meines Wissens nicht.
    In einem haben Sie aber recht: Publik werden fast immer nur die Negativbeispiele.
    Ich hoffe, dass wir einmal so weit sein werden, dass sich Türken und Deutsche gegenseitig akzeptieren können, ohne den anderen immer als “Türken” oder als “Deutschen” zu sehen…

  11. @ theo
    “Ich hoffe, dass wir einmal so weit sein werden, dass sich Türken und Deutsche gegenseitig akzeptieren können, ohne den anderen immer als “Türken” oder als “Deutschen” zu sehen…
    Applaus !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  12. “Unser Gesamtbild in der deutschen Öffentlichkeit ist verheerend, dass man uns immer noch als so genannte „Schmuddelkinder“ der hiesigen Gesellschaft betrachtet, wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, dass uns somit nichts freiwillig zufallen will und man uns auch nicht freiwillig zugebilligen will, wirkt dann da ganz normal! ”

    Warum ist das Bild der anderen Migranten (ausser Moslems) besser? Liegt es daran, dass die anderen einfach bereit sind, andere Kultur zumindest zu respektieren, und nicht nationalstolzgetrieft und im festen Glauben an die Überlegenheit der eigenen spirituellen Überzeugung sich über die anderen Kulturen zu stellen? Selten, seeehr selten habe ich erlebt, dass moslemische Mitbürger eine Einladung zu einem Essen bei einem Deutschen annehmen. Das Essen könnte ja irgendwie verunreinigt sein.

  13. @ hans schneter
    Vieliecht liegt es daran das der Deutsche niemanden Eingeladen hat ?
    Es ist doch bekannt das der Deutsche diese Sozialen Strukturen gar nicht besitzt.
    Ein Polterabend ist mit 70 - 80 mann ist schon groß , eine Verlobungsfeier im sinne einer Feier gibt es nicht und eine Hochzeit mit ca 100 wird schon als sehr groß betrachtet.
    Jemanden zum Essen einladen kommt so gut wie gar nicht vor , dann eher zu Kaffee und Kuchen , wobei man diese Einladungen an einer Hand abzählen kann.
    Also die EInladung zu Kaffee und Kuchen ist wie besagt die Seltenheit und wird meistens auch wegen der Darstellung in der Öffentlichkeit auch mit unter erst gar nicht ausgesprochen.
    Abgesehen davon ist in der Heutigenzeit jeder sowieso mißtrauich weil man sich in der annoymität kaum kennt und somit meistens nicht mal den Nachbarn kennt.

  14. “Jemanden zum Essen einladen kommt so gut wie gar nicht vor ”

    Wie bitte? Deutsche laden also so gut wie _nie_ jemanden zum Essen ein? Ich bitte Sie.
    Aber vielleicht haben Sie insofern recht, dass der Deutsche den Moslem vielleicht wirklich nicht eingeladen hat. Vielleicht ist die religiös-kulturelle Kluft zwischen Christen und Moslems doch zu groß?

  15. @ hans schneter:

    Vielleicht ist die religiös-kulturelle Kluft zwischen Christen und Moslems doch zu groß?

    Zwei richtige Freunde sollten niemals die politischen oder gar religiösen Themen/ Ansichten zur Diskussion bringen. Es wird meistens eh böse ausgehen, wenn der Wille zum friedlichen fehlt :)

  16. ah ja und Herr Coskuns Meinung über die Kochkünste der Deutschen…. Jeder Türke schmunzelt halt :)
    So sind nunmal die Vorurteile… Wenn die türkische Mama bei Elternabenden in der Schule Börek und Lahmacun vorbereiten soll, kommt die deutsche Mutter gern mal nur mit Rohkost daher. Also eine Bekannte macht das nicht mehr. Frau Meyer: ” Ach hallo Frau Öztürk, sie kochen ja so toll! Können Sie beim nächsten mal diese leckeren Böreks und Weinblätter machen??” Frau Öztürk: ” Wissen Sie oder können Sie sich eigentlich im geringsten vorstellen, wie lange denn so etwas dauert?” verdutzte Blicke von Frau Meyer… “Ich bring nen Salat mit”, sagt Fr. Öztürk ;)
    das ist vor kurzem erst passiert :) ich fands lustig.
    Es gibt nunmal viele Beispiele. Es ist ein bestimmtes Klischee und es passt zu 95% :)

    Ich würde aber nie behaupten, dass Deutsche keine Besucher zum Essen haben!

  17. Elif, einladen ist vielleicht das Schlüsselwort. Klar, die Deutschen laden ihre Verwandten, manchmal auch ihre Freunde ein - allerdings wohl wirklich eher zum Kaffee als zum Essen. Bei den jüngeren schon eher, da kocht man vielleicht sogar zusammen.

    Aber: man kommt nicht uneingeladen. Die meisten traditionelleren deutschen Hausfrauen wären über ungeplante Gäste, die auch noch eine warme Mahlzeit haben sollen, entsetzt. Die traditionelle deutsche Küche eignet sich nicht dazu: schon beim Einkaufen wird die Menge genau auf die Personen berechnet - pro Kopf EIN Schnitzel, EIN Würstchen … oder wie auch immer. Da ist kein Platz für Leute, die dann zum Essen bleiben.

    Türkische Gerichte, gerade die einfachen, wie Eintöpfe (sulu yemek), mit Pilaw und Salat, können in den meisten türkischen Familien aus dem Eingekauften in einer Portion zubereitet werden, die sich für unerwarteten Besuch verlängern lässt. Oder jemand geht schnell noch etwas zusätzliches einkaufen. Das Essen muss ja auch nicht zu einer bestimmten Stunde auf dem Tisch stehen….

    Ich kenne das durchaus von meiner deutschen Familie, dass Kinder regelmäßig nach Hause geschickt wurden, wenn Essenszeit war. Auch wir hatten von den Eltern die Auflage, wenn wir irgendwo waren, sofort uns zu verabschieden, wenn die Familie der Freunde zu Tisch gehen wollte. Einfach mitessen, das gab es nicht.

    Und insofern hat Coskun recht - H. Schneter bezieht sich auf geplante Einladungen, wie zum Geburtstag oder auch mal so. Aber die zwei Arten der Gastfreundschaft sind sehr, sehr unterschiedlich.
    Gerade auch, was den Status des Gastes betrifft: deutsche Kinder lernen, als Gast hat man etwas mitzubringen, für die Einladung zu danken, eventuell mitzuhelfen und möglichst keine Umstände zu machen.
    In der türkischen Auffassung ist es eine Ehre, einen Gast zu haben, man dankt ihm für sein Kommen, schenkt ihm vielleicht sogar etwas, er darf sicher nichts arbeiten und man bemüht sich, ihm alles recht zu machen.
    Gerade da sehe ich die Unterschiede besonders scharf.

  18. @Linda

    Ha ha, na, ich weiss ja nicht, in welchen Kreisen Sie sich bewegen, aber ich kann dem so nicht zustimmen. Allerdins muss ich anmerken, dass meine Mutter aus Böhmen kommt und von Zigeunern abstammt. Dazu bin ich in München aufgewachsen. Vielleicht mag das in Norddeutschland bei reinrassigen Deutschen anders sein, und es werden wirklich die Gäste nach Hause geschickt, weil pro Person nur “ein Würstchen” und ein “Schnitzel” eingekauft wurde.

    In der deutschen Küche gibt es also keine Eintöpfe und Salate, die man “verlängern” könnte und auch ein “noch schnelles Einkaufen gehen” ist für Deutsche ausgeschlossen, da das Essen deutschlandweit um 18:00 auf dem Tisch stehen muss. “Einfach mitessen” gibt es bei Deutschen nicht. Generalstabsmäßig wird auf das Gramm genau die Nahrung für die Gruppe, sprich Familie, eingekauft. Gäste ausgeschlossen. Wenn, dann an Geburtstagen oder hohen, sehr hohen Feiertagen.

    Darüberhinaus ist der Gast für Deutsche nur Last, es ist fast schon eine Schande, ihn bei sich daheim zu haben. Man mault ihn über sein Kommen an, er muss dann flugs in die Küche zum Schuften und man versucht, ihm den Abend so richtig zu vermiesen. Ja, so ist das bei den Deutschen. Ein schreckliches Völkchen. Ein wirklich schreckliches Völkchen.

    Über das Essen muss man nicht reden. Viel mehr als Brühwürste und Kartoffeln kennt die deutsche Küche nicht, auch hier ist die orientalische Küche weit überlegen.

  19. “Zwei richtige Freunde sollten niemals die politischen oder gar religiösen Themen/ Ansichten zur Diskussion bringen. Es wird meistens eh böse ausgehen, wenn der Wille zum friedlichen fehlt ”

    Gerade das sollten “richtige” Freunde tun, sonst nenne ich das Bekanntschaft. Zugegebenermaßen habe ich nur zwei “richtige” Freunde.

  20. Auch wenn sie jetzt spotten - ich komme aus Nordhessen, einer durchschnittlichen Beamtenfamilie, und es galt dort allgemein, nicht nur in unserer Familie, als sehr schlecht erzogen, wenn man sich nicht rechtzeitig vor der Mahlzeit verabschiedete. Erwachsene gehen von alleine, die zum Spielen gekommenen Kinder werden wirklich mehr oder weniger deutlich verabschiedet.
    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass da böhmische Familienbräuche anders waren.
    Und ja, es wurde generell so eingekauft und gekocht, dass keine Reste bleiben sollten, und die Zutaten jeweils für ein Gericht. Dank der deutschen Ladenöffnungszeiten (die sich dankenswerterweise inzwischen geändert haben), wäre auch mit nachkaufen nichts gewesen - aber in der Denkweise der Leute wäre das auch nicht vorgekommen. Beim größten Teil meiner deutschen Familie ist es heute noch so, auch in der Nachbarschaft. Selbst erwachsene Kinder, die im gleichen Ort wohnen, kommen nur auf Verabredung zum Essen - sonst sind sie nicht eingeplant und gehen vorher.
    Und wenn es Eintopf gibt - der ist auch auf Portionen berechnet, übrigbleiben soll nichts.
    Essenszeit je nach Familie und Arbeit - bei uns war es grundsätzlich 13 h, danach konnte man die Uhr stellen, bei den Nachbarn wegen der Arbeitszeit des Vaters vielleicht 16 h. Das mag sich geändert haben, entsprach aber durchaus durchschnittlicher deutscher Gewohnheit.

  21. @Linda

    Warum sollte ich spotten? Wie schätzen Sie mich denn nun schon wieder ein?
    Nun, zu Ihren Ausführungen:
    interessant…. unglaublich eigentlich. Ich muss gestehen, dieses Verhalten ist mir fremd. Eintopf, bei dem nichts übrig bleiben darf…. Gäste werden nach Hause geschickt….
    Kein Wunder, dass es mit der Integration nicht klappen mag. Aber soll ich Ihnen was sagen? Mir waren die Deutschen von jeher schon suspekt. Ich habe nur einen einzigen deutschen Freund, und der ist Bayer, alle anderen sind aus Osteuropa, dem Balkan, dem Orient und einzeln verstreute aus anderen südlichen Ländern. Sogar Amerikaner sind darunter, und man staune, auch die sind sehr gastfreundlich.

    Na, ich erwähnte ja schon, ein schreckliches Völkchen. Lebenslustig sind sie nicht, die Deutschen. Wobei man sich immer fragen MUSS, was Lebenslust nun eigentlich bedeuten mag. Für Angehörige eines Bantu-Stammes sind auch die türkischen Verhältnisse langweilig.

    In diesem Sinne
    HS

  22. ” Die Welt zu Gast bei Freunden”

    Dieses Motto war doch der Knüller im Jahr 2006, oder?
    Warum also nicht Fußball mit Essen verbinden und dadurch einen Beitrag zur Integration leisten?
    Türken und Deutsche laden herzlich zum Essen ein :)

    Ob das gut geht?

  23. In der Türkei zumindest gibt es zwei Arten von Einladungen die herkömmliche, also wo der Einladende die Rechnung im Restaurant übernimmt und die auf gut deutsche Art, d.h. jeder zahlt für sich, so viel zur Einladung.

    Ich bezweifele überhaupt ob das Gro der deutschen Ehefrauen überhaupt kochen kann, und wenn ja überhaupt die große Lust dazu verspürt. Denn Essen am Abend bedeutet schlichtweg nur „Brotzeit“, was nicht anders heißt, wie belegte Brote, das war´s denn auch! Nicht zu vergessen die Tiefkühl Fertiggerichte! Schade nur um die 20.000 EURO teure neue Kücheneinrichtung - sieht dennoch irgendwie schick aus, auch wenn nur der Kaffeeautomat und der Herd, zum auftauen der Tiefkühlkost von FROSTA, intensiv benutzt werden, und natürlich auch der Kühlschrank!

    Zu den Frauenrechten gehört es vielleicht auch eben nicht mehr zu kochen?

    Ach ja Geselligkeit: Oder wie wird man nur gesellig, wenn kein Alkohol fließt?

  24. @ theo:

    Das du da mal nicht täuschst. Türkisch ist eigentlich viel einfacher als die deutsche Sprache - versuch es nur einmal!

  25. ui ui ui, Delice

    Sie haben ja Vorurteile, pauschalisieren tun Sie auch noch gerne. Wie halten Sie es bloss aus hier in Deutschland? Es muss ja eine Qual sein, unter diesen versauten Barbaren zu leben. Kein Wunder, dass man sich da gerne in die Parallelgesellschaft zurückzieht, gell?

    Wie war das bei den Türken? Da gibts nur Kebap und diesen Trinkjoghurt, was anderes haben die ja nicht, diese Gastarbeiter. Na ja, vielleicht noch diese klebrigen Weinblätter.

  26. Delice sagt wahrscheinlich noch Dankeschön wenn sie mal wieder vom Ehemann
    verprügelt wird weil das Essen angebrannt ist. Also dann doch wohl besser
    Frosta und ein tröstendes Wort wenns mal wieder anbrennt…

  27. Delice:
    Es gibt sogar über 120.000 bis 150.000 Deutsche die dauerhaft in der Türkei leben, und trotzdem lernen auch dort sehr wenige der Deutschen die türkische Sprache.
    Und warum nicht?!

    Hmmm, vermutlich weil die nicht finanziell abhängig sind von Sozialgaben der Türken? Die sie ohnehin nicht bekommen würden.

  28. Um aufs Thema zurück zu kommen:

    Das türkische Fernsehen sendet seit neustem für die kurdischen Menschen in der Türkei 2 Kanäle auf Kurdisch. Dies geschieht sicherlich auch unter einem gewissen Zwang um, den wohlmöglich nie stattfindenden EU-Beitritt, näher zu kommen. Schon seltsam dass sich die Türkei dazu verpflichtet fühlt, wo im Gegenzug die hier lebenden türkischstämmigen Menschen sich damit auseinandersetzen müssen ob sie eine Satielietenschüssel aufstellen dürfen, um sich die Informationen zu holen die ihnen, von den deutschen Medien ,einfach vorenthalten werden. Wenns mit der Schüssel nicht klappt und diese undankbaren Leute trotzdem Infos aus der Heimat, bzw. über ihre Rechte und Pflichten in Deutschland zu informiert werden wollen, haben sie noch die Möglichkeit sich KOSTENPFLICHTIG ein Paar Kanäle einspeisen zu lassen, wärend den Handvoll Engländern oder Franzosen in deutschland kostenlos Informationen bereitgestellt werden.
    Ich bin fest davon überzeigt dass die Politik bei der Verbreitung von solchen Informationen, wie in dem oben genannten Beitrag, einfluß hat. Und ein CDU geführtes Deutschland hat großes Interesse daran solche Informationen vorzuenthalen. Es wird Stück für Stück versucht den türkischstämmigen Menschen ihre eigene Identität zu nehmen. Erdogan hat mit seiner Aussage über die Assimilierung den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Ich glaube auch dass die Bundesregierung bei den Ausländern das versucht, was sie bei den deutschen Staatsangehörigen nicht schaffen würden. Sie wollen jemanden der Gebildet ist, viel arbeitet, seine Rechte nicht kennt aber sich an seine Pflichten hält, nur Informationen bekommt die dem Staat zu Gute kommen. Wenn es so weiter geht ist der Ausländer in 50 Jahren ein staatlich geformter, perfekter Deutscher. Es geht gar nicht um deutsch oder türkisch. Bei den Türken hat man einfach mehr Möglichkeiten weil sich keiner wehrt und um seine Rechte kämpft. Und warum nicht? Weil man bloß nicht auffallen will und der deutschen Bevölkerung zeigen möchte dass man sich integriert hat. Unterdrückung = Integration.

  29. Es wird ganz klar mit zweierlei Maß gemessen. Ich will mir garnicht vorstellen was gewesen wäre wenn der 17 jährige Attentäter Türke gewesen wäre, zusätzlich noch zufällig eine Ex-Freundin in der Schule gewesen wäre.

    Oder wenn irgendein Imam gesagt hätte dass Kondome nichts gegen AIDS bringen.

    In allen Sendern Nachrichtensprecher mit einer riesen großen roten fetten Aufschrift: “Islam…Moslem….Ehrenmord….)

  30. Na ja Yasin… Lies mal bitte den unten angegebenen Artikel.
    Verinnerliche bitte diesen Kommentar von Herrn Grindel und glaub mir…. Du wirst vor Zorn dein Herzschlag hören. Ich habe in meinen Lebensjahren in Deutschland, noch niee so etwas Absurdes und Unverschämtes von einem Deutschen gehört!!!
    Ich bin wirklich enttäuscht! Von einem Politiker solche Kommentare zu lesen, ist echt die Härte.

    hier klicken

  31. Yasin schrieb:
    “Es wird Stück für Stück versucht den türkischstämmigen Menschen ihre eigene Identität zu nehmen. Erdogan hat mit seiner Aussage über die Assimilierung den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Ich glaube auch dass die Bundesregierung bei den Ausländern das versucht, was sie bei den deutschen Staatsangehörigen nicht schaffen würden. Sie wollen jemanden der Gebildet ist, viel arbeitet, seine Rechte nicht kennt aber sich an seine Pflichten hält, nur Informationen bekommt die dem Staat zu Gute kommen. Wenn es so weiter geht ist der Ausländer in 50 Jahren ein staatlich geformter, perfekter Deutscher. Es geht gar nicht um deutsch oder türkisch. Bei den Türken hat man einfach mehr Möglichkeiten weil sich keiner wehrt und um seine Rechte kämpft. Und warum nicht? Weil man bloß nicht auffallen will und der deutschen Bevölkerung zeigen möchte dass man sich integriert hat. Unterdrückung = Integration.”

    Einfach lächerlich die Aussagen, auch für Dich, komm mal von Deiner Opferrolle weg!!!
    Es können ja mal 3 Millionen Christen in der Türkei mehrere tausend Kirchen
    bauen, dann wirst du sehen was wirkliche Unterdrückung ist.

    In diesem Punkt seit ihr wirklich Weltmeister:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heuchelei

    Italiener, Spanier, Portugiesen, Griechen, Japaner, alle leben
    hier ganz normal ohne grosse Probleme, aber Türkiye
    braucht natürlich tausend Extrawürste um als Dank
    weiterhin kein Respekt vor der Gesellschaft in diesem
    Land zu haben.

    Ausserdem was meinst du mit Unterdrückung???
    Meinst du die vielen Jugendlichen die von eurem
    gewaltbereiten Nachwuchs-Gangs tagtäglich tyrannisiert werden?

  32. Als ob die Integration der Turk-Araber in anderen Ländern besser wäre!
    Man schaue nach Frankreich, nach Spanien, ja in allen europäischen Ländern ist das die Volksgruppe, die Probleme macht und sich einfach nicht anpassen kann! Von Wollen kann schon lange nicht mehr die Rede sein.
    Die Interegration der Muslime in Europa ist gescheitert. Punkt.

    Bei den Türken hat man einfach mehr Möglichkeiten weil sich keiner wehrt und um seine Rechte kämpft. Und warum nicht? Weil man bloß nicht auffallen will und der deutschen Bevölkerung zeigen möchte dass man sich integriert hat. Unterdrückung = Integration.

    Das ich nicht lache, wer fordert und fordert denn, ohne den Hals voll zu kriegen? Die Japaner? Vietnamesen?

  33. Die japaner müssen auch nicht darum kämpfen ohne Visum einreisen zu dürfen. Der Türke hingegen hat das RECHT ohne einzureisen. Aber er darf seine Rechte nicht wahrnemen.

    Ist schon schlimm dass man jetzt auch noch als gieriger Türke hingestellt wird nur weil einige in der Lage sind sich zu wehren und um ihr Recht zu kämpfen.

  34. Welche Rechte hab ich denn in der Türkei? Da darf ich ja noch nichtmal ein Grundstück kaufen, wenn ich keinen Leumund habe. Und das, obwohl ich dem dortigen Sozialsystem mit Sicherheit nicht auf der Tasche liege, ja gar nicht liegen kann, weil keins existiert.

  35. @ pm22:

    Nun das mit dem verprügeln von Frauen ist so eine Sache. Also ich denke nicht unbedingt, dass in Deutschland und wirklich auch in jedem Kaff, ein Fluchtort für Drauen, sprich “Frauenhäuser”, wegen dem prügelnden türkischen Ehemann gegründet wurden, doch wohl eher für den um sich prügelnden deutschen Arbeiter und auch Professor!

    Ich jedenfalls habe ziemlich viele verwirrte deutsche Lebenspartner dahin gebracht, mit oft genug entstelltem Gesicht!

    Natürlich gibt es auch - trauriger Weise - prügelnde von uns! Derartige Idioten gibt es von jedem. Aber es wird rücksichtlos ein Klischee aufgebaut den es wahrlich nicht gibt! Aber Hauptsache man wirft mit Dreck, in der innigen Hoffnung, es möge doch etwas daran hängen bleiben!

    Heißt es nicht Liebe geht durch den Magen. Nun das war´s dann wohl hier mit der Liebe, wenn es nichts zu Essen gibt!

  36. @ hans schneter:

    Also wenn es nach mir ginge gar keine. Es reicht ja, wenn man dich in Deutschland aushalten muss!

  37. @ pm22:

    Ich denke dass du nur einen wirklich eingegrenzte Wahrnehmung deiner Umwelt hast!

    Am liebsten würdet ihr das, und am liebst wollt ih dies!

    Komm doch mal zurück in die Realität!

    Ich glaube nicht, dass man dich im Ausland, auch nicht als Urlauber gerne sieht!
    Deutsche werden schon mal mit dem Hitler-Gruss begrüßt. Und neuerdings hat auch die Bildzeitung unfreiwillig dazu beigetragen ein ziemlich übelriechendes Wort in das europäische Kanon einzuführen!

    Erstaunlich nur, dass ihr immer noch in der Türkei wie echte Freunde begrüßt werdet! Eigentlich nicht mehr nachvollziehbar, wie ih euch da ins Zaun legt, wenn es gilt den Vorreiter in der Be- und Verhinderung unser und der Türkei zur EU!

  38. Alle bleiben fest auf ihrem Stadnpunkt stehen. Keiner rührt sich einen Millimeter. Wenn man mit seinen Argumenten nicht weiter kommt wird sofort mit dem Finger auf was anderes gezeigt, um ja nicht in die Situation zu kommen dass man ja doch evtl. falsch liegen könnte. Keiner hält sich das Ziel vor Augen. Bzw. das Ziel ist, von allen, zu zeigen wie schlecht der andere ist. So wird das nie was mit der Integration. Ein Teufelskreis der irgendwie durchbrochen werden muss.

  39. @Delice

    Sie sind die Sorte Türke, die man hier wirklich nicht braucht. Für Sie wäre es am Besten, ins Heimatland zurückzugehen. Seien Sie doch mal ehrlich. Verbittert bis ins Mark, zerfressen von Hass auf alles Deutsche. Ignorant, nationalstolz, unreflektierend. Was zur Hölle machen Sie hier, wenn alles so schlecht ist? Die Menschen, Kultur, Essen, Religion?
    Bitte beantworten Sie mir das!

    Erstaunlich nur, dass ihr immer noch in der Türkei wie echte Freunde begrüßt werdet
    Nur des Geldes wegen, meine Dame. In meiner Jugend bin ich durch die Türkei gestreift, ohne Geld. Oder mit sehr wenig. Von ehrlich gemeinter Gastfreundschaft habe ich nichts gemerkt. Zumindest nicht so, wie es die Türken gerne selber darstellen. Vielleicht lags daran, dass ich kein Moslem und Türke war.

  40. Man! Leute! Wo soll das bitte hinführen???
    Wem nützen eigentlich diese Vorwürfe? Ihr hackt alle aufeinander rum, ohne dass es etwas rausbringt.
    Wie wär es mal mit einer kompetenteren Diskussion?
    Das ist ja schon Kindergarten, was ihr macht! Niemand geht in die Türkei zurück.

    @ Hans Schneter
    Ich dachte vormals, dass Sie vielleicht etwas Anstand haben und die Diskussion mit etwas mehr Distanz und Sachlichkeit führen würden. Aber ich habe mich leider getäuscht.
    Wenn wir schon auf Sozialhilfe hier in Deutschland angewiesen sind, dann auch nur, weil wir Arbeiter/Angestellten ein RECHT darauf haben, da wir die Kassen mitauffüllen.
    Vergessen Sie bitte nicht, dass man hier in Deutschland von Solidarität spricht und dies von jedem verlangt wird. Ob Deutsch oder nicht Deutsch!

    @all
    Die Rede hier ist leider Deutschland! Und nicht die Türkei! Kappieren Sie es endlich! Deutschland ist unser Land, wir sind auch Deutsche und wir haben ein RECHT hier zu leben. Ich habe mir mein Geburtsland- wie so viele andere auch, leider nicht aussuchen können!

    Man wird hier ja richtig verrückt! :)

    Also… Peace Leute

  41. Natürlich gibt es auch - trauriger Weise - prügelnde von uns! Derartige Idioten gibt es von jedem. Aber es wird rücksichtlos ein Klischee aufgebaut den es wahrlich nicht gibt! Aber Hauptsache man wirft mit Dreck, in der innigen Hoffnung, es möge doch etwas daran hängen bleiben!

    Naja, also ein Klischee ist das nicht: laut einer von der türkischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie prügeln ca. 40% der Türken (und über 50% der Anatolierer) ihre Frauen. Deutsch-Türken verprügeln nach einer anderen Studie ihren Frau - soweit ich mich entsinne - zu 30%. Da kann wirklich nicht von Klischee sprechen, sondern von trauriger Wahrheit.

  42. Vom Soysal-Fall zu den prügelnden Männern….
    Wie armselig. Wir schaffen es mal wieder nicht beim Hauptthema zu bleiben und beschuldigen nur noch.
    Wo soll das jetzt hinführen?
    Sind wir jetzt besser integriert? Haben sich die Probleme in Luft aufgelöst?

    Ich hab da kein Bock mehr drauf… macht doch was ihr wollt. :(

  43. Sie wissen das wir alle doch genau das tuen was durch die Medienlandschaft in Deutscgland gewünscht wird!
    Wir werfen uns alle etwas vor , und sehen dabei doch den eigenen dreck vor der Tür nicht.
    Wobei der dreck vor beiden Türen doch der gleiche ist, weil wir alle hier in der BRD leben.

    10 Punkte für die Medien 0 Punkte für den Menschlichen Verstand.

  44. @ hans schneter:

    Genau das ist ja der Punkt. Ich denke ihre Sätze sind ein Widerspruch an sich:

    In meiner Jugend bin ich durch die Türkei gestreift, ohne Geld. Oder mit sehr wenig. Von ehrlich gemeinter Gastfreundschaft habe ich nichts gemerkt. Zumindest nicht so, wie es die Türken gerne selber darstellen. Vielleicht lags daran, dass ich kein Moslem und Türke war.

    Ohne Geld reisen bedeutet nichts anderes, als das sie nur als so genannter “Schmarotzer” durch die Gegend gereist sind. Denn Sie haben ja kein Geld ausgegeben!

    Nur wie kann einer so durch die Türkei reisen, wenn er nicht gastfreundlich immer eingeladen wurde?

    Ich bin immer schon, wie die USA oder Isreal es machen, für eine “Watchlist”! Ausländer, insbesondere die Vorreiter für eine Gegnerschaft zur Türkei stehen oder Türken hier erheblich anmachen, z.B. durch Attentate auf Dönerbuden und Häuser, wie auch Politiker, die uns krude Gesetze vorsetzen, sollten erst gar nicht rein in die Türkei.

    Ohnehin geben die Deutschen in der Türkei am wenigsten aus!

    Ich bin nicht gegen Deutsche oder Deutschland. Ich bin nur gegen Menschen, die mich in meinen Rechten beschneiden und mir übles Nachreden. Wir sind nicht der Ersatzmann, für etwas tragisch vergangenes. Nehmt euch andere vor!

    Ich bin nicht so veranlagt, dass ich mir alles unverschämte bieten muss! Denn wer verteilt muss auch einstecken können!

  45. @ Krause:

    Nun, wenn sie dann das beruhigter, dann freut es mich - für Sie!

    Wie kommt es aber dann, dass nach einer anderen Studie wiederum, deutsche Frauen gerne mit Männern aus der Türkei heiraten? Also, dass kann ja wohl nicht davon kommen, dass diese Frauen von der Prügelfreudigkeit türkischer Männer benommen sind - oder!

  46. @elif

    Um auf den Sosal-Fall zurück zu kehren, hier ein Beitrag der, woanders geblockt wird:

    Gestern, den 18. März 2009, stand in der Hürriyet auf der Seite 15 folgende Aussage, die man sich vielleicht einrahmen sollte. Ich will das mal versuchen diese Aussage in der freien Übersetzung in deutscher Sprache wiederzugeben:


    „Bis heute habe er beinahe fast alleine sich bei diesem [Annahme des Übersetzers: gemeint wohl den juristischen Kampf] Kampf befunden, so habe er bei diesem „Kampf“ eine Wunde bekommen, sagte Osman Çat, „nach dem Urteilspruch des Europäischen Gerichtshofes sehe ich, dass sich verschiedene Leute versuchen sich dieses Urteils zu bemächtigten. Die jenigen, die bis dahin mich nicht [nie] aufgesucht hatten, haben sich urplötzlich nach vorne gedrängt, und versuchen jetzt neben mir ein Platz einzunehmen. Die hier Ansässigen Verbände der zivilen Gesellschaft für Ausländer [Annahme des Übersetzers: gemeint wohl die türkischen NGO´s in Deutschland], Politikern, Juristen und Fachleuten, frage ich: „Wo ward ihr bis jetzt? Warum ward ihr nicht zeitig neben mir? Einige reden nur. Aber können dennoch einem die Frage stellen: „Was hast Du bis jetzt getan?“.“

    Vielleicht sollten alle, die diese Zeilen heute in der Hürriyet lesen, vor allem, die Personen, die sich da besonders angesprochen fühlen, sich aufrichtig einmal die Frage selbst doch stellen: „Was hab ich bis jetzt getan?“!

    Und auch die Frage für sich aufwerfen sollte, ob man nicht vielleicht langsam ein Bild in der Öffentlichkeit ausstrahlt, dass Einem langsam doch peinlich sein müsste, als eine Art von Beruhigungspille zur Ruhigstellung der hier lebenden türkischen Staatsbürger wahrgenommen zu werden - und womöglich nur deshalb vorangestellt wurden? Denn, so zahnlos sich die Herrschaften dort oben bis her generiert haben und leider immer noch sich generieren, so ergebnislos sind denn auch die Resultate ihrer so großen Mühen, um all unser Wohl bedacht!

    Denn von all den Rechten, die diese Idealisten, auch für uns, am EuGH - zu Recht - erstritten hatten, wollen auch diese passiven Persönlichkeiten letztlich bestimmt auch nicht missen. Ich jedenfalls kenne keinen einzigen der Betroffenen, der freiwillig darauf verzichten wollte!

    Ein leichtes ist es aber gerade von diesem illustren und erlauchten Personenkreis wahrzunehmen, dann gerade diese Menschen gezielt zu isolieren, sie womöglich auch noch für Querulanten in der Öffentlichkeit zu stigmatisieren!

    Diese Vorkämpfer für unsere Rechte werden nämlich konsequent gemieden und beschnitten. Oft ist man sogar eins mit den Deutschen, die uns nicht gerade Wohlgesonnen sind. Man lässt sie völlig alleine in ihrem juristischen Kampf! Dabei haben wir eine wirklich große Gemeinde an guten bis sehr guten Juristen in Deutschland, mit genau dem gleichen Hintergrund! Haben Unternehmer und Wirtschaftsvereine, die auch finanziell derartige Rechtszüge locker unterstützen könnten. Und wir hätten ein Heer von türkischen Diplomaten, die endlich zur ihrer eigenen gemachten Unterschrift stehen könnten, Stellung beziehen könnten. Aber davon ist wahrlich nie eine Spur zu sehen – in all den über 50 Jahren dieser vermeintlichen Diaspora!

    Das Selbstbewusstsein wird auch stets an einer völlig anderen Stelle angesetzt, die auch zu nichts führt! Das sieht man daran, dass die deutschen JVA´s voll von diesen „Delikani“ sind - die ihre Wut und Sprachlosigkeit leider nur auf dieser höchst traurige Weise ausdrücken können!

    In vielen Dingen ist das so: Hauptsache mir und meinem engeren Clan geht es gut! Alles andere ist mir „wurscht“!

    Nur mit dieser Sichtweite der Dinge kann auch wahrlich nichts uns gelingen. Mit der abstrusen „Ich Bezogenheit“ und das „atemraubende Desinteresse“ an seinen eigenen vergessenen Interessen.

    Dass Alles muss doch wahrlich nicht mehr sein – das muss endlich ein Ende haben!
    Die Lösung liegt aber nicht darin, Mitglied einer CDU/CSU oder SPD zu sein! Die Lösung liegt einfach in der juristischen Auseinandersetzung - um unsere bereits bestehenden Rechte! Erst, wenn uns diese Rechte gegeben sind, ist auch an einer Teilnahme an der deutschen Gesellschaft möglich. Dazu gehört auch das Stimmrecht, wie es auch EU-Ausländer hier haben! Deutsche Politiker achten nämlich nur Einem dann, wenn man mit der Wählerstimme winkt! Rechtlosen Gesellen, wie Wir es immer noch für sie leider sind, geht ihnen am Ding vorbei.

    Die SPD nimmt sogar eine Sonderrolle darin ein, denn sie ist es auch, wie sie es bereits im Jahre 2005 eindrucksvoll bewiesen hatte, sogar dazu bereit war, die eigene ihr treue und ergebene Klientel grundlos zu verbrennen, nur um ihre ureigensten Ziele zu erreichen - Die Macht!

    Lassen wir uns also nicht darin beirren!

  47. Ohne Geld reisen bedeutet nichts anderes, als das sie nur als so genannter “Schmarotzer” durch die Gegend gereist sind. Denn Sie haben ja kein Geld ausgegeben!

    Ich bin durch äußere Umstände in diese mißliche Lage geraten. Ich war also auf die Hilfe anderer angewiesen.

    Ich bin immer schon, wie die USA oder Isreal es machen, für eine “Watchlist”! Ausländer, insbesondere die Vorreiter für eine Gegnerschaft zur Türkei stehen oder Türken hier erheblich anmachen, z.B. durch Attentate auf Dönerbuden und Häuser, wie auch Politiker, die uns krude Gesetze vorsetzen, sollten erst gar nicht rein in die Türkei.

    In die Türkei bringen mich keine 10 Pferde mehr. Maximal und im Ausnahmefall vieleicht noch Istanbul. Alles andere kann man getrost vergessen. Von daher: her mit der Watchlist, ganz oben Hans Schneter draufschreiben.

    Ohnehin geben die Deutschen in der Türkei am wenigsten aus!

    Langsam wirds lächerlich.

    Ich bin nicht gegen Deutsche oder Deutschland

    Oh doch, dass sind Sie!

  48. In die Türkei bringen mich keine 10 Pferde mehr. Maximal und im Ausnahmefall vieleicht noch Istanbul.

    Warum Istanbul? Wo waren Sie denn genau in der Türkei Herr Schneter.. Das interessiert mich jetzt aber :)

  49. @elif
    @Yasin

    Ihr habt völlig Recht, wenn es kein Verständnis und Respekt für die jeweils andere Gesellschaft (Kultur)
    und Situation gibt, wird es nichts mit einem gutem Zusammenleben.

    Grund-Voraussetzung dafür ist , Respekt voreinander zu haben, Gewalt und Agressionsfreiheit!
    Wer das nicht mitbringt, egal ob Deutscher, Türke oder sonstwer, der ist ein
    Feind unserer Gesellschaft und sollte es dementsprechend zu spüren bekommen.

    Wichtig ist auf jedenfall die sprachliche Förderung von Kindern so
    früh wie möglich.
    Darüberhinaus kann ich nur sagen, lasst Kinder verschiedener Herkunft
    friedlich miteinander spielen, lasst sie Freundschaften schliessen und
    erlaubt euren Töchtern einen Partner aus einem anderen Kulturkreis zu haben,
    dann werden die “Probleme” automatisch verschwinden.

    Wenn ich höre das deutsche oder türkische Eltern den Kontakt zur Tochter abbrechen
    weil diese einen jeweils deutschen oder türkischen Freund hat, das
    ist menschenverachtend, das hat mit Menschlichkeit und Zivilisation nichts zutun.

  50. In der “Junge Freiheit” ist der Artikel eigentlich fast wertfrei, aber dafür die Kommentare der Leser umso heftiger. Es lohnt sich auch fennoch da mal vorbeizuschauen, und um die Texte zu lesen.
    Das ist eben der Ungeist, der uns nie zueinder führen wird. Eigentlich sehr Schade!

    “Visumspflicht für Türken weitgehend aufgehoben …”

    Quelle: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5936e5424ae.0.html

  51. Mit dem Islam gegen die Taliban

    Von Till-R. Stoldt 22. März 2009, 01:22 Uhr
    Der Bonner Stadtteil Tannenbusch ist ein Problembezirk. Hier leben besonders viele gewaltbereite und staatsfeindliche Muslime. Eine junge Frau wehrt sich gegen die Extremisten und hilft den Jugendlichen

    Die habe etwas anderes auf Distanz zu Deutschland gebracht: Ausgrenzung. Und plötzlich erzählt der schneidige Anwalt von sich selbst: Noch 1990 habe er sich als Deutscher gefühlt. Schließlich sei er hier geboren und spreche Deutsch wie seine Muttersprache.….”

    Quelle: http://www.welt.de/wams_print/article3420455/Mit-dem-Islam-gegen-die-Taliban.html

  52. Das ist eben der Ungeist, der uns nie zueinder führen wird.

    Der Ungeist ist einerseits der Islam, mit seiner vermeintlich spirituellen Überlegenheit und andererseits der, angesichts eines vor sich hin dümpelnden, stets am Rande der inneren wie äußeren Krise befindlichen und auf finanzielle Unterstützung von aussen angewiesenen türkischen Staates völlig überzogene Nationalismus, der uns nie zueinander führen wird. Alle haben sich integriert und angepasst, weil sie hier in Deutschland ihre neue Heimat gefunden haben. Nur der Turkaraber schaffts nicht. Wird es auch niemals schaffen.

    Eigentlich sehr Schade!

  53. @ hans schneter:

    Von welchen Turkarabern ist hier eigentlich die Rede?
    Ich kann Ihnen wirklich nicht mehr folgen….

    Alle haben sich integriert und angepasst, weil sie hier in Deutschland ihre neue Heimat gefunden haben. Nur der Turkaraber schaffts nicht. Wird es auch niemals schaffen.

    Wie begründen Sie diese Aussage? Warum diese Pauschalisierung?
    Ist mir wirklich ein Rätsel.

  54. Von welchen Turkarabern ist hier eigentlich die Rede?
    Ich kann Ihnen wirklich nicht mehr folgen….

    Das müssen Sie schon selbst herausfinden, liebe Elif.

  55. Ja ja… einfach etwas aus dem nichts herausrufen Herr Schneter und dann einen Rückzieher machen, ne? :)

    Dat jeht ja jar nisch!
    Soll ich lieber goggeln oder wikipedieren? Was meinen Sie, was ist wohl aufschlussreicher? :)

  56. gebe ich Ihnen Recht!

  57. wie kommen alle auf die zahl von fast 3 millionen türken in deutschland. gibts da ne sichere quelle die mir jemand nennen kann?

    danke euch

  58. Transat AG2R…

    Transat AG2R 2010 La Mondiale (Concarneau - Saint Barth) : le site d’Henri-Paul Schipman et Pierre Canevet est en ligne. Suivez chaque jour leurs billets transmis depuis leur bateau par satellite….

 

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