Türken schneiden bei Integrationsstudie am schlechtesten ab

25. Januar 2009 | Von E. S. | Kategorie: Gesellschaft, Leitartikel | 35 Kommentare | Artikel versenden

Einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zufolge, aus der das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” vorab zitiert, sind türkische Einwanderer in Deutschland deutlich schlechter integriert als andere Zuwanderergruppen. Bei der zweiten Zuwanderergeneration verbesserten sich die Werte auch nur geringfügig.

Erfolg! - Foto: Pixelio/S. Hofschlaeger

Erfolg - Foto: Pixelio/S. Hofschlaeger

So hätten beispielsweise 30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen keinen Schulabschluss und nur 14 Prozent das Abitur. Auch hätten Menschen mit türkischem Migrationshintergrund den geringsten Erfolg aller Migranten im Erwerbsleben: häufige Erwerbslosigkeit, hohe Hausfrauenquote und viele Sozialleistungsempfänger.

Der Direktor des Berlin-Instituts, Reiner Klingholz sagte: „Wir haben uns viel zu lange daran gewöhnt, dass wir Grundschulklassen haben, in denen 80 Prozent kein Deutsch verstehen.“ Der Schlüssel zu Bildung und Erfolg sei die Sprache.

Die Gruppe der deutschstämmigen Aussiedler schneidet den hingegen bundesweit überraschend gut ab: Nur 3 % seien ohne Abschluss, 28 % hätten sogar die Hochschulreife.

Details der Studie sollen am 26.01.2009 präsentiert werden. Zur Messung von Integration seien 20 Indikatoren herangezogen worden aus dem Mikrozensus 2005. Dabei haben die Statistiker auch das Herkunftsland der Eltern erfasst. So seien zum ersten Mal auch Bürger erfasst, die eingebürgert sind aber einen Migrationshintergrund haben.

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35 Kommentare
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  1. Was haben Sie sonst erwartet ?
    Wie Unterhalten uns die ganze Zeir darüber das wir Türken nicht in der Gesllschaft angenommen werden , manchmal begründet aber zum großen teil unbegründet , also schlägt sich das in allen factten nieder.
    Es fängt von der Grundschule an , wo Kindern eher zur Hauptschule als zu besseren Schulen geraten wird , und zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Leben.
    Das die Abschlüsse bzw das Integrieren für uns doppelt wenn nicht sogar dreifach so schwer ist , liegt doch wohl auf der hand , oder glauben Sie noch den Osterhasen ?

  2. alle Jahre wieder Studien die einen angeblichen Istzustand beschreiben und die Ursachen unterschlagen.

    Insoweit ist wieder mal auf die Pisa Studie zu verweisen, nach der Migrantenkindern trotz hoher leistungsbereitschaft der Zugang zu höherer Bildung durch das deutsche Schulsystem erschwert bzw. unmöglich gemacht wird.

    Anstatt das Ergebnis der Pisa Studien mit Schlagzeilen immer wieder zu diskutieren, zeigt man wieder mal mit dem Zeigefinger auf die dummen integrationsunwilligen Türken.

    Irgendwann kann man Mobbing durch die Mehrheitsgesellschaft auch Rassismus nennen.

    Naja, im Übrigen ist das Berlin-Institut auch schon in der Vergangenheit durch falsche Zahlen aufgefallen.
    (vgl Wikipedia), wer weis ob diese jetzt stimmen.

    LI

  3. Nun, lieber Coskun,
    die Studie zeigt ja gerade, dass es andere Einwanderernationen durchaus schaffen.
    Warum eigentlich?
    Warum gelingt den Türken nichts? (Oder nicht viel?)
    Aus meiner persönlichen Erfahrung als Lehrer an einer Schule mit vielen Migranten kann ich immer wieder auf die positive Einstellung der asiatischen Schüler(innen) zum Lernen hinweisen.
    Die ist bei den Türken doch eher die große Ausnahme …

  4. Hallo,

    Integration lässt sich nicht messen, sie muss von beiden Seiten gelebt werden. Manchmal täte uns allen etwas mehr Humor bzw. etwas weniger Verbissenheit sehr gut: http://www.staytubed.de ;-)

    Grüße

    Gretus

  5. Die Versäumnisse der vergangenen Jahre haben sich in dieser Statistik bemerkbar gemacht. Vor allem die OECD Studien haben verdeutlicht, dass Migrantenkinder von dem deutschen Bildungssystem benachteiligt werden. Die Hauptschule ist dabei eine einfache Schublade um die Bildungsdefizite der Politik zu übersehen.

    Integration mit der Aufforderung “Integriert euch! ” ist ein Unding geht nun mal nicht mit dem preußischen Knüppel und Degen. Frau Böhmer hat in ihrer bisherigen Ministerlaufbahn gezeit, dass sie willkürlich, sturr bzw knallhart und nicht Konsens suchend ist. Deshalb erwarte ich in diesem Zusammenhang keine aktuellen Besserungen, aber ich hoffe es. Denn wie sagt man so schön: ” Die Hoffnung stirbt zu letzt.”

    Die Arbeit der Frau Ministerin fängt meiner Ansicht nach einen Monat vor der jährlichen Integrationskonferenz mit der Sendung der Einladungen, der Erfassung der Tagesordnungspunkte und endet einen Monat später mit dem Durchforsten von Pressemeldungen und Ignorien der Kritik. :-) :-D

  6. [...] es geht noch weiter, dem Ergebnis der Studie nach sind Menschen türkischer Herkunft auch beruflich weniger erfolgreich. Türken sind [...]

  7. @ Fatih Güngören:

    Die Kritik an der Migrationsbeauftragten (MdB) Prof. M. Böhmer ist falsch adressiert. Sie hat nicht die hier in der Öffentlichkeit diskutierte bzw. zugeschriebene Aufgabe.
    Ihre Aufgabe ist - wie von etlichen anderen MitarbeiterInnen des Bundeskanzleramtes - die der sog. Querschnitts-OrganisatorInnen, allerdings im Ministerrang (Teilnahme an Kabinettssitzungen, Parlament usw.). Quer durch alle betroffenen Ministerien und Regierungs-Organisationen auf den verschiedenen Ebenen koordiniert und initiiert sie zielorientiert Aktivitäten. Vereinfacht formuliert geht’s es z.B. darum, dass das Finanzministerium dem Innenministerium und dem Bildungsministerium nicht die erforderlichen Finanzmittel streicht, sondern gemäß Kabinettsbeschluss alle beteiligten Behörden das vereinbarte Ziel auch kooperativ und zügig realisieren. Dazu gehört auch die Kooperation mit Verbänden und Institutionen außerhalb der Regierung, sich um Konsens und aktive Zusammenarbeit zu bemühen, Informationen über „Lebenswirklichkeiten“ Betroffener zu erhalten. Aber sie ist nicht die Repräsentantin der Betroffenen oder gar „Fall“-Helferin o.ä. Ihre Hauptaufgabe ist primär eine Art administrative Stabsfunktion zu der sie eine gehörige Portion an Durchsetzungskraft benötigt. Die “Reibungsflächen” zwischen Ministerien, Behörden etc. sind deutlich größer als bei einer Zündholzschachtel deshalb sprühen da ab und zu die Funken … Ein Handlungsfeld sind z.B. auch „Indikatoren zur Integration“ auf allen Ebenen der Behörden zu entwickeln, um über eine Art Seismograph für die Umsetzung des Regierungsziels „Integration“ zu verfügen. Im Übrigen gehören auch Regierungskontakte mit vergleichbaren Funktionsträgern aus EU-Mitglieds- und anderen Staaten und Organisationen dazu. Ebenso nationale wie internationale Tagungen zu initiieren und/oder daran teilzunehmen. Dies nur als (distanzierte) Information, ohne Wertungen und Wünsche wie sie innerhalb von Parlament und Behörden oder gar in der Bevölkerung bestehen ….

  8. @ Herr Xtian
    Wie eininige andere Kommentatoren schon erwähnt möchte ich auch noch mal die Pisa Studie aufgreifen.
    Da die Bundesrepiblik als gesamtes schlecht und insbesonders das Schulsystem gar sehr schlecht bewertet wurde , ist es doch nur logisch das die Ausländer auch schlecht abschneiden.
    Dann noch etwas schubladen denken und perfekt ist der Schlech Integrierte Türke.

    Nur so am rande , Deutschlands Jüngste , Frau , Proffesorin ist aber auch eine Türkin.
    Passt irgendwie nicht ,oder ?

    Die Schulen sind ein Spiegel unsere Gesellschaft , die Eltern sind nicht in der Lage / Willens Ihre Kinder selber zu erziehen und überlassen das den Lehrern , diese wiederum sind aufgrund des Maroden Schulsystems überlastet fügt noch sein übriegess hinzu.
    Noch zu Ihrem Beispiel mit dem Asiaten , wieviele Asiaten , wobei damit ja gleich mehrere Nation gemeint sind , leben in der BRD und wieviele Türken leben hier ?
    Die Vorurteile sind da , was nicht von der Hand zu weisen ist , und man tut möglichst viel um diese noch bedienen und nichts um diese ab zu bauen,

  9. Hallo Zusammen,

    1. zur Geographie : der größte Teil der Türkei leigt ja nun auch in Asien.

    2. die Asiaten die besonders gute Schulbildung aufweisen können sind Vietnamesen ( 50 % wechslen auf ein Gymnasium ).

    3. Coskun hat recht : “…die Eltern sind nicht in der Lage / Willens Ihre Kinder selber zu erziehen und überlassen das den Lehrern….”
    DAS dürfte eines der Hauptprobleme von türkisch stämmigen Kindern sein ! Dieses Problem teilen sie übrigens mit deutschen Kindern, deren Eltern die gleiche Haltung an den Tag legen !
    Es ist halt nicht alles “Kismet” !!! Ein Sprichwort sagt : Von nichts kommt nichts.
    Die Eltern die eine gute Bildung und einen guten Beruf für ihr Kind wollen ( !!!! ) die bekommen das auch - aber sie bzw sie und ihr Kind muß etwas dafür tun ! Bildung ist Eigenbildung. Der Mensch ist kein PC in dem man ein beliebiges System installieren kann - DVD rein und los …. das läuft so nicht, man muß schon die vorhandene Grütze selber bemühen.

    4. “Nur so am rande , Deutschlands Jüngste , Frau , Proffesorin ist aber auch eine Türkin.
    Passt irgendwie nicht ,oder ?”
    Gerade das zeigt doch, das Deine / Eure Anschuldigungen an das deutsche Bildungssystem FALSCH ist !
    Man kann als Türke in Deutschland, Deutschlands jüngste Proffesorin werden. Man kann auch Vorsitzender einer großen deutschen Partei werden usw etc pp. Aber lieber Coskun und die anderen : Dann fragt die Leute mal, WAS sie dafür GETAN haben, um das zu erreichen !!!

    Grüße

    Achim

  10. Hallo Achim,

    das finde ich jetzt einen interessanten Ansatz.
    Es gibt also Menschen, die verstehen es, ihre Chancen zu nutzen, und solche, die das nicht schaffen?
    Sollen wir demnächst alle Parteivorsitzender werden, um die Integration zu verwirklichen, oder hab ich da irgendwas missverstanden?

    Das deutsche Schulsystem war schon vor der Zuwanderung antiquiert und ist es heute noch.
    Es hängt immernoch den Vorstellungen vom Ständestaates nach und ist auf klare Trennung und Auslese orientiert.
    Das, was die Bestenauslese dabei zutage fördert, können wir jedes Jahr bei Haushaltsberatungen nachvollziehen oder im Bericht des Bundes der Steuerzahler.

    Aber es macht irgendwie mehr Hoffnung darauf, selbst dazugehören zu können, wenn man wenigstens verbal auf den “Versagern” herumprügelt.
    Ich möchte gar nicht daran denken, was man mit dem Geld für HRE alles im Bildungssystem erreichen könnte.

  11. Wenn man die Integration in diesem Umfang am Schulerfolg festmacht, dann sollte man aber eben auch so ehrlich sein zu sagen, dass - wie ja inzwischen bekannt ist - der Schulerfolg in D maßgeblich von der sozialen Herkunft abhängt. Wenn man das berücksichtigt, ist es weniger erstaunlich, dass die Aussiedler besser abschneiden, da sie sich aus sehr unterschiedlichen Bevölkerungsschichten rekrutieren.
    Würde man aber zum Vergleich eine Gruppe deutscher Familien mit gleichem sozialen Hintergrund wie die türkischen nehmen - wie sähe dann wohl das Resultat aus? Ich denke, dann würde man auch diese Deutschen als “Integrationsverweigerer” bezeichnen müssen.

    Sprich: hier wird ein gesellschaftliches Problem ganz bequem auf eine missliebige ausländische Bevölkerungsgruppe abgewälzt. Der perfekte Sündenbock ist gefunden.

  12. @ Achim
    Ich bin bei Ihnen irgendwie immer zu hin und her gerissen.
    Zunächst die belehrung wo die Türkei liegt , wobei es hier bei nicht um die Geographischelage der Türkei sondern um eine Diskussion zwischen Herrn Xtian und mir ging , und dann auch noch das Sie mir beipflichten !
    Wenn Sie den kontext , wie in diesem Fall zwischen Herrn Xtian und mir nicht kenne , halten Sie sich besser raus.
    Oder Sie lesen erst einmal und verstehen.

    Aber am meisten hat mich Ihr zuspruch zu der desolaten Erziehung in Deutschland gewundert !
    Werden wir etwa auf meine alten Tage noch freunde ?
    Wer weiß , vieleicht werden wir noch einen gemeinsam Trinken gehen !

    Wissen Sie , das ist der feine Unterschied zwischen Ihnen und mir .
    Ich versuche Vorurteile ab zu bauen , sehe mehr als genug probleme in den eigene Reihen und Sie versuchen Vorurteile auf zu bauen , und vergessen vor der eignene Haustüre zu fegen.
    Es mag zwar arogant klingen , jedoch kann ich mir von beiden Gesellschaften ein Bild machen , Sie nicht !
    Sie meinen durch lesen und hören sagen leuten wie mir , die seit Jahrzehnten in beiden Gesellschaften leben etwas erklären zu müssen.
    Danke , nein.

    PS: Wenn Ihr Ego geliten hat entschuldige ich mich bei Ihnen und freue mich schon auf Ihre antwort

  13. Also mir geht es überhaupt nicht um einen Sündenbock. Was hätte ich denn davon ?
    Es sollte doch eigentlich darum gehen, für möglichst alle Schüler - egal welcher Herkunft - einen möglichst guten Schulabschluss zu ermöglichen. Ich hoffe dass das konsensfähig ist.

    Das unser Bildungssystem marode ist - das streite ich ja gar nicht ab. Dem ist so, da müsste man was dran ändern - da will man aber nichts dran ändern ( weil es zu teuer wäre ! ).
    Wie man das Bildungssytem ändern könnte, darüber streiten schon seit Jahren die mehr oder weniger Gelehrten. Das tut auch Not - und hoffentlich kommt auch irgendwann mal was dabei rum.

    Die jetzt veröffentlichte Studie ist aber doch trotzdem Anlass zur Sorge ! Es wäre doch zu einfach, zu behaupten, das alleinig das deutsche Schulsystem an der misarablen Lage türkisch stämmiger Schüler schuld hat. Es wäre nicht nur zu einfach, es würde auch niemanden helfen. Was würde denn eine Umstellung des Systems bringen, wenn die anderen Probleme dieser Schülergruppe auch im neuen System bestehen bleiben ?

    Fakt ist, unser Schulsystem ist nicht optimal. Fakt ist auch, dass sich unterschiedliche Schülergruppen damit unterschiedlich schwer oder leicht tun.
    Ein Grund für schlechtere Schulabschlüsse ( oder gar keinen ) mag in der sozialen Herkunft liegen. Das mag zwar ein Grund sein - egal ob bei Deutschen, Türken, Arabern, Costarikanern… - aber ist dieser Punkt nicht vieleicht auch nur Augenwischerei ?
    Wenn 50 % der vietnamesischen Schüler in Deutschland es schaffen auf ein Gymnasium zu wechslen - leigt das dann daran, das es den Vietnamesen in Deutschland wirtschaftlich so viel besser geht als den Türken ?? Wohl kaum !
    Vieles leigt einfach nicht am Geld ! Und von daher hilft es keinem weiter, wenn man eine Diskusion über andere mögliche Ursachen unterbindet und sich hinter nationalem Beleidigtsein versteckt !
    Es leben ja nicht nur drei oder vier fremde Nationalitäten hier in Deutschland. Es sind dutzende. Und da muß man sich doch die Frage gefallen lassen, warum ausgerechnet die größte Gruppe unter ihnen die jenige ist, die am schlechtesten abschneidet.
    Andere Einwanderer haben ja auch keinen besseren Voraussetzunegn als die aus der Türkei. Eine mittellose Familie aus Ghana, ein Indeo aus Venezuela, ein Tamile aus Sri Lanka.
    Alle sind sie hier fremd. Alle müssen erst die Sprache lernen. Alle wohnen erstmal ärmlich und fahren keinen Benz. Und viele sind nicht schon in der “was weiß ich” wievielten Generation hier.

    Die Situation von Türken in Deutschland hat sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend geändert. Türken fahren keinen rostigen Ford Transit mehr - sondern z.B. einen schicken VW Sharan. Türken sind nicht mehr die Müllmänner die den Detuschen ihren Dreck wegräumen - sie sind die Obst und Gemüse Händler die den Deutschen selbiges verkaufen. Türken in Deutschland sind Rechtsanwälte ( ;-) ) , Einzel - und Großhändler, Techniker und Ingenieure, Pädagogen und Lehrer, Politiker…..

    Auf der anderen Seite steigt die Leistungsunfähigkeit von Schulklassen proportional zum Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ( oft Tüken ). Einige türkische Eltern wissen das auch und sind sehr bemüht ihre Kinder auf Schulen zu schicken mit geringen Migrantenanteil !!! Wohlgemerkt - türkische Eltern, die ihre Kinder mit möglichst wenigen Türken auf die gleiche Schule schicken wollen…..
    Woran leigt es ?? Ist diese Frage erlaubt ?

    Grüße

    Achim

    PS : Klar, können wir mal einen trinken gehen Coskun. Wohnst Du in NRW ?

  14. @ Achim
    Ich vermage es kaum glauben , aber ich muß Ihnen sehr sehr recht geben.

    Und zu info am rande , Kölle die stadt am Ring , is ming zu hus.

  15. Jetzt ist die frage wie bennent man Intrigations genau?

  16. Huch - und jetzt ?! ;-)

    Aber wo wir uns doch jetzt schon mal einig sind !! Was meinst Du denn nun, woran es liegt ?

    Grüße

    Achim

  17. @ Achim
    Solange Ihre Kritik Sachlich ist , habe ich kein Problem damit.
    Nur dürfen wir Gesellschaftliche Probleme nicht auf ein Nationalität oder auf Religion ab welzen.
    Wie Sie bereits selber schon erwähnt haben , ist das Erziehungdilema ein Deutschland weites allgemein Problem.
    Die Resultate sind die gleichen , egal ob Türke ,Deutscher oder Araber etc.etc.

    Wenn von , als beispiel , 10.000 Vietnamesen 50.000 auf Gymasium gehen ist die quote Perfekt.
    Wenn aber von 3.000.000 Türken nur 1.000.000 aufs Gymasium gehen ist die quote fürn Arsch.
    Bei denen ist jeder einzelne Kriegsentscheident , wobei bei uns Türken erst bei den Tausenden erst die quote reagiert.
    Das ganze grenzt an Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Das immer noch Problem in unsere eigenen Riehen vorhanden sind möchte ich gar nicht abstreiten , jedoch sind diese alle nicht auf unsere Nationalität oder Religion zurück zu führen.
    Vorurteile , Sozilale umstände , negative Erfahrungen , Probleme bei der Erziehung und ein wenig selbst verschulden und schon haben Sie den Perfekten nicht Integrierten Türken.So einfach ist das .

  18. @ Achim
    Hätte ich beinahe vergessen , wenn Sie aus Düsseldorf sind , muß ich natürlich auf mein Kölner recht beharren und die Überlgenheit meiner Stadt und die Minderwertigkeit von Düsseldorf kurz noch erwähnen.
    Denn wie allen bekannt ist macht ALt Bier dumm und Kölsch ist das Ultimative Bier

  19. Dat mit dem Kölsch geht schon klar - auch wenn wir das bei uns Bauarbeiter-Pils nennen… ;-)
    Nein - und ich bin nicht aus D´dorf. Hamdulilah :-)

    Aber nochmal zurück zum Thema :

    Nur dürfen wir Gesellschaftliche Probleme nicht auf ein Nationalität oder auf Religion ab welzen.

    Abwelzen bestimmt nicht ! Das wäre auch zu verkürzt. Aber meiner Meinung nach, darf man das aus political correctness nicht einfach unter den Tisch fallen lassen. Wenn man ernsthaft an den Ursachen interessiert ist, sollte man auch alle potentailen Ursachen unter die Lupe nehmen und nicht von vorneherein gewisse Punkte ausklammern.

    Was wäre denn z.B. wenn eine Studie belegen würde, das Mädchen aus katholischen Familien kaum bis gar nicht ein Gymnasium besuchen ? Wäre es dann nicht auch angebracht das religiöse Weltbild zu durchleuchten, zu hinterfragen ?!?! Egal ob diese Weltbild richtig oder falsch ausgelegt wird, es besteht doch die Möglichkeit, das nach dem konservativem Frauenbild der katholischen Lehre es keinen Sinn macht, Mädchen mehr bei zu bringen als Kochen und Waschen…
    Damit verurteile ich ja nicht gleich alle Katholiken ! Aber in gewissen Kreisen wäre die katholische Lehre ein Grund für den geringen Besuch von katholischen Mädchen an Gymnasien.
    Diskriminiere ich jemanden mit einer solchen sachlichen Feststellung ? Ich denke nicht !
    Warum fühlt sich aber “der Islam” diskreminiert, wenn sich gewisse Verhaltensweisen u.a. auch auf die Lehre des Islam zurückführen lassen ? Oder auf türkische Traditionen.

    Türken gelten doch im Allgemeinen als besonders freundlich - besonders gastfreundlich. Ist diese Feststellung nun eine Diskriminierung von Türken ?

    Klar ist doch, das es Bildungsverweigerer in allen sozialen Schichten gibt, und in allen ethnischen Gruppen und unter den Anhängern der verschiedenen Religionen ! Fakt !
    Wenn man sich jetzt auf das Motiv “sozial schwach” einschießt - 1. wird man damit wirklich der Sache gerecht ? und 2. diskriminiert man damit nicht sozial Schwache ?

    Ich denke, dass es sehr wichitg ist genau und sehr individuell auf die Hintergründe der Schüler zu schauen !
    Die Gründe für “Schulversagen” sind ( neben der schlechten Qualität der Schule ) sind einfach zu vielfältig, als das man sich einfach nur ein Argumnet rauspicken könnte !
    Und nochmal : Damit würde man das Problem auch nicht lösen ! Wer ein Problem lösen möchte, muß sich mit dem selbigen auch ernsthaft und ehrlich auseinader setzen ! Und da ist es dann sehr kontraproduktiv, wenn Interesenverbände einschreiten und sich schützend bzw verhindernd vor einen möglichen Faktor stellen und damit eine Behebung des Problems vereiteln. Damit tuen diese Interesenverbände den Menschen die sie vorgeben zu vertreten einen Bärendienst. Denn solange sich nichts wirklich an den Problemen ändert, werden die Faktoren ( auch wenn sie sich davor stellen ) bestehen bleiben - und sie werden auch weiter das Problem schüren bis es nicht mehr zu verdecken sein wird !
    Und ob es dann einfacher wird ?????

    Das ist wie mit dem Zaharzt. Man muß dahin, und es tut dann vieleicht auch ersteinmal mehr weh - aber nur dann kann es besser werden. ;-)

    Grüße

    Achim

  20. @ Achim:

    Hallo Achim, mit deinem Kommentar “Hamdulillah” bist du soeben Moslem geworden. Herzlichen Glückwunsch! Und wehe du trittst aus, die Folgen kennst du ja. Hast du uns hier oft erläutert :D

  21. @Gladiator

    Ist das so ?? Entweder weißt Du mehr als ich - oder halt weniger ;-)

    Grüße

    Achim

  22. Intergration ist die eine Sache und Akzeptanz die andere!

  23. @ Achim:

    Hallo Achim , etwas verspätet aber möchte ich Dir doch bei der Suche über die wahren Gründe des Versagens von türkischen MIgranten vielleicht über die Sprünge helfen. Sicherlich sind für die schlechten
    Befunde über die Situation von türkischen Migranten mehrere Gründe massgebend: deutsches Schulsystem, schlechte bis gar keine Vorbildung und Wirtschaftskraft von Eltern etc. Nach Deiner messerscharfen Logik leiden auch die Vietnamesen darunter aber schaffen doch zu 50 % auf Gymnasium.
    Weil es alle sofort verstehen; Warum gibt es keinen deutschen Fussballnationalspieler türkischer Herkunft ? Alle werden zugeben, dass die türkischstämmigen Fussballspieler, die bar anderer Gelegenheit in der türkischen Nationalelf spielen, oder auch andere türkischstämmigen Bundesligaspieler nicht grundsätzlich schlechter Fussball als deutsche Spieler (sicherlich mal besser mal schlechter - siehe
    Spiele der letzten Europa-Meisterschaft) können, oder aber jedes Angebot in der deutschen Nationalelf zu spielen ständig ablehnen, oder keine deutsche Staatsangehörigkeit haben sondern man beruft sie schlicht nicht ein, obwohl ab und zu ein Vorzeigeafrikaner die Nichtdiskriminierung belegen soll. Jetzt könntest Du rätseln, warum die türkischen Migranten nicht zur deutschen Nationalelf gehören ?
    Folgende Anektode aus einem Gespräch mit einem deutschen Lehrer auf der Hochzeit eines gemeinsamen Freundes: Ohne Vorwarnung sagte der deutsche Lehrer zu mir (ich bin Dipl. Ing.) und einem türkischen Bekannten (Rechtsanwalt) ; Ihr seid keine Türken, Ihr könnt auch gar keine Türken sein ?
    Völlig verdutzt fragten wir, warum wir nach seiner Meinung keine Türken sind auch nicht einmal diese sein
    könnten ? Er antwortete, wir sind gut gekleidet, sprechen perfekt Deutsch und sind Akademiker !!!???
    Wenn man so viel Analysen von Integrationsneauftragten, die es wahrscheinlich unverschuldet geworden sind, und Mediale Schützenhilfen über sämtliche Uneigenschaften von türkischen Migranten, kann man ja von denen nichts gescheites erwarten. Deshalb werden diesen Menschen auch von allen Schützen der
    Heimatfront, vorne weg von Politikern, die sonst nichts können, auch die Menschenwürde in Form der
    politischen Gleichberechtigung vorenthalten. Als Prügelknabe der Nation werden wir je nach Bedarfslage
    geschlagen, diskriminiert etc.. Ich erwarte ja nicht, dass uns,die türkischen Migranten, alle Einheimische
    lieben. Das muss wirklich nicht sein. Aber man müsste den türkischen Migranten gegenüber anständig und
    korrekt sein. Das heisst; mann sollte uns die Hände und Füsse nicht binden, wenn man uns verdreschen will. Sondern als Minimum gehört die politische Gleichberechtigung nach 50 Jahren Migrationsgeschichte dazu, damit wir uns vor allen Dingen gegenüber allem Ungemach politisch verteidigen können. Das wäre doch in einem zivilisierten Land, wie Deutschland mit einem demokratischen Rechtsstaat als Minimum der Werte der deutschen Verfassung auch für u.a. türkische Migranten zu erwarten. Schliesslich geht man ja auch mit vier Millionen deutschen Analphabeten ganz sachlich und anständig ohne das Übel mit Herkunftsfragen zu begründen .
    Ich hoffe sehr, dass ich mich irre und mir jemand die Wahrheit erklärt.

    Remzi

  24. @ Remzi

    Ich verstehe nicht ganz, was du mit dem Vorenthalten der politischen Gleichberechtigung meinst?
    Geht es dir um die Teilhabemöglichkeiten der Deutschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte oder geht es dir um die Türken in Deutschland. Ich meine jeweils die Staatsangehörigkeit.
    Nach meiner Wahrnehmung werden von beiden die durchaus unterschiedlichen Teilhabemöglichkeiten nicht hinreichend genutzt oder gar eingefordert.
    Dabei bin ich mir bewußt, dass das etablierte Parteiensystem ihnen eher abwehrend und misstrauisch gegenübersteht. Es werden zwar Strukturen geschaffen, die Zuwanderer an die Parteien binden, jedoch mit möglichst einflußlosen Arbeitszirkeln.

  25. Remzi

    Auf den Typen, der nicht glauben wollte, gibt es eigentlich zwei Reaktionen:

    1. Gut, schon wieder einem das Türkenbild korrigiert
    2. Ach, wir armen Türken

  26. Hallo Andreas,

    Stell Dir mal vor, Du lebst und arbeitest seit 40 Jahren in Deutschland, wie die meisten
    Migranten der ersten Generation und stellst Du fest, dass fast 40 Millionen Deutsche (Geburtsjahrgänge seit 1969) nach Dir nach Deutschland gekommen sind und 4 Millionen
    Aussiedler, die mehrere Jahrhunderte abwesend waren und deshalb auch meistens deutsch
    sprachlos sind und meistens weder Länderkunde noch deutsche Geschichstkunde etc. kennen,
    bestimmen alle durch die demokratische Wahl von Parlamenten die Politik mit, die dann über
    Dich und Deine Bildung, die Einschränkung Deiner Rechte und Deine Integration etc. entscheidet. Nur Du darfst da nicht mit machen. Die Gleichheit der Menschen in einem demokratischen Rechtsstaat ist damit seit 1789 wieder in Frage gestellt. Wir, türkische Migranten in Deutschland sind aus tatsächlichen Gründen ein Teil dieser bundesrepublika-nischen Gesellschaft und mit allen Schwächen und Stärken, die in jeder Gruppe innewohnt
    und sind bloss etwas anders durch Muttersprache, Religion und Kultur etc. Unsere genannten
    Andersartigkeiten sind aber durch das deutsche Grundgesetz geschützt. Wir wollen auch keine Sonderrechte bloss die gleichen Rechte, beginnend mit der unantastbaren Würde des
    Menschen (Art. 1, GG) und politischer Gleichberechtigung, so dass auch wir die Politik in unserer Heimat (zur Hälfte seit Geburt und zur anderen Hälfte seit Jahrzehnten) mitgestalten.
    Erst dann werden solche obskure Diskussionen über unsere Integrationsfähigkeit bzw. –willigkeit etc. von der Politik nicht mehr gruppenspezifisch lanziert und darüber nicht mehr wissenschaftlich lamentiert, um nebenbei andere Süppchen zu kochen. Das heisst, wir wollen auch nur wie jeder andere Einwohner in diesem Land wählen und fordern keineswegs irgendwelche Extrawürste und -einflüsse. Ob wir hinreichend zur Wahl gehen oder in den Parteien mitwirken und selber kandidieren und unsere politischen Rechte mehr oder weniger intensiv wahrnehmen, sollte doch so akzeptiert werden wie bei jedem anderen Einwohner. In einem demokratischen Rechtsstaat sollten diese Rechte ohne Einforderung (wie auch für jeden Einwohner dieses Landes) existieren.
    Andreas, jetzt kommen wir zum formalen Unterschied und zur darauf basierenden Ungleichheit; schätzungsweise ist jeder 6. türkische Migrant eingebürgert, während über-
    wältigende Anteil als Zaungäste draussen gehalten wird, obwohl aus tatsächlichen Gründen
    keine objektive Unterscheidung möglich ist. Faktisch haben wir eine Zweiklassengesellschaft
    in der Bundesrepublik Deutschland. In einem demokratischen Rechtsstaat kann man eine
    Zweisklassengesellschaft nicht, schon gar nicht noch weitere Jahrzehne und obendrein in Europa aufrechterhalten, wie es uns die Geschichte im vergangenen Jahrhundert in diesem Kontinent, USA und anderswo schon mehrfach gelehrt hat.

    Remzi Kocak

  27. Hallo Remzi,

    Deine Fußballfrage kann ich Dir nicht beantworten, da ich mich nicht für Fußball interessiere …
    Ich bin auch überhaupt nicht der Meinung, dass man es den Migranten in Deutschland besonders leicht macht ! Aber das man ausgerechnet Türken besonders schlecht behandelt, das halte ich ja für ein Gerücht ! Und ich kann auch nicht ganz verstehen, warum Türken versuchen, ein solches Bild zu erzeugen. Mir fällt dazu z.B. die unsägliche Debatte um “Türken - die neuen deutschen Juden” ein. Solche Vergleiche sind 1. unzutreffend, und 2. schaden sie den Türken mehr, als sie überhaupt nützen könnten !
    Ich kenne gut integriete, gut gebildete Türken bzw Deutsche türkischer Abstammung, und ich kenne auch solche, die einen anderen - keinen türkischen Hintergrund - haben. Ich kenne auch Türken, die eine schlechtere Bildung und ein geringes Einkommen haben, und trotzdem gut integriet sind !!!
    Ich bin der Meinung, dass es durchaus auch etwas mit dem zu tun hat, was man will.
    Will ich mich integrieren - dann gelingt mir das auch. Keiner behauptet, dass das leicht ist. Aber es gibt tausende / millionen Beweise dafür, das es möglich ist.

    Zuwanderung ist aber auch eine gefahr für sich - ich meine das jetzt nicht so, wie Du wohl befürchtest. Ich meine speziell Zuwanderung OHNE Integration. Ich habe eine Zeit lang auch einige Kontakte zu deutschstämmigen Russen gehabt …. diese Leutchen haben sich in Russland auch nicht integrieren wollen, und nachdem sie nach Generationen wieder “zurück” nach Deutschland kamen, da konnte man sich doch oft nur wundern und den Kopf schütteln “Wie sind die denn drauf?”
    Bei dene war nicht nur die Zeit stehen geblieben, es muss da auch etwas wie eine Umwandlung der Sinn wärend der Konservierung der Wurzeln gegeben haben …. ?!?!? Keine Ahung - aber was die meinte, übers “Deutsch sein” zu wisssen, das hatte mit der Wirklichekit in Deutschland überhaupt nichts zu tun.
    Ein bisschen Platt geagt : “die sind wiedergekommen, und haben sich gewundert das wir keinen Kaiser mehr haben, und das Frauen jetzt wählen dürfen” ;-)

    Auch wenn der Vergleich hinkt. Eine türkische Kollegin hat mir mal “im Spaß” gesagt : “Wenn du nette Türken treffen willst, die auch Deutsch sprechen - dann fahr in die Türkei.” Sie selber spricht übrigens akzentfreies Deutsch, hat Abitur und eine leitende Tätigkeit, und ihr Mann verdient auch nicht schlecht und ist bestimmt in vielen Bereichen besser gebildet als ich ;-)

    Ich erwarte ja nicht, dass uns,die türkischen Migranten, alle Einheimische
    lieben. Das muss wirklich nicht sein. Aber man müsste den türkischen Migranten gegenüber anständig und
    korrekt sein. Das heisst; mann sollte uns die Hände und Füsse nicht binden, wenn man uns verdreschen will.

    Meine Güte - hast Du es auch ein bisschen kleiner ?? Wo wird dem wem etwas festgebunden, und wo wird wer verdroschen ? Solche Unterstellungen sind echt gefährlich ! 1. schmälern sie die eigene Glaubwürdigkeit und 2. könnte der zu unrecht Beschuldigte auf die Idee kommen, der Anschuldigung zu entsprechen, damit er sich die Anschuldigung nicht “für nichts” anhören muß.

    Sondern als Minimum gehört die politische Gleichberechtigung nach 50 Jahren Migrationsgeschichte dazu, damit wir uns vor allen Dingen gegenüber allem Ungemach politisch verteidigen können. Das wäre doch in einem zivilisierten Land, wie Deutschland mit einem demokratischen Rechtsstaat als Minimum der Werte der deutschen Verfassung auch für u.a. türkische Migranten zu erwarten.

    Du fährst hier, für meinen Geschmack, einfach zu große Geschütze auf !
    Die Türken in Deutschland sind weder mit den Juden im Dritten Reich, noch mit den afroamerikanern in den USA zu vergleichen !!!
    Türken in Deutschland haben in ALLEN Bereichen unserer Gesellschaft Positionen ! Türkisch Stämmige Juristen, Politiker, Pädagogen, Lehrer, Journalisten, Akademiker….Kaufleute, Handwerker, Techniker…. und auch in “allen” Parteien : CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke …. ( in der NPD wohl nicht - die sind dann lieber bei den Grauen Wölfen ).
    Türken in Deutschland dürfen ihre Kultur leben, ihre Sprache sprechen, ihrer Religion nahcgehen, haben reisefreiheit, freie Berufswahl….. usw. Damit geht es ihnen in Deutschland um vieles besser als den Minderheiten in der Türkei - auch wenn sich daraus nichts ableiten ließe !

    Grüße

    Achim

  28. Wir wollen auch keine Sonderrechte bloss die gleichen Rechte, beginnend mit der unantastbaren Würde des
    Menschen (Art. 1, GG) und politischer Gleichberechtigung, so dass auch wir die Politik in unserer Heimat (zur Hälfte seit Geburt und zur anderen Hälfte seit Jahrzehnten) mitgestalten.

    Und wo und wann wird Dir das vorenthalten ??

    Andreas, jetzt kommen wir zum formalen Unterschied und zur darauf basierenden Ungleichheit; schätzungsweise ist jeder 6. türkische Migrant eingebürgert, während über-
    wältigende Anteil als Zaungäste draussen gehalten wird, obwohl aus tatsächlichen Gründen
    keine objektive Unterscheidung möglich ist.

    Du bist also der Meinung, dass man gezielt Türken an der Einbürgerung hindern möchte ?? Warum ?

    Grüße

    Achim

  29. Hallo Leute,

    Nach der Lektüre der Antworten glaube ich, unsere Diskussion leidet daran, dass wir an folgenden Grundsätzen nicht übereinstimmen:
    1. Besondere Diskriminierung von türkischen Migranten sollte an sich auch ohne eigene
    Erfahrung aus persönlicher Umgebung für JurBlog-Leser unbestreitbar sein.
    2. Die Definition von Demokratie und Grundrechten ist universal d.h. gilt für alle
    Einwohner eines Landes (abgesehen von Transitreisenden bzw. Urlaubern). D.h.:
    Ein Teil von Menschen sollten nicht darüber befinden, wie leicht oder schwer es dem
    anderen Teil von Menschen gemacht wird, weil diese Menschen weniger Deutsch
    können bzw. eine schlechtere Ausbildung nachweisen können bzw. bei gleicher Karriere
    Ali oder Fernandez heissen etc. etc.. Das objektive Kriterium ist die Leistung und Fähigkeiten und soziale Einstellung der Menschen aber nicht wie sie leben, glauben,
    sprechen oder lieben etc. Alle Menschen, die auch mit verschiedenen Mängeln bzw. Differenzen ausgestattet sind, haben gleiche Grundrechte und damit gleiche Menschenwürde.
    3. Der Vergleich „Türken – die neuen deutschen Juden“ hinkt sicherlich, weil wir,
    trotz etlicher Diskriminierungen, Gott sei dank, nicht im Dritten Reich, sondern in der Bundesrepublik Deutschland leben, die im Unterschied noch ein demokratischer Rechtsstaat ist.
    4. Liebe Leute, die Menschen sind Individuen bezüglich all ihrer Eigenschaften, die bei
    allen Menschen auch in der gleichen ethnischen Gruppe unterschiedlich sind. Auch Einheimische ähneln sich nicht wie die Schrauben, die vom gleichen Drehautomaten
    nach gleicher Schablone hergestellt sind. Es ist falsch den Wert des Menschen danach zu
    messen, wie ähnlich er anderen ist. Einheitliche Lebensformen ohne die menschliche Würde sind in diesem Land zweimal ausprobiert worden und zweimal kläglich gescheitert. Ich ertappe die Diskutanden dabei, nochmals damit zu liebäugeln.
    Ich hoffe, es ist unbewusst und so nicht gewollt.
    5. Also mit dem Verdreschen von (türkischen) Migranten ist sinnbildlich gemeint.
    Dass man hierzulande auch bildlich der Vorstellung von Achim näher kommt, ist
    zu genüge aus aktuellen Vorgängen in manchen Städten auch mit Todesfolge noch
    in Erinnerung. Rassistisch motivierte Gewalttaten gegenüber Migranten betragen
    nach kriminalpolizeilicher Statistik über 10000 Fälle jährlich.
    6. Wie gut es den türkischen Migranten in Deutschland im Vergleich zu Minderheiten
    in anderen Ländern wie auch z.B. in der Türkei geht, ist zwar nicht unser Thema, aber
    dort haben die Minderheiten mehr oder weniger die Möglichkeit, im Rahmen der schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Politik und die Zusammenstellung des Parlamentes bzw. der Stadträte mitzubestimmen und zu beeinflussen. Die türkischen Migranten haben es hier sicherlich auch viel besser als in Saudi Arabien oder sonst wo in Afrika.
    Aber liebe Leute, das sind doch alle undemokratisch regierte Länder. Es wäre zu Schade
    den Wert der deutschen Demokratie, am Wert von diktatorischen Regimen oder sonstigen Unvollkommenheiten zu relativieren.

    Gruss

    Remzi

  30. Hallo Remzi,

    Nach der Lektüre der Antworten glaube ich, unsere Diskussion leidet daran, dass wir an folgenden Grundsätzen nicht übereinstimmen:

    Ja, da stimme ich Dir zu.

    1. Besondere Diskriminierung von türkischen Migranten sollte an sich auch ohne eigene
    Erfahrung aus persönlicher Umgebung für JurBlog-Leser unbestreitbar sein.

    Ach. Und warum ?? Ich behaupte, dass es gerade die türksichen Migranten in Deutschland oft einfacher haben als Migranten aus anderen Regionen der Welt.

    Alle Menschen, die auch mit verschiedenen Mängeln bzw. Differenzen ausgestattet sind, haben gleiche Grundrechte und damit gleiche Menschenwürde.

    Das ist so. Stimme ich Dir zu.

    3. Der Vergleich „Türken – die neuen deutschen Juden“ hinkt sicherlich, weil wir,
    trotz etlicher Diskriminierungen, Gott sei dank, nicht im Dritten Reich, sondern in der Bundesrepublik Deutschland leben, die im Unterschied noch ein demokratischer Rechtsstaat ist.

    Er hinkt nicht nur, der Vergleich, er ist einfach keiner ! Und das liegt nicht nur an dem Rechtsstaat Deutschland im Vergleich zum verbrecherischen Nazi Regime, es liegt auch an den Unterschieden Juden in Deutshcland und Türken in Deutschland !

    Liebe Leute, die Menschen sind Individuen bezüglich all ihrer Eigenschaften, die bei
    allen Menschen auch in der gleichen ethnischen Gruppe unterschiedlich sind.

    Hier sind wir wider einer Meinung !

    Rassistisch motivierte Gewalttaten gegenüber Migranten betragen
    nach kriminalpolizeilicher Statistik über 10000 Fälle jährlich.

    Das ist schlimm, und es kann nicht hingenommen werden ! Auf der anderen Seite reagieren Migrantenverbände allerdings sehr empfindlich wenn man eine vergleichbare Statistik zu rassistisch motivieren Gewalttaten von Migranten an Einheimischen und anderen Migranten aufstellen würde ( oder es schon tut ).
    Was ist schlimmer ? Ein Deutscher der einen Spanier schlägt weil er Spanier ist, oder ein Türke der einen Sinti schlägt weil er ein Sinti ist ??
    Rassismus ist Rassismus - unabhängig von der Herkunft, Hautfarbe, Religion…. !!!!

    Es wäre zu Schade
    den Wert der deutschen Demokratie, am Wert von diktatorischen Regimen oder sonstigen Unvollkommenheiten zu relativieren.

    Da stimme ich Dir ja im Kern zu ! ;-) Ich frage mich aber halt von Zeit zu Zeit, wieviel Kraft und Zeit die Leute in die Demokratisierung ihrer Heimatländer inverstieren ?? Die Hälfte ? Ein Drittel ? Gar nicht ??!!
    Die Verantwortung für die Zustände in einem Staat sollte das Volk haben und wahr nehmen…..;-) Also das Volk im Sinne von Staatsbürger. Und es wäre immer ersteinmal die Aufgabe eines Staatsbürgers, sich um die Werte, Normen und um die Demokratie im eigenen Land zu kümmern. Wie und mit welchem Recht sollte ich als deutscher Staatsbürger den Holländern Vorschriften machen, wie sie ihre Demokratie zu gestallten haben ?!
    Das heißt ja nicht, dass man die Zustände in Holland schweigend hinnehmen muß - aber in Deutschland habe ich doch ersteinmal genug zu tun - bevor ich mich um andere kümmere.

    Werde doch Staatsbürger ( wenn Du es noch nicht bist ) - und misch Dich ein ! Gerne ! ;-)

    Grüße

    Achim

  31. Hallo Achim,

    Um Deine Neugier um die Einbürgerungssituation von Migranten zu befriedigen sende ich Dir die unten-
    stehende Pressemitteilung.
    Du wirst an Hand dieser Zahlen ohne jede Deutung sehen, dass die Dinge hier nicht so stehen, wie mancher es naiverweise unbedacht annimmt.
    Im 21. Jahrhundert spielt der türkische Migrant ungewollt den Hauptmann von Koepenick der modernen
    Zeit. Sollte man dieses Spiel als Drama oder Komödie bezeichnen ?

    Erneutes und dramatisches Absinken
    der EINBÜRGERUNGSQUOTE IN 2008
    oder
    Entwickelt sich das deutsche Volk zu einer geschlossenen Gesellschaft ?

    Laut einer Meldung der HAZ am 18.9.2008 wurden in 2008 bis zum 18.9. nur 1043
    Personen eingebürgert, während diese Zahl in 2007 1673 (2118 Eingebürgerungen in
    2001) betrug.
    Dies lässt auf Jahr 2008 hochgerechnet insgesamt 1043 x 12/8,5 = 1.472 Einbür-
    gerungen erwarten. Diese Zahl bedeutet erneutes Absinken der Einbürgerungsquote
    um (1673-1472) x 100/1673 = 12 %. Hierbei ist die enorm zu erwartende Abnahme
    nach der Einführung der Einbürgerungstests seit dem 1.9.2008 nicht berücksichtigt. Makaber
    ist die Kommentierung des OB Herrn Weil, dass die bisherige Abnahme auf den Schreck vor
    den Einbürgerungstests zurückzuführen sind. Wenn schon der Schreck 12 % ige Abnahme
    bewirkt, ist zu erwarten, dass sich die Einbürgerungen nach dem 1.9.2008 dramatisch
    reduzieren werden. Diese Erwartung ist keine Schwarzmalerei sondern eine realistische
    Einschätzung, zumal laut Vermutung verschiedener Politiker auch 50 bis 80 % der Bio-
    Deutschen diese Tests nicht bestehen könnten.
    Damit ist die Gleichberechtigung von Migranten und ihre Realisierung wieder um
    Jahre hinausgezögert. Folglich auch kann die eigentliche Integration wieder um Jahre
    später beginnen. Diese bedeutet die Verlängerung der Einbürgerungsdauer von
    türkischen Migranten in Hannover von 67 auf 75 Jahre und allen Migranten von
    44 auf 49 Jahre. Für Überwiegende Zahl von Migranten wird damit die Integration
    zu lebzeiten nicht erreichbar und die Menschenwürde nicht erlebbar bleiben.
    Wir sind gespannt, wie die Verwaltung versuchen wird, diese Ausgrenzungspolitik mit
    ihrer Integrationspolitik in Einklang zu bringen.
    Oder wird doch bei soweit GELUNGENER INTEGRATION (siehe Bericht von Hans
    Werth, http://www.jurblog.de, 16.8.-19.8.2008)) mit Vorhalten der fehlenden Integration
    an sich beabsichtigt, die LEBENSLANGE ZEMENTIERUNG der AUSGRENZUNG
    von MIGRANTEN z.B. an der politischen PARTIZIPATION zu kaschieren ?
    Es ist für Migranten betrüblich und paradox anlässlich des Rathaustages unter dem Motto
    Integration in Hannover zu erfahren, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, in der
    sie ihren Lebensmittelpunkt haben und zu der sie zugehören.

    Remzi

  32. @ Coskun: es kommt drauf na wo das Kind auf die Lehrer an. Bei meinen Nichten war das ziemlich extrem, die ältere ist ohne pobleme aufs Gymnasium gekommen mit 2,5 in Mathe und Deutsch. Der Lehrer war aber auch ziemlich nett! Bei der Kleineren wars da etwas poblematischer obwohl sie in Mathe und Deutsch 2,0 hatte!! Wir mussten deswegen zum Direktor und erst danach durfte sie aufs Gymnasium. Und es liegt nicht daran das beide kein Deutsch konnten. Beide besuchen ein Gymnasium in Baden-Wüttenberg 8. und 9. Klasse!!

  33. Tag Tag,

    ich wollt mich mal einschalten - aber bevor ich jetzt alle Kommentare durchlese (ich habe nur den Eröffnungstext gesichtet) kann ich gleich mal vorweg einwerfen:

    Wie soll jemand integriert werden, der gar nicht integriert werden will. Habe viel eher den Eindruck, daß man uns noch versucht zu unterdrücken. Und wenn das hier in diesem Land so weitergeht - Prostmahlzeit!!

    Vielleicht sollten wir uns langsam alle einen halben Quadratmeter Teppich leisten und Halbmonde auf den Kirchen installieren. Das ist doch mittlerweile alles eine Farce, was in diesem Land abgeht, was dieses Thema anbelangt. Da lobe ich die Schweizer - konsequent wie die Türken. Und wer sich mit dem Thema nicht auskennt, läßt sich katholisch Taufen, zieht in die Türkei, geht dort ungetarnt in eine christliche Kirche und wird verstehen was ich meine (viel Glück und lebe wohl)!

    Greetz Ollilein

  34. Is ja eh nur Propaganda alles..

    Man will ja nur nich das die Türkei in die EU kommt und sucht hier nach Gründen damit man das verhindern kann.

    Das wäre ja dann der Untergang unseres Landes, Och Gottchen…

  35. @ Coskun:

    Dass man es als Kind/Jugendlicher mit Migrationshintergrund schwerer hat, kann ich nur bestätigen. Ich gehöre zu der Gruppe der sogenannten Spätaussiedler. Es gibt immer wieder Situationen in denen man sich durchbeißen und mit Vorurteilen zu kämpfen hat. ABER: ….

    Dies ist keineswegs ein Grund zu resignieren! Man sollte sich dessen bewusst sein, dass Deutschland eines von wenigen Ländern ist, in denen man als Person mit Migrationshintergrund die gleichen Chancen wie Einheimische erhält, wenn man sich darum bemüht. Auch ein Einheimischer kriegt sein Abitur und den akademischen Abschluss nicht hinterher geworfen. Meine Eltern wurden in der ehemaligen Sowjetunion bspw. nicht zum Studium zugelassen, weil sie Deutsche sind. Dafür mussten sie in den Schulferien auf den kollektiven Felder arbeiten. Das nenne ich Gleichberechtigung.

    Ich werde in der Bundesrepublik vereinzelt zwar nicht als “echter Deutscher” anerkannt (von den Personen, die meinen Personalausweis sehen respektive meinen Geburtsort kennen), jedoch bin ich stets bemüht das Beste aus meinem Leben zu machen. So habe ich bald mein (mit BAföG finanziertes) Ingenieursstudium an einer renommierten Technischen Universität abgeschlossen. Ich bin froh und stolz mich durchgebissen zu haben und bin mir zu 100% sicher, dass jeder - der auch in seinem “Heimatland” dazu fähig gewesen wäre, sich als Jugendlicher zu beweisen - dies auch in Deutschland kann!

 

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