Bündnis für Erziehung von Familienministerin Ursula von der Leyen

21. April 2006 | Von E. S. | Kategorie: Leitartikel | Keine Kommentare | Artikel versenden

Sämtliche Zeitungen berichten ausgiebig über aufkommende Kritik von allen Seiten. Muslime, Juden, nicht „C“ Parteien, Wohlfahrtsverbände, die AWO, die GEW und vermutlich noch viele Mehr. Ausgrenzung, Übergehung, zu eng, geschmacklos und naiv sind nur einige der Vorwürfe, gegen die sich von der Leyen wehren muss. Nur die Kirche nimmt sie in Schutz, wie es sich in so einer Situation gehört.

Ich habe viele Artikel gelesen und nach Argumenten für diese Vorgehensweise gesucht. Vielleicht liegt unsere, sonst so sympathische Familienministerin, ja gar nicht so falsch. Die einzigen Argumente, die sie vorbringt sind folgende: “Unsere gesamte Kultur gründet sich auf der christlichen Kultur“ oder „Die ersten 19 Artikel unseres Grundgesetzes fassen doch im Prinzip die zehn Gebote zusammen“. In der TAZ schreibt Heide Oestreich unter der Überschrift: „Von der Leyen: Ärger mir den Werten“ gar, dass Frau Leyen die Auffassung vertritt, dass Werte wie Verlässlichkeit, Respekt, Hilfsbereitschaft auf christlichen Prinzipien basieren. Das hört sich aber ausschließlich an.

Diese Argumente mögen für den einen oder anderen gewichtig sein. Mich überzeugt das alles nicht. Ich bin deutscher Staatsbürger und meine Kultur gründet sich nicht auf der christlichen Kultur. Das Bündnis für Erziehung soll doch bitte auch meine Kinder erfassen und die der anderen Migranten auch. Fast zehn Prozent der deutschen Bevölkerung besteht aus Migranten. Die FAZ zitiert unter dem Titel „SPD und Muslime kritisieren von der Leyen“ den Präsidenten der ostdeutschen Wohlfahrtsverband Volkssolidarität Gunnar Winkler wie folgt: “Den Menschen in den neuen Ländern, die zu zwei Dritteln nicht religiös gebunden sind…“. Ich denke, da läuft was falsch. Den nicht christlich gebundenen wird am Ende etwas diktiert werden, bei deren Nichtbefolgung sie als „nicht integrationswillig“ eingestuft werden und nach Schäuble ausgewiesen werden sollen.

Es gibt aber Hoffnung:“ Beider zweiten Runde im Herbst sind alle anderen Interessenten herzlich willkommen“ versichert von der Leyen in der Spiegel Online. Na dann bin ich mal gespannt, welche Islamische Gemeinschaft daran teilnehmen soll oder darf.. Der eine steht im Verfassungsschutz, der andere untersteht der Türkei und die anderen sind zu klein. Na toll.

Ekrem Senol - Köln, 21.04.2006

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