Berufsbildungsbericht 2006: Migrantenkinder sind bei der Suche nach Ausbildungsplätzen benachteiligt

28. April 2006 | Von E. S. | Kategorie: Leitartikel | Keine Kommentare | Artikel versenden

Nach dem neuen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung, der von Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde, ist die Zahl der ausländischen Auszubildenden im Jahr 2004 um neun Prozent gesunken. Somit ist die Zahl der ausländischen Auszubildenden im Westen von 6,1 auf 5,6 Prozent gesunken. Davon machten 38 Prozent junge Türken aus. Im Osten lag dieser Anteil bei nur 0,2 Prozent.

Experten meinten, es gebe deshalb weniger jugendliche Auszubildende mit ausländischer Staatsbürgerschaft, weil es eine hohe Zahl von Einbürgerungen gebe. Jedoch geht aus dem Bericht hervor, dass jugendliche Bewerber mit Migrationshintergrund generell bei der Suche nach Lehrstellen, selbst bei gleichen schulischen Voraussetzungen, deutlich weniger erfolgreich sind.

So fanden in den Jahren 2003 und 2004 Jugendliche mit Migrationshintergrund und sehr guten mathematischen Kenntnissen nur zu 41 Prozent eine betriebliche Lehrstelle. Bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund waren es 64 Prozent.

Nach dem Berufsbildungsbericht hat jeder dritte ausländische Jugendliche nach wie vor keinen Berufsabschluss. Bei deutschen Jugendlichen liegt dieser Anteil bei rund elf Prozent. Trotz des freiwilligen Ausbildungspakts mit der Wirtschaft ist die Zahl der Lehrstellen im Jahr 2005 um vier Prozent zurückgegangen.

Ekrem Senol - Köln, 28.04.2006

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