Ex-EKD-Ratsvorsitzender Kock kritisiert Nachfolger Huber

27. November 2007 | Von E. S. | Kategorie: Gesellschaft | Ein Kommentar | Artikel versenden

Der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, kritisierte das derzeitige Verhältnis zwischen der evangelischen Kirche und den muslimischen Verbänden und erklärte, dass es für das künftige Zusammenleben dringend erforderlich sei, zu einer gelassenen Tonart zurückzufinden. Huber habe seinem Ja “leider hinzugefügt, eine kritische Auseinandersetzung zur Zahl und Größe der Moscheen müsse erlaubt sein”. Damit habe Huber “den Eindruck einer Nähe” zu Kritikern einer geplanten repräsentativen Moschee in Köln-Ehrenfeld erweckt.Die EKD und selbst Huber hätten sich jedoch eindeutig für den Moscheebau ausgesprochen. Bemerkungen über die Höhe der Minarette oder die Größe des Baus seien dagegen von Unkenntnis getragen. “In Ehrenfeld stehen Fernsehturm und mehr als 100 Meter hohe Verwaltungsgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft. Da kann man nicht von Machtdemonstration sprechen”, erklärte Kock in einem Kommentar in der “Kölner Stadt-Anzeiger“.

Schön, dass ich mit meiner Meinung vom 8. November 2007 zu Hubers Rede nicht alleine stehe.

Kock kritisierte zu dem die EKD-Schrift “Klarheit und gute Nachbarschaft”. Einige Stellen hätte er - vor allem im Ton - gerne anders formuliert. “Eine davon betrifft die Kritik am Kopftuch, das viele islamische Frauen tragen. Viele vermuten, es sei Symbol der Frauenunterdrückung. Es gibt sehr freie und selbstbewusste Frauen mit Kopftuch. Ich finde, islamische Frauen müssen selbst entscheiden, ob sie ein Kopftuch tragen oder nicht. Sie müssen ihre Emanzipation selbst erkämpfen, so wie das die Frauen in unserer Gesellschaft mussten”, so Kock.

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Ein Kommentar
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  1. [...] für die EKD, was nicht zwangsläufig für Bischof Huber gilt. Jedenfalls hat nach dem ehemaligen Vorsitzenden der EKD (Kock) auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Nikolaus Schneider, die [...]

 

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