Umfrage über Stand der Integration von Türken in Deutschland

15. März 2008 | Von E. S. | Kategorie: Gesellschaft | 8 Kommentare | Artikel versenden

Türkischer Tee in schwarz-rot-gold

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der “Die Zeit” geht der Frage nach, wie integriert die Deutschtürken sind. Im Wesentlichen geht es um die deutsche Sprache, die Religion, Kultur oder auch um Politik. Die Ergebnisse lassen insgesamt keinen eindeutigen Schluss zu bezüglich der Integration von Türken. Allerdings deuten einzelne Ergebnisse, auf sowohl positive wie auf negative Trends hin. Eins ist aber sicher: Integration wird sich nur gemeinsam - Gesellschaft und Politik - realisieren lassen. Schauen wir uns einige der Ergebnisse einmal näher an:

Ohne die deutsche Sprache kann man als Einwanderer in Deutschland keinen Erfolg haben.

83 % sind zustimmend eingestellt zu dieser Aussage durch alle Altersklassen und Bildungsschichten hinweg und unabhängig von der Staatsangehörigkeit.

Dieses Ergebnis überrascht mich nicht. Das Bewusstsein um die Bedeutung der Sprache ist bei den allermeisten vorhanden. Allenfalls hadert es an der Umsetzung/Erlernung, die allerdings auf oft auch darauf zurückzuführen ist, dass Türken oft in geschlossenen Gesellschaften (Familie/Umgebung) aufwachsen, in denen überwiegend türkisch gesprochen wird. Mit der deutschen Sprache werden Kinder teilweise erst in der Schule konfrontiert. Wie die Antworten aber zeigen, liegt das weniger am Bewusstsein über die Bedeutung der deutschen Sprache als vielmehr an den eigenen Möglichkeiten.

Wer die deutsche Sprache nicht spricht weil er in Deutschland keine Schule besucht hat, kann es auch seinen Kindern nicht weitergeben. Dieses Problem kann und muss überwunden werden durch Sprachförderung bereits im Vorschulalter bei Kindern und durch Sprachkurse für Neu zugewanderte. Sowohl Frühförderung als auch Integrationskurse sind daher die Grundpfeiler der Lösung. Hinzu kommen muss selbstverständlich auch die Anstrengung bei Türken, die deutsche Sprache lernen zu wollen. Schließlich ist die Erkenntnis ein nur wichtiger Schritt in die richtige Richtung, das Ziel ist damit aber noch lange nicht erreicht.

Stuttmann Karikatur
Karikatur mit freundlicher Erlaubnis von Klaus Stuttmann

Alles in allem war es richtig, dass meine Familie nach Deutschland gekommen ist.

Hier stimmten 65 % stark/eher zu während 31 % eher/stark ablehnten. Auch hier ist auffällig, dass die Antworten durch alle Altersklassen und Bildungsschichten hindurch nur gering voneinander abweichen. Auch zwischen türkischen und deutschen Staatsbürgern ist die Differenz nur gering zu Gunsten der eingebürgerten. Was allerdings deutlich ins Auge springt ist, die Zustimmung der ab 60-jährigen, der ersten Generation also, mit 85 %.

Hier muss der Befragte eine Gesamtbetrachtung aller Vor- und Nachteile vornehmen von seinem Leben in Deutschland. Dass insbesondere die erste Generation hier zustimmender antwortet als die jüngeren Generationen ist angesichts der nächsten Antworten eher eine Überraschung:

Ich habe das Gefühl, in Deutschland unerwünscht zu sein.

Bei den bis 24-jährigen lehnen 62 % diese Aussage eher/vollkommen ab, während 62 % der über 60-jährigen dieser Aussage vollkommen/eher zustimmen.

Es ist nicht leicht zu erklären, wie die Diskrepanz bei den jüngeren und Älteren zu erklären ist. Ältere fühlen sich in Deutschland unerwünscht und finden es dennoch richtig, nach Deutschland gekommen zu sein. Bei den jüngeren verhält es sich genau anders herum.

Auffällig und Interessant sind hier auch die Angaben von denen ohne Hauptschulabschluss bis hin zu denen mit Abitur oder Universitätsausbildung. Jeweils 61 % der ohne bzw. mit Hauptschulabschluss fühlen sich hier stark/eher unerwünscht, bei denen, die eine weitergehende Schule besucht haben ist dieses Gefühl nur noch bei 42 % vorhanden. Überraschend ist aber, dass 59 % derer, die Abitur gemacht und/oder eine universitäre Ausbildung genossen haben sich ebenfalls unerwünscht fühlen. Dieses Ergebnis untermauert noch einmal die Studie des Soziologen Ferdinand Sütterly. Er hatte attestiert, dass der Aufstieg von Türken in der deutschen Gesellschaft unerwünscht ist. Allem Anschein wird dieser Wille auch an die Türken dergestalt übertragen, als dass sie sich umso unerwünschter vorkommen, je erfolgreicher sie werden. Die Deutschen, so Sütterly, pflegten eine “Idealvorstellung” vom subalternen türkischen Gastarbeiter.

Stuttmann Karikatur
Karikatur mit
freundlicher Erlaubnis von Klaus Stuttmann

Bei den nächsten beiden Aussagen …

In Deutschland fühle ich mich als Türke, in der Türkei als ein Deutscher. und Deutschland ist ein weltoffenes Land, in dem es jeder unabhängig von der Herkunft zu etwas bringen kann.

… ist allenfalls interessant, dass es fast keinen Unterschied zwischen denen gibt, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben und denen, die türkische Staatsbürger sind. Das wiederum relativiert eindrucksvoll die Aussage, dass mit der deutschen Staatsbürgerschaft auch gleichzeitig eine Hinwendung zu Deutschland (Loyalität) bzw. Abkehr von der Türkei verbunden sein muss. Vielmehr stellt die deutsche Staatsbürgerschaft für viele lediglich ein Weg dar, am gesellschaftlichen Leben sowie an Bürgerrechten (bspw. Wahlen) teilhaben zu können.

In der zweiten Aussage steckt ebenfalls drin, dass das “erfolgreich-sein-können” (kurz: die allgemein verstandene Integration) in Deutschland nicht an die Staatsbürgerschaft geknüpft wird. Dies wiederum relativiert die von der derzeitigen Bundesregierung verfolgte Linie, dass Einbürgerung nicht der Weg zu einer erfolgreichen Integration sei sondern der krönende Abschluss, ebenfalls eindrucksvoll. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist kein Maßstab für gelungene Integration und darf auch nicht als solche gesehen werden.

Die nächste Aussage

Ich hätte Probleme damit, wenn mein Sohn oder meine Tochter einen Deutschen oder eine Deutsche heiraten würde.

ist wohl als ein Leckerchen für die Boulevardpresse gedacht, damit die auch fleißig berichten. Die Ergebnisse lassen jedenfalls keine weitreichenden Rückschlüsse zu ohne auch ein Vergleich von deutschstämmigen Antworten vorliegen zu haben. Allenfalls Interessant ist, dass die bis 24-jährigen (38 %) und die ab 60 jährigen (35 %) weniger Probleme damit hätten als die 25-34-jährigen bzw. 49-59-jährigen (55 % bzw. 50 %). Auch zeigen die Antworten, dass mit zunehmendem Bildungsgrad auch die Probleme auf diesem Gebiet sinken (51 % ohne Abschluss - 32 % mit Abi/Uni).

Die nächste Aussage dürfte besonders für das Innenministerium interessant sein:

Man kann gleichzeitig ein guter Moslem und ein guter Deutscher sein.

Der Meinung sind auch 65 % der Befragten, wobei je größer die Bildung/Weißheit ist, desto eher auch die Zustimmung zu dieser Aussage ausfällt. So sind 68 % der Abi/Uni’ler und 70 % der über 60-jährigen zustimmend eingestellt.

Stuttmann Karikatur
Karikatur mit
freundlicher Erlaubnis von Klaus Stuttmann

Ein Appell an die Mehrheitsgesellschaft und auch an die Politik stellen die Angaben der nächsten Aussage dar:

Die deutsche Gesellschaft sollte stärker auf die Gewohnheiten und Besonderheiten der türkischen Einwanderer Rücksicht nehmen.

Ganze 89 % sind hier zustimmend eingestellt, lediglich 9 % sind anderer Meinung. Sicherlich kann man über die Berechtigung dieses - auch als Forderung zu verstehende - Ergebnis streiten. Wenn man sich Berlin-Kreuzberg, Duisburg-Marxloh oder Köln-Mülheim vor Augen führt, stellt sich selbstverständlich die Frage, wie viel Rücksicht noch verlangt werden kann. Doch dürften die Teilnehmer nicht an Kreuzberg, Marxloh oder Mülheim gedacht haben, als sie sich dazu äußerten. Wo konkret noch mehr Rücksicht gefordert wird, wäre interessant zu wissen.

Bei der nächsten Aussage dringt erneut Erdogans Kölner Rede durch:

Es ist wichtig, dass die Türken in Deutschland ihre eigene Kultur bewahren.

Bei keiner anderen Aussage sind die Teilnehmer so klar einer Meinung über alle Schichten und Gruppen hinweg. 93 % geben sind hier zustimmend eingestellt, lediglich 6 % sind anderer Meinung.

Schließlich geht es noch um Fragen über den Medienkonsum der Türken:

lesen Sie eine deutschsprachige Tageszeitung und sehen Sie deutschsprachige Nachrichten im Fernsehen

Hier geben 70 % an, dass Sie regelmäßig bis gelegentlich deutschsprachige Tageszeitungen lesen. Deutschsprachigen Nachrichten im Fernsehen sehen sich sogar 89 % der Befragten an womit das Vorurteil, Türken würden nur türkische Zeitungen lesen und Fernsehen schauen, wiederlegt wäre. Auffällig ist nur das Gefälle zwischen denen, die deutsche Staatsbürger sind (85 % Zeitung, 92 TV) und denen, die die türkische Staatsbürgerschaft haben (% 65 Zeitung, 88 TV). Das mag aber auch daran liegen, dass diejenigen, die eingebürgert worden sind, in der Regel auch bessere Deutschkenntnisse haben dürften.

Traurig aber wahr und keinesfalls einseitig belastend sind die Antworten auf die folgende Frage:

Wenn Sie einmal an Ihren Freundes- und Bekanntenkreis denken, wie hoch ist da der Anteil der Deutschen? Ist das …?

  • die Mehrheit = 13 %
  • etwa die Hälfte = 28 %
  • die Minderheit = 58 %

Hier sind sowohl Türken als auch die deutsche Gesellschaft gefordert. Die Ergebnisse kann man jedenfalls nicht allein den Türken zuschieben, da eine Freund- bzw. Bekanntschaft bekanntlich beide Teile erfordert.

Bei der letzten Frage geht es um die Glaubwürdigkeit von Frau Merkel:

Die deutsche Bundeskanzlerin hat gesagt, sie sei auch die Kanzlerin der hier lebenden Türken. Halten Sie das für glaubwürdig?

  • ja = 16 %
  • nein = 78 %

Mich überrascht, woher die 16 % kommen. In Anbetracht Ihrer Wahlkampagne, die sie zur Bundeskanzlerin werden ließ, ihrer pro-Koch-Haltung beim hessischen Wahlkampf und auch viele andere Punkte, die nicht unmittelbar von Merkel aber von der Union Ausgingen (bspw. doppelte Staatsbürgerschaft) schneidet sie nicht schlecht ab. Nicht dass ich ihr keine größere Glaubwürdigkeit wünsche, nein! Ich würde mich sehr freuen, ob Angela Merkel oder ein/e andere/r Bundeskanzler/in, das Vertrauen der in Deutschland lebenden türkischstämmigen gewinnen könnte.

Stuttmann Karikatur
Karikatur mit
freundlicher Erlaubnis von Klaus Stuttmann

Ich bin mir sicher, dass ein und dieselbe Studie über Türken innerhalb weniger Jahre viel bessere Ergebnissen liefern würde. Leider sehe ich in Frau Merkel aber nicht die Person, die das zustande bringen kann und wird, wenn sie nicht über ihren Schatten springt. Unabhängig von ihrem wahltaktischen Tun oder Unterlassen vermittelt sie auch nicht das Gefühl, als dass sie es ernsthaft will. Mit Lippenbekenntnissen in der Stunde der Not - als fast 20.000 Türken dem türkischen Premier zujubelten - ist es nicht getan und vermittelt eher ein krampfhaftes tun müssen, aber kein tun wollen. Vielmehr hätte Sie das Angebot von Recep Tayyip Erdogan annehmen und mit ihm gemeinsam auf die Bühne gehen sollen. Auch da bin ich mir sicher, hätte sie unendlich viele Sympathien gewonnen und ebenso bejubelt empfangen worden.

Ein anderer Grund ist Frau Merkels Wegbleiben nach dem Brand in Ludwigshafen - nicht wegen dem Verdacht auf Brandstiftung sondern der Opfer wegen -, dass an das Solinger Wegbleiben von Helmut Kohl erinnert hat. Er hatte ebenfalls jemanden aus seinen Reihen geschickt und den Opfern seinen Beileid übermitteln lassen. So war nur Frau Maria Böhmer nach Ludwigshafen gekommen. Eine Person, die sich bisher vor allem damit hervorgetan hat, den Migranten die harte Linie der Union zu vermitteln als Vertrauen.

Jedenfalls ist das Ergebnis niederschmetternd und ein dramatischer Befund für die Bundeskanzlerin des “Integrationslandes Deutschland”.

Fazit

Alles in allem kann man mit den Ergebnissen der Studie zufrieden sein. Sicherlich ist manches besser und manches schlechter als man es sich erhofft oder wünscht. Insbesondere aber die breite Erkenntnis über die Bedeutung der deutschen Sprache stimmen positiv für die Zukunft.

Nicht unberücksichtigt gelassen werden darf bei allen Antworten aber, dass man nicht einen typischen Türken vor Augen halten darf, wenn man die Ergebnisse auswertet. Es sind sowohl Menschen darunter, die hier seit vielen Jahrzehnten leben, hier geboren sind als auch solche, die erst kürzlich eingereist sind (bspw. im Wege der Familienzusammenführung) und daher weder die deutsche Sprache können oder irgendeinen Bezug zur deutschen Gesellschaft aufgebaut haben.

Solche Menschen gibt es in Deutschland in Tausenden seit über 50 Jahren uns sie wird es in Deutschland auch künftig geben, sofern uns kein Kinderboom bevorsteht. Insofern ist Integration als ein fortlaufender Prozess ohne Ende zu verstehen, dass ständig stattfinden muss. Leider nimmt die Studie keine Unterscheidung hinsichtlich der Länge der Aufenthaltszeiten der Teilnehmer vor, was die Erkenntnisgewinnung erschwert und auch die Ergebnisse insgesamt ein gehöriges Stückchen relativiert.

Insofern wäre es verwunderlich, wenn zu irgendeinem der Aussagen/Fragen eine nahezu 100%’ige Einigkeit Pro oder Contra geben würde. Die Tatsache, dass auch unter Türken eine große Kluft zwischen einzelnen Themengebieten herrschen kann, ist nicht unbedeutend und bei der Beurteilung der “Türken” nicht zu vergessen.

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8 Kommentare
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  1. ich finde türken nicht gut ich komm mit allen klar auser mit dem islam ich meine die passen sich gar nicht an und wollen das land verändern!!!!!!!!!!! =( Danke politiker

  2. http://www.Faktenggt.blogspot.com ! ! ! zum thema Islam

    http://www.Faktenggg.blogspot.com für einsame nächte ! ! !

  3. Was soll eine Infragestellung Deutschlands? Und Kulturen, die mit einander verknüpft werden müssen? Ich möchte wenn schon mit einer Kultur verknüpft werden, die meine Kultur interessant findet, aber die nicht nur herkommt, weil es hier in Deutschland angeblich alles umsonst gibt. Geht einer mal von Euch in die Türkei oder in den Sudan, und hält die Hände auf, statt Geld bekommen, würden wir ins Gefängnis kommen oder getötet werden. die Araber müssen einsehen daß sie den ganzen Mist, den sie in den letzten Jahrhunderten gemacht haben (primitive Machtkämpfe, Lügen hauptsache man kommt ans Ziel (orientalische indirekte Denkweise),etc.) nicht in einem Jahrzehnt aufholen können, und dann noch , indem sie sich einfach an Länder heften, die schon das in der geschichte durchgemacht haben und erlitten haben, was den Arabern noch bevorsteht). Das ist nämlich eine extrem rücksichtslose einstellung von Seiten der Araber und paßt in deren Denkweise. Immer schön das Fähnchen nach dem Wind drehen, und immer lügen. Wenn doch so viele Muslime den westlichen Fortschritt für gut heisen, warum sind sie dann gegen Amerika ? Denn Amerika hat dem Westen den Fortschritt gebracht. Die Muslime widersprechen sich dauernd, weil sie vom Neid getrieben werden, ohne etwas dafür zu machen. Wenn sie diesen Haß und den Neid gegenüber Amerika in ihren eigenen Ländern in gute Kräfte und gedanken umwandeln könnten, dann wäre Arabien wieder das Paradies das es vor Jahrtausenden war. Bevor sich die Muslime nur noch einmal über den Westen beschweren, sollen sie sich mal fragen, wie viele gelder in ihren dreckigen Hintern gesteckt wurde und wie unverschämt sie sich dann noch verhalten. Schämt Euch, Ihr Muslime, die Ihr Euch gegen Menschen auflehnt, die es nur gut gemeint haben. geht zurück in Eure Länder. Ihr habt hier nichts zu suchen. Wir haben genügend eigene Probleme und brauchen wirklich nicht noch Eure dazu. Gebt uns erst alles das zurück, was Ihr hier von uns tagtäglich bekommen habt. Dann reden wir weiter.

  4. Wenn man bedenkt, dass dieser Thread bereits am 15.3.2008 eröffnet wurde, müsste man laut weinen, denn seit dieser Zeit hat sich bis heute gar nichts verändert, ich würde sogar behaupten, dass das Verhältnis türkischer und arabischer Muslime zur Deutschen Mehrheitsgesellschaft noch nie so schlecht war wie heute!!!!!!!

    Man braucht nur die diversen Foren nach der Thematik “Türken und Araber und die Integration” zu durchforsten, und man stellt fest, der Frust auf diese Bevölkerungsgruppe war noch nie - zu Recht - so gross wie heute!!!!!!!! Das hat natürlich auch mit “Political correktness” zu tun, denn bis zu den Thesen des Herrn Dr. Thilo Sarrazin wurde alles totgeschwiegen was diese Integrationsverweigung betraf. Schnell wurde man in die “braune Ecke” gestellt oder mit der “Nazi-Keule” bedroht. Diese Mechanismen haben nun - Gott (nicht Allhah) sei dank - an Wirkung verloren. Die Deutsche Mehrheitsgesellschaft lässt es sich einfach nicht mehr gefallen dass sie “dumm und dusselig” für die Integration zur Kasse gebeten wird, aber das Endergebnis ist gleich Null ist!!!!!!

    Das letzte schlechte!!!! Beispiel eines misslungen Verständnisses der meissten Türken und Araber zu Deutschland zeigte mir das Fussballspiel Deutschland:Türkei. Soviel Hass habe ich selten von so vielen Türken - es waren ca. 40.000 “Fussballbegeisterte” - bei den “Pfeifkonzerten” gegen den Deutschen Nationalspieler Mesut Özil gesehen. Warum wird er noch immer als Türke wahrgenommen? Er wurde hier in Deutschland geboren, hat e i n e Staatsangehörigkeit, nämlich die Deutsche und spielte darum zu Recht für Deutschland. Dass seine Vorfahren mal aus der Türkei kamen, spielt doch keine Rolle, oder? Meine Vorfahren waren sicher mal aus dem “Urwald in Afrika” nach wer weiss wo gewandert, muss ich mich deshalb als Neandertaler fühlen?

    Menno, “Ihr muslimischen Bereicherer der Deutschen Kultur” werdet mal wach und seht, dass wir im 21. Jahrhundert und nicht mehr in der Steinzeit leben. Und, sollte es euch gar nicht möglich sein, euch an die Sitten und Gebräuche in Deutschland - aber auch in Europa - gewöhnen zu können (was ja leider auch von den verschiedensten Ländern der EU reklamiert wird) dann geht doch bitte, bitte wieder zurück in das “Gelobte Land” euerer Vorväter. Den jugendlichen muslimischen türkischen und arabischen Migranten rate ich dies noch intensiver, denn so eine Jugend, die alles ablehnt, was unser Gemeinwesen in Deutschland und in Europa ausmacht, brauchen wir hier nicht!!!!!!!! Ihr seid dann wohl besser in einem muslimischen Land - euer Wahl - aufgehoben.

    Pragmatikerin

  5. Nachtrag zu meinen obigen Ausführungen:

    Ausländerdebatte - Trennung ist ebenso wichtig wie gute Integration
    Zum gemeinsamen Weg gehört auch der Gedanke an Trennung. Keine Integration ohne Gegenleistung. In Deutschland ist das allerdings ein Tabu.Wenn Integration partout nicht gelingen will, so muss man sich auch trennen können

    Gemeinsame Wege – in Deutschland kann man sie nur beginnen, nie beenden. Heftige Zustimmung allseits beim Anfang, beim Zusammenkommen. Wer gemeinsame Wege hingegen „zu Ende denkt“, wer trennen, ja ausschließen will, der hat sich offenbar aus der Solidargemeinschaft der Zivilisierten verabschiedet. Führung – auch eine politische Führung – muss jedoch gegen den Furor der Integration die Partituren der Trennung zur Geltung bringen.

    Denn was macht eine gesunde Kooperationsbeziehung aus? Positiv gewendet: Es muss der Wunsch vorhanden sein, den Weg als „gemeinsamen“ Weg zu gehen. Wir müssen wollen, dass er dauern möge. Negativ gewendet: Es muss das Ende des gemeinsamen Weges gefürchtet werden. Nur dann wird Verantwortung übernommen. Wenn das Ende des gemeinsamen Weges nicht gefürchtet wird, ist er nichts wert. So ist das Geheimnis jeder lebendigen Ehe das Bewusstsein ihres Bedrohtseins.

    Was aber, wenn der gemeinsame Weg nicht zu beenden ist?

    Was aber, wenn der gemeinsame Weg nicht zu beenden ist oder nur zu einem hohen Preis? Dann gibt es kein Motiv, sich für dessen Erhalt einzusetzen. Dann beginnt mit der Umerziehung, dem Fördern und Ködern jenes Kurieren an Symptomen, das die Probleme nur vertieft, die es zu beheben vorgibt. Deshalb pervertieren alle Kooperationsverhältnisse, die nicht zu beenden sind. Das kann man sich im öffentlichen Dienst ansehen, wo die grundsätzliche Unmöglichkeit der „Dienst“-Beendigung in weiten Teilen zu resigniertem „Ab-Leben“ führt – trotz bisweilen grotesker Formen des Leistungsanreizens. Das kann man sich beim Kündigungsschutz ansehen, der Klarheit und Konsequenz verhindert und hinter dessen immer noch hohen Wällen weniger Menschen eingestellt werden, als eigentlich möglich (und nötig!) wäre. Das kann man sich bei allen unlimitierten sozialen Unterstützungssystemen ansehen: Es ist eben nicht notwendig, sich anzustrengen, wenn man unter Ausnutzung aller Sozialsysteme plus ein wenig Schwarzarbeit ein Leben finanzieren kann, das für einen Niedrigverdiener kaum erreichbar ist.

    Von der Hysterie des Rettens

    Die Folgen des Nicht-zu-Ende-gehen-Könnens: Sie sind auch an der staatlichen Verhinderung von Pleiten sichtbar. Erst wurden mittlere bis große Unternehmen wie die Maxhütte, Holzmann oder Quelle gerettet, dann angeblich systemrelevante Banken wie Hypo Real Estate sowie die Commerzbank, die mit staatlicher Unterstützung zuvor auch noch die Dresdner Bank übernehmen durfte. Durch die Gründung der Zentralbanken wurde ohnehin der Zusammenhang von Haftung und Entscheidung für den Banksektor gänzlich außer Kraft gesetzt.

    Die Hysterie des Rettens: Sie lädt die Unternehmen ein, an falschen Geschäftsmodellen und schwachen Produkten festzuhalten sowie skandalöse Risiken einzugehen: Warum innovativ sein, warum mich beschränken, wenn ich im Fall des Scheiterns mit Staatshilfe rechnen kann? Deshalb gibt es von allem, was subventioniert wird, hinterher mehr: mehr Milch, mehr Kohle, mehr Armut, mehr Arbeitslosigkeit, mehr notleidende Unternehmen. Und das Publikum beginnt zu glauben, man könne ewig leben.

    Beispiel EU – austreten: ja, rauswerfen: nein

    Denselben Zusammenhang kann man sich in der EU anschauen. Die Euro-Länder haben die Maastricht-Kriterien aufgestellt; die sind vernünftig. Das Problem ist: Es gibt keine Sanktionen. Es tut niemandem weh, die Maastricht-Regeln zu verletzen. Aber es ist nicht ein Kriterium, eine Regel, die die Länder vernünftig handeln lässt, sondern die konsequente Strafe. Genau die fehlt auch im EU-Vertrag von Lissabon. Dort heißt es: „Jeder Mitgliedsstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten.“

    Austreten darf man; Rauswerfen ist nicht erlaubt. Das ist der Ausschluss des Ausschlusses. Aber wer haftet dann für was? Wer nicht damit rechnen muss, aus der Währungsunion hinausgeworfen zu werden, lebt nach der Mentalität „beggar my neighbour“ – den Nachbarn ausplündern. Warum soll sich ein Land den Regeln der Knappheit unterwerfen, wenn auch ein Leben auf Pump möglich ist?

    Muslime als Objekte fürsorglicher Belagerung

    Der Mensch lebt über seine Verhältnisse, wenn er das Ende tabuisiert. Das kann man schließlich beobachten beim aktuellen Handgemenge zu Sarrazins Thesen. Sowohl im Buch (!) wie in der Diskussion erscheinen Muslime vorrangig als Objekte fürsorglicher Belagerung. Da wird integriert, gefördert und geholfen, dass sich die Sozialkassen biegen; da ruft man „Bildung!“ und „Sprache!“ – und verkennt die Verhältnisse: Warum soll ich Deutsch lernen, wenn die mich umgebende Mehrheitsgesellschaft aus Muslimen besteht, die auch kein Deutsch sprechen?

    Auf einem Auge blind ist man jedoch vor allem im Grundsätzlichen: Denn zur Einschließung gehört die Ausschließung wesenhaft dazu, zum gemeinsamen Weg der getrennte. Bringt man ihn jedoch ins Spiel, befindet man sich mit dem Stigma des Rechtsradikalismus reflexhaft außerhalb der intellektuellen Sperrzone. Eine vernünftige Diskussion ist so nicht möglich. Noch nicht. Erst wenn uns schon in wenigen Jahren die Sozialsysteme um die Ohren fliegen, werden wir wie selbstverständlich die Lebenslehren der Leistung und Gegenleistung einführen, die in neosozialistischen Ländern wie Dänemark und Schweden schon heute Praxis sind.

    Das Gutgemeinte ist das Gegenteil des Guten

    Das also wird im Rückblick der Kalauer dieser Zeit sein, was schon Tucholsky wusste: dass das Gutgemeinte das Gegenteil des Guten ist. Denn der Islam ist eine fremde Religion, die aufgeklärtem europäischem Denken immer fremd bleiben wird. Das weiß jeder, der die integrationsfeindlichen Suren und Verse des Korans gelesen hat. Und natürlich kann jeder fremd bleiben wollen, und niemand muss Deutsch lernen, und jeder kann auch mehr nehmen als geben wollen – außerhalb der Grenzen.

    Kritik an Wulff-Aussagen zum Islam
    In Zeiten sozialer Verwerfung brauchen wir Verhaltenslehren, die Eigenes und Fremdes, innen und außen auseinanderhalten. Konzepte der Unterscheidung – und damit auch der Scheidung. Diese sind Mangelware in einem Land, wo subventioniert wird, was schon gestorben ist, wo eine falsche Humanität die Unverantwortlichkeit stützt, wo das Parasitäre auf Kosten anderer künstlich beatmet wird und Probleme gerne mit noch mehr Steuergeld zugedeckt werden. Und sie sind Mangelware in einem Land, wo Unterscheidung „Diskriminierung“ ist, der Verweis auf das ganz und gar andere „fremdenfeindlich“, wo uns Özil und Khedira zeigen, dass wir alle irgendwie gleich sind, und wo die globalisierte Indifferenz nicht anthropologisch naiv ist, sondern chic.

    Wir haben die Kraft verloren, Respekt zu verlangen

    Aber Identität bildet sich nicht positiv, sondern negativ – durch Ausschließung. „Nicht so wie …“ ist ihre Gestaltgeste. In Deutschland wird diese Negativität negativiert. Wir haben die Kraft verloren, Respekt vor den kulturellen Wurzeln zu verlangen, auf der Gegenleistung zu beharren, zum Nehmenwollen das Gebenwollen zu fordern. Aber ist es zu viel verlangt, den Nutzen der Einwanderer für die Gesellschaft einzuklagen und Integrationsverweigerung sowie Gewaltneigung anzuklagen? Offenbar ja, zur anfänglichen Duldung gesellt sich langsame Gewöhnung und irgendwann rationale Ignoranz. Ermattet und abdankungslüstern ergeben wir uns dem Toleranzdiktat der Konsequenzinvaliden.

    Gemischte Meinungen zu Sarrazins Rückzug
    Aber nicht handeln heißt zustimmen. Deshalb muss eine politische Führung, die ihren Namen verdient, drohen können. Sie muss klar und frühzeitig konfrontieren, Konsequenzen aufzeigen, die rote Linie deutlich markieren, wann der gemeinsame Weg zu Ende ist.

    Natürlich ist Führung auch hier wieder im Dilemma. Wenn sie droht, verhält sie sich in den Augen vieler Menschen falsch. Wenn sie nicht droht, auch. Aber es gibt einen Unterschied. Im ersten Fall scheint sie falsch, im zweiten ist sie es.

    Manchmal heißt ein Problem lösen, sich vom Problem zu lösen

    So erzeugt klares Denken klares Sprechen und klares Handeln: Manchmal heißt ein Problem lösen, sich vom Problem zu lösen. Wir müssen auch bereit sein, uns zu trennen. Wir müssen aussteigen können aus Projekten, die bei den Beteiligten mehr Begeisterung erzeugen, als angesichts knapper Mittel gerechtfertigt ist. Und nur wenn wir bereit sind, einen gemeinsamen Weg zu beenden, wenn Werte verletzt werden, sind uns diese Werte wichtig. Alles, was nicht auch durch eine Trennung bezeugt werden kann, ist unwichtig. Konsequente Trennungspolitik ist deshalb ebenso notwendig wie gute Integrationspolitik.

    Deshalb muss Politik vorbeugend Anwesenheitsverhinderungen organisieren – und sie muss nachsorgend Schlussstriche ziehen. Weil sie weiß: Bei allem Bemühen um Langlebigkeit ist der Mensch ungeschickt im Hantieren mit der Ewigkeit. Es ist klug, sich das Ende vor Augen zu halten. Als Voraussetzung für den Anfang.

  6. Tut mir Leid aber ich habe bisher hauptsächlich negative Erfahrungen gemacht obwohl mich meine Mutter weltoffen erzogen hat. Mittlerweile seh ich das alles viel kritischer und sogar meine Mutter obwohl sie immer noch versucht in Diskusionen positive Fakten darzulegen, von der ich jede einzelne mit 3 bis 4 negativen Erfahrungen “kontern” kann (leider). Ich weiß nur eins und das ist dass sich die Geduld der Deutschen langsam aber stetig dem Ende neigt und ich befürchte, dass das nicht gut enden wird….

  7. Wird Zeit die Zuwanderung zu stoppen. Wenn sich die Gastarbeiter nicht integrieren wollen oder kriminell werden, haben sie in unserem Land nix verloren-

  8. Am 14.10. habe ich mir die Sendung “Kreuzzug 2010 von Maybritt Illner angesehen. Jeder gegen jeden - ein Tollhaus!!!!

    Meine Meinung zu dieser Diskussion:

    “langweilige Sendung, der Islam ist nicht integrierbar und viele verstehen es immer noch nicht. Ausserordentlich Bemerkenswert war das Zugeständnis von Aiman Mazyek das der Islam die Form der Sharia nie ablegen wird, der Islam wird Religion und Staat nie trennen, er wird die Religion immer mit einbinden in seine Entscheidungen, so zumindest habe ich die Bitte um Verständnis für den Islam von Mazyek verstanden.
    Danke, mehr braucht es nicht, um zu wissen das hierfür in Deutschland absolut kein Platz ist.”

    Pragmatikerin

 

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