Einbürgerung nur noch ab Realschulniveau aufwärts?!

13. Juli 2006 | Von E. S. | Kategorie: Leitartikel | Keine Kommentare | Artikel versenden

“Vor integrationsfeindlichen Schnellschüssen” hat Marianne Demmer, stellvertetende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf den für Freitag geplanten Integrationsgipfel gewarnt.

… Nach Ansicht der Gewerkschafterin hat der Bundesrat in seiner letzten Sitzung “erschreckend hohe Sprachhürden” für die Einbürgerung beschlossen, “an denen sogar viele Deutschsprachige scheitern würden”. Allerdings passe das zum Beschluss der Bundesregierung vom heutigen Mittwoch, vor allem eine “Zuwanderung der Besten” zu wollen. Demmer sieht für viele der bereits in Deutschland lebenden jungen Türken und arabisch stämmigen Migranten darin “ein fatales Signal”. Diese besuchten größtenteils Hauptschulen und erreichten das geforderte Sprachniveau nicht. Demmer erinnerte daran, dass der Integrationsgipfel als Reaktion auf die Vorgänge an der Rütli-Hauptschule ins Leben gerufen worden ist.

Nach Ansicht der Gewerkschafterin werden zunehmend Tendenzen sichtbar, die Beherrschung der deutschen Sprache “zu einem Ausgrenzungsinstrument statt zu einem Integrationsinstrument” zu machen. Dies zeige sich zum Beispiel daran, dass die Ministerpräsidenten darüber nachdächten, die Höhe der Transferleistungen und den Zugang zum Arbeitsmarkt von der mündlichen und sogar schriftlichen Beherrschung der deutschen Sprache abhängig zu machen.

Besonders monierte Demmer, dass die Ministerpräsidenten der Länder “künftig nur noch einbürgern wollen, wer sprachliche Fähigkeiten mit Realschulniveau aufwärts nachweist”. Diese Anforderung liegt nach Ansicht von Experten deutlich über entsprechenden Vereinbarungen auf europäischer Ebene. Demmer sieht darin “ein fatales Signal an alle Einbürgerungswilligen mit schlechteren Deutschkenntnissen”. … Nach Ansicht der Gewerkschafterin müssen vom Gipfel positive Signale ausgehen. Es müsse deutlich werden: “Integration ist keine Einbahnstraße. Sie beruht auf Gegenseitigkeit.” …

Quelle: TeachersNews

Ekrem Senol - Köln, 13.07.2006

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